Nach WHO reagieren Deutschland und Frankreich

Ministerium gibt gespendete Chloroquin-Tabletten zurück

Stuttgart - 28.05.2020, 17:10 Uhr

US-Präsident Donald Trump hatte Hydroxychloroquin nach eigenen Angaben sogar als Corona-Prophylaxe eingenommen. Das stand von Anfang an in der Kritik. Doch nun verdichten sich die Bedenken immer mehr. (c / Foto: Stock Footage, Inc. / stock.adobe.com)

US-Präsident Donald Trump hatte Hydroxychloroquin nach eigenen Angaben sogar als Corona-Prophylaxe eingenommen. Das stand von Anfang an in der Kritik. Doch nun verdichten sich die Bedenken immer mehr. (c / Foto: Stock Footage, Inc. / stock.adobe.com)


Gesundheitsministerium beobachtet Risikoeinschätzung zu Chloroquin- und Hydroxychloroquin 

Doch nun wird auch die Regierung in Deutschland aktiv: Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Mittwoch, dass das Bundesgesundheitsministerium gespendete Chloroquin-Tabletten an die Pharmabranche zurückgegeben hat. Wie das Magazin „Business Insider“ berichtet, habe das Ministerium auf Anfrage mitgeteilt, dass „aufgrund aktueller Erkenntnisse“ ein Teil der zur Verfügung gestellten Arzneimittel an die Hersteller zurückgegeben worden sei. Diese stünden dann wieder zur Behandlung anderer Diagnosen als COVID-19 zur Verfügung. 

Das Gesundheitsministerium teilte außerdem mit, dass man die Entwicklung und Risikoeinschätzung zur Anwendung chloroquin- und hydroxychloroquinhaltiger Arzneimittel bei COVID-19-Erkrankten sehr genau beobachte und hierzu in engem Kontakt mit der zuständigen Bundesoberbehörde stehe. 

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Das deutsche Bundesministerium für Gesundheit hatte Ende März darüber informiert, dass die zentrale Beschaffung von chloroquinhaltigen Arzneimitteln, des antiviral wirksamen HIV-Therapeutikums Kaletra® (Lopinavir, Ritonavir) sowie weiterer in Japan zugelassener Arzneimittel zur Behandlung infizierter COVID-19 Patienten mit schweren Verlaufsformen in Deutschland eingeleitet wurde.



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