Zuckersüßes Beratungswissen – Teil 14

Hustenbonbons – süßes Lösungsversprechen

Korntal-Münchingen - 11.08.2020, 09:15 Uhr

Bei einem trockenen Hals greifen viele zu Hustenbonbons. Es lohnt sich auch hier auf die Zuckerkomponenten zu achten. (Foto: Comugnero Silvana / stock.adobe.com)

Bei einem trockenen Hals greifen viele zu Hustenbonbons. Es lohnt sich auch hier auf die Zuckerkomponenten zu achten. (Foto: Comugnero Silvana / stock.adobe.com)


„Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“

Sowohl Isomalt als auch Xylit können ab einer bestimmten Verzehrmenge heftige Bauchschmerzen, schmerzhafte Blähungen und Durchfälle auslösen, je nachdem, wie empfindlich ein Mensch reagiert. Für Xylit lässt sich die Verträglichkeit erhöhen, indem man die Menge in kleinen Schritten steigert und so den Darm an die Substanz gewöhnt. 

Enthält ein Lebensmittel mehr als 10 Prozent an Zuckeraustauschstoffen (und das ist bei Isomalt- und Xylit-haltigen Bonbons der Fall), ist auf der Packung der Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ vorgeschrieben. 

Noch nicht süß genug?

Zuckerfreie Hustenbonbons mit viel Süße: Der Zuckeraustauschstoff Isomalt wird oft ergänzt durch einen Süßstoff.

Auffällig ist, dass die meisten zuckerfreien Hustenbonbons zusätzlich noch mit Süßstoffen angereichert sind. Vermutlich will man sie damit geschmacklich noch weiter aufpeppen. Auf den Zutatenlisten findet man ergänzend zu Isomalt häufig Steviolglycoside, Sucralose, Aspartam und/oder Acesulfam-K, manchmal sind auch zwei Süßstoffe enthalten. Aspartam erfordert den Zusatzhinweis „Enthält eine Phenylalaninquelle“. Die Süßstoffe stehen in der Zutatenlisten meistens eher am Schluss, also nach den Angaben zu Kräuterextrakten, Säuerungsmitteln, Vitamin C und Aromen.

Wie lange haltbar?

Auf abgepackten Lebensmitteln, zu denen auch Hustenbonbons zählen, muss ein Mindesthaltbarkeitsdatum stehen. Hustenbonbons enthalten nur geringe Mengen an Wasser, das schützt vor Verderb. Doch Luftfeuchtigkeit und fremde Gerüche können die Qualität von Bonbons deutlich beeinträchtigen. Darum sollte man sie kühl und trocken lagern. Wieder verschließbare Folienverpackungen schützen vor äußeren Einflüssen.



Reinhild Berger, Apothekerin
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Zuckersüßes Beratungswissen – Teil 5

Zuckerfrei und trotzdem süß: Zuckeraustauschstoffe

Zuckersüßes Beratungswissen – Teil 9

Birkenzucker – öko und gesund?

Zuckersüßes Beratungswissen – Teil 8

Erythrit – der Zucker „light“

Zuckersüßes Beratungswissen Teil 6

Süßstoffe – kalorienfreies Glück?

Zuckersüßes Beratungswissen – Teil 12

Traubenzucker – geballte Energie

Zuckersüßes Beratungswissen – Teil 15

Kokosblütenzucker – lieber nicht!?

Der Zuckeraustauschstoff ist nicht diabetogen und hat weniger Kalorien als Zucker

Was spricht für Erythrit?

1 Kommentar

Mundtockenheit

von Anja Habet am 18.08.2020 um 8:14 Uhr

Ein Thema mit dem ich mich bisher eher wenig beschäftigt hatte,jedoch als auch ich bei mir selber extreme Gaumen- Mundtrockenheit in Kombination mit Sport und MuskelaufbauTraining,bei mir festgestellt habe,daß dadurch wirklich unangenehm (staub-) trockene Mundtrockenheit zufolge hatte-und das jedes mal sobald ich anfing Muskeln längere Zeit angespannt zu halten...machte mich das etwas irritiert,weil genau die selben Symptome ebenfalls auch bei meinen Kindern aufgetreten sind,in Kombination mit rasenden Herzklopfen und Hyperaktivitat.was könnte das sein oder ist es ein ganz normaler Prozess aufgrund der Anspannung der Muskeln?

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.