Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

10.05.2020, 08:00 Uhr

Machen wir uns locker und sehen mal die Chancen! (Foto: Andi Dalferth)

Machen wir uns locker und sehen mal die Chancen! (Foto: Andi Dalferth)


Wie heißt es so schön: Jede Krise hat ihre Chancen. Corona hat die Rolle der Apotheke gestärkt. In vielerlei Hinsicht. Die FDP hat erkannt, dass das Gesundheitswesen kein freier Markt ist. Alle merken: Das E-Rezept ist wichtiger denn je, es muss sich rasch was tun. Spahn lobt uns Apothekers übern grünen Klee, zu Recht. Er hat erkannt, dass Vor-Ort-Apos und ihr Botendienst unschlagbar sind – beim Versender dauert’s zwei, drei, vier Tage, hat er gesagt. Und unser ABDA-Präsident traut uns sogar zu, gegen Covid-19 zu impfen. Na bestens, fehlt nur noch der Impfstoff. Chancen über Chancen. 

4. Mai 2020

Das Tragen von Masken – in der Bevölkerung avanciert es mittlerweile zum emotionalen Thema. Es soll bereits notorische Maskenverweigerer geben. Sie werden es schwer haben. Nachdem sich noch vor zwei Monaten die Virologen uneins waren, ob auch das Tragen von einfachen Mund-Nase-Schutzmasken etwas bringen und die Bevölkerung verunsicherten, scheint sich nun ein Konsens ergeben zu haben: Ja, ein Maskenträger schützt – nicht sich selbst, sondern die Mitmenschen, mit denen er zusammentrifft, vor seinen Aerosoltröpfchen, die beim Sprechen und Atmen ausgestoßen werden. Und daher gehört es heute zu den Pflicht-Hygieneregeln in Corona-Zeiten: Wer Läden betritt, wer Bus und Bahn benutzt, muss eine Maske tragen. Nun ist die Handhabung dieser Masken und der hygienische Umgang damit allerdings nicht jedem vertraut. Mein liebes Tagebuch, vor allem die selbstgenähten Stoffmasken sind ein Stück weit Neuland. Wie werden sie korrekt getragen? Wie lange kann man sie tragen, ohne sie zu waschen? Wie soll man sie waschen, wie pflegen? Das ist wirklich ein Kapitel für sich. DAZ.online hat das Wichtigste dazu zusammengestellt. Wir müssen es einfach akzeptieren: Wir Apothekers (wer sonst) sind jetzt auch Fachberater für Mund-Nase-Schutzmasken.



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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AKWL will Chancen nutzen und macht Weg für Institut für Versorgungsforschung frei

Kampf gegen Apothekensterben, Hoffen auf Makelverbot und Dienstleistungen

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17 Kommentare

Livestream: Gabi und Klaus ....

von Gunnar Müller, Detmold am 10.05.2020 um 19:50 Uhr

Nein: Gabi und Jens! Gut 77 Minuten.
Das Leben ist grausam... (frei nach den PRINZEN)
Vor allem, wenn es auf Realität trifft und man sich einen Fakten-Check wünschen würde.

Dass sie - bei all dem Geplauder - Präsidentin werden will nicht nur in Münster und auch er sich zu Höherem berufen sieht, ist offen sichtbar.
Ob damit allerdings der Sache und vor allem: den Menschen (in ihrem Fall: der Apothekerschaft) gedient wird, sollte von den Entscheidungsträgern - in ihrem Fall sind es eben leider nicht die Apothekerinnen und Apotheker sondern lediglich deren „Vertreter“ aus den Kammerbereichen - wohl überlegt werden.
Manchmal ist ein „unverbrauchtes Gesicht“, dass unvoreingenommen an die Themen herangeht, besser als jemand mit „jahrelangen Erfahrungen“… (die unterm Strich nichts gebracht haben - außer: uns und unseren wunderschönen Beruf in diese sich seit Jahren aufbauende Misere)

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AW: Livestream: Gabi und Klaus ... wesentlich besser als Friedemann und Jens ...

von Christian Timme am 11.05.2020 um 3:55 Uhr

Trotz Jeans, sorry, hat dieser Livestream gezeigt ... dieses "Team" kann zusammen mehr als nur "Streamen". Auch Spahn kann ... wenn er "will" und mit einer neuen Präsidentin sogar noch besser?. Sollte die ABDA-Mitgliederversammlung "noch Augen im Kopf" haben ... wäre das schon mal ein "Lichtblck" ... vielleicht reicht es ja diesmal sogar für den Blick über den ABDA-Tellerrand hinaus?

