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Repellents: Schutz vor Mücken – aber richtig!

Stuttgart - 31.07.2020, 09:15 Uhr

Zack – erwischt! Wer sich wirksam vor Mücken schützen möchte, sollte den Aufenthalt an Gewässern meiden oder zuvor ein Repellent auftragen. (m / Foto: Medice)

Zack – erwischt! Wer sich wirksam vor Mücken schützen möchte, sollte den Aufenthalt an Gewässern meiden oder zuvor ein Repellent auftragen. (m / Foto: Medice)


Welche Sprays ab wieviel Jahren?

Bei einer Reise in Risikogebiete sollte auf die Wirkstoffe DEET und Icaridin zurückgegriffen werden. Dringend zu empfehlen ist es, das Mückenspray von Zuhause mitzubringen und nicht erst am Urlaubsort zu besorgen. Im Ausland werden oft Präparate mit Inhaltsstoffen vertrieben, die in Deutschland nicht zugelassen sind.

Kinder und Schwangere

Bezogen auf die Anwendung bei Kindern, scheiden sich die Geister. Je nach Hersteller wird DEET ab einem Alter von zwei (Nobite Haut Spray) oder drei Lebensjahren (Anti Brumm Forte) empfohlen. Icaridin kann ab dem vollendeten zweiten Jahr und PMD ab dem ersten Lebensjahr angewendet werden. Alle Wirkstoffe sollten sparsam, also möglichst nur einmal täglich und auf einer möglichst kleinen Hautoberfläche, lückenlos aufgetragen werden. Kanadische und US-amerikanische Gesundheitsbehörden empfehlen im Risikofall sogar eine Anwendung ab sechs Monaten.

In Schwangerschaft und Stillzeit kommen prinzipiell alle Präparate in Frage. Für keines ist eine teratogene Wirkung nachgewiesen. Am besten soll die Anwendung dennoch in Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Für DEET liegen die meisten Erfahrungsberichte vor. Vor dem Stillen sollten Haut und Hände gründlich gewaschen werden.

Sowohl bei Kindern als auch bei Schwangeren gilt: Grundsätzlich ist der Schutz vor einer Ansteckung relevanter als die eventuellen Nebenwirkungen des Repellents. Wer also in Risikogebiete reist, sollte unbedingt einen Mückenschutz anwenden. 



Yevgeniya Dranova, Pharmaziepraktikantin
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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