Nicht vergessen Anerkennung

von Reinhard Rodiger am 10.05.2020 um 14:29 Uhr

„Vielleicht können wir davon etwas über die Corona-Krise hinaus retten.“

Es geht nicht um "retten". Es geht um Anerkennung.
Das "retten" ist keine Verhandlungsgrundlage, und so untergeordnet angebracht, dass ein ernsthafter Wille, etwas zu fordern nicht erkennbar ist.
Die Krise hat doch deutlich gemacht, mit welchen Schikanen der KK alltags zu arbeiten ist.Das muss im Gespräch bleiben und Aussetzen von Schikanen KANN nicht befristet sein.Es ist inakzeptabel.In anderen Heilberufen ist selbstverständlich, für zusätzliche Einzeltätigkeiten bezahlt zu werden.
Wir fordern das noch nicht mal.Dazu liefert unser Präsident das "beste" Beispiel.Mit dem Impfen eine Dienstleistung anzubieten ohne valide wirtschaftliche Fundierung und ohne Aussagen zu Zielkriterien und deren Erreichbarkeit ist milde ausgedrückt extrem unprofessionell.
Impfen böte sich an, die Kosten solcher Dienstleistungen und deren notwendige Breite als Katalysator für die Erkenntnis notwendiger Finanzierungsgrundlagen einzusetzen.Wie bei den von 2hm offen gelassenen Fragen eine Steilvorlage zu den Kosten von Flächendeckung.Wohlgemerkt, es geht nicht ums Impfendürfen als Anerkennungssurrogat, es geht um die Chance für eine gewünschte Tätigkeit all das transparent zu machen, was die ganze zeit versäumt wurde.Nämlich Aufwand und Ertrag in ein vernünftiges Verhältnis zu setzen.Das geht auch ohne Impfen.
Die Kernfrage, die aufscheint angesichts der Krise ist die faktische Integration in das Gesundheitssystem.Warme Worte bringen uns nicht in die offizielle Anerkennung.Selbst das RKI hat uns dem "medizinischen Personal" zugeordnet.Gerade das wurde doch eindrücklich gezeigt.Diese Zuordnung ist der Schlüssel für die Zukunft.Den bekommen wir nicht durch Anbiedern mit gerade opportunen Tätigkeiten zum Nulltarif und damit systematischen Ausschluss der Mehrheit .Es geht nicht mehr um Elitetätigkeiten, sondern um die Sicherung der breiten Verteilung.Und damit andere Sicht der Koordinaten.Konzentrierte Grösse ist nicht zukunftsfähig, wenn Diversität erforderlich ist.

Ohne Berücksichtigung der wirtschaftlichen Bedingungen ohne Konzept für Forderungen zur Erhaltung breit verteilten Leistungsangebots kommen wir nicht weiter.Die Lösung liegt nicht in stetiger Bewährungsposition und teurer Zusatzausbildung , sondern in selbstbewusster Leistungsposition.Diese muss allerdings auch vertreten werden.

Dazu fehlen alle Ansatzpunkte bei einer Salve von Steilvorlagen .Wir können nicht so weitermachen wie bisher.

"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden,als sich über Dunkelheit zu beklagen.(Konfuzius)

Wer gibt Feuer?

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AW: Nicht vergessen Anerkennung

von christiane Patzelt am 10.05.2020 um 20:14 Uhr

Dr. Kerstin Kemritz!
Denn Sie hat die Pharmazie im Herzen und ist dem Technischen hoch aufgeschlossen - hat einen in sich ruhenden Charakter und neigt zur Versachlichung, wo andere emotional werden würden (ich zum Beispiel)! Bitte schaut euch diese Kollegin genauer an, sie bewegt Einiges in Berlin und wäre meine absolute Wunschkandidatin nach all den Egoshootern und Nimmlingen!

AW: Nicht vergessen Anerkennung

von Reinhard Rodiger am 11.05.2020 um 0:40 Uhr

Guter Vorschlag! Wir brauchen eine Änderung der Blickrichtung.

Nachtrag ...

von Reinhard Herzog am 10.05.2020 um 12:24 Uhr

Eben lese ich gerade in benachbarten Foren beispielhaft:

1) Zahnärzte:
"XXXXa Aufwand für erhöhte Hygieneanforderungen aufgrund der Coronainfektionsprophylaxe ... entsprechend GOZ für Gebührenposition XXXX ....; mit Steigerungsfaktor 2,3 = 14,23 €

Also eine neue Position XXXXa mit 14,23 € extra zumindest mal für Privatpatienten je Behandlung ...

2) Physiotherapeuten:
1,50 € Hygienepauschale on top je Rezept in der GKV, immerhin ...

Die Durchschnittsapotheke setzt rund 80 GKV-Rezepte täglich durch, das wären immerhin 120 € tgl. und damit deutlich mehr, als die Botendienstregelung mit ihren 5 € im Schnitt einbringen dürfte - und was ja auch erhebliche Kosten verursacht!

Gewusst wie, aber nicht bei uns ...

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Impfen und Honorarerhöhung.

von Roland Mückschel am 10.05.2020 um 11:41 Uhr

Woher der Präsident die Gewissheit nimmt dass die
Corona-Impfung selbstverständlich in der Apotheke
anzusiedeln sei erschliesst sich mir nicht.
Genauso vermisse ich die fehlende Frage nach der dringend
notwendigen Honorarerhöhung für die ausgebluteten Vorort-Apotheken,
den ach so notwendigen. Präsident und
Möchtegern-Nachfolgerin schweigen dazu.
Gut, dann wissen wir wenigstens wer diese Erhöhung
finanzieren könnte, die Profiteure haben genug Reserven.
Ein forcierter Plan C ist unumgänglich, nicht das Impfen
und die Lobhudelei.
Und an den Taten sollte man sie erkennen.
Nicht an Sonntagsreden und Nebelkerzen.

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Wie soll es weiter gehen?

von Karl Friedrich Müller am 10.05.2020 um 10:52 Uhr

Frau Peter hat recht. Bevor unsinnige Forderungen nach Impfungen und sonstigen defizitären Aufgaben kommen, dann lieber die Bezahlung des Botendienstes beibehalten. Das kann jede Apotheke. Womit wir auch gleich bei der ABDA wären und die Nachfolge an der Spitze.
Das „Wahlprogramm“ lautet verkürzt: es bleibt alles beim Alten. Wir kümmern um uns selbst, lassen die Apotheken weiter im Stich, vertreten sie nicht (höchstens unsere eigenen), bzw. verraten und verkaufen sie weiter an Konzerne und Politik.
Man nennt das dann weiter „Qualität“, „Versorgungssicherheit“, modern.
Ganz konfus machen mich die vielen „Lockerungen“ bei den Lieferverträgen, die ich in der Mehrzahl für unnötig halte. (Wobei natürlich die Vielzahl der Regelungen ein Unding sind. Aber das ist etwas Anderes)
Was ist der Plan bei der Pandemie? Die Lockerungen diesbezüglich halte ich für ein Verbrechen an der Bevölkerung. Die übertriebenen Strafen auch.
Was wird passieren? In kurzer Zeit werden wir wieder sehr viele Kranke und Tote haben (Spätfolgen?)
Statt die Konzerne zu unterstützen, wäre es besser, die Einzelnen zu fördern. Selbstständige, die vor der Zerstörung der Existenz stehen. Ob BMW und Daimler noch ein paar Mrd. mehr in Timbuktu auf dem Konto haben, ist irrelevant. Außerdem bleibt die Nachfrage, wenn der Bürger Geld hat.

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AW: Wie soll es weiter gehen

von Bernd Jas am 10.05.2020 um 19:37 Uhr

Hallo Herr Müller,
schauen Sie sich doch mal das letzte Video von Udo Pollmer an (Der Tanz auf dem Vulkan im Coronawahn). Es dauert auch diesmal nur 7:11 min. Hier noch der Link:
https://www.youtube.com/watch?v=pUGjdlE4rCU
Wobei wir wieder bei Herrn Herzog mit seiner Jongelage der Zahlen sind und uns über Ethik Gedanken machen sollten.
Welches Menschenleben ist wo mehr Wert?
Und da muss ich leider Herrn Herzogs Aussage vor zwei Wochen recht geben. Zahlen, Daten, Fakten, Wissenschaft, auch wenn es um Menschenleben geht. Woran möchten Sie gerne sterben Pest, Cholera oder Hungertod?
Ich gehe hier noch weiter; in Freiheit oder in Gefangenschaft?

AW: Wie soll es weiter gehen

von Karl Friedrich Müller am 10.05.2020 um 20:30 Uhr

@Herr Jas:
Danke. Pollmer hab ich vollkommen aus den Augen verloren.

Impf-Naivität ...

von Reinhard Herzog am 10.05.2020 um 10:50 Uhr

Da ist schon die Routine-Grippeimpfung ein blamabler, Jahre währender Eiertanz, und nun sollen ausgerechnet völlig neue, mit heißer Nadel gestrickte Impfstoffe in der Apotheke verabreicht werden?

Impfstoffe, die fast zwangsläufig aufgrund des Zeitdrucks mit gewissen Unsicherheiten bezüglich des Sicherheitsprofils starten müssen, von denen wir gar nicht wissen, ob One-shot-Vaccination oder Mehrfachimpfung, wie sie sich gerade bei den überwiegend hochbetagten Risikogruppen verhalten (traditionell viel schwieriger zu immunisieren) - aber die Apotheken können das!

Not macht erfinderisch - oder lässt den Verstand vollends auf der Strecke bleiben!?

"Unterm Strich gingen die Apotheken gestärkt aus der Krise hervor."

... wir unterhalten uns weiter, wenn wir mit unseren heutigen 2% SARS-CoV-2-Immunisierungsrate, zum Herbst nur wenige Prozentpunkte höher bei unserer "Schleichkatzen-Strategie", dann durch den Winter gekommen sind.
Werfen wir eine Münze zwischen den Optionen "hätte schlimmer kommen können" und völligem Breakdown?

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Impf-Naivität ... dazu sind Apotheken gerade noch gut genug?

von Christian Timme am 10.05.2020 um 11:34 Uhr

Mehr Fragen als Antworten mahnen zur Vorsicht ... wenn nur der Corona-Euro ruft ... kann man die „Approbation“ schon mal in den Rückumschlag legen ...

Vergessen??

von Dr.Diefenbach am 10.05.2020 um 10:40 Uhr

Liebe Redaktion,bei all dem Geschehen um die Maskerade,Covid 19,Spahn-Vorstellungen usw. sollte aber nicht vergessen werden dass unser ehemaliger ABDA Präsident K.Stürzbecher in dieser Woche (6.Mai) verstorben ist.Immerhin hat er "uns" auch durch schwierige Phasen begleitet

» Auf diesen Kommentar antworten | 3 Antworten

AW: Vergessen ... Klaus und Horst, Seehofomat ... Bonn ...

von Christian Timme am 10.05.2020 um 12:13 Uhr

Die Zeiten ändern sich ... die Präsidenten und die ABDA-Juristen auch ... aber „meckern“ konnten die Apothekers schon immer ...

AW: Vergessen

von Heinrich Schmidt am 10.05.2020 um 12:15 Uhr

Kenn ich nicht

AW: Vergessen ...

von Christian Timme am 10.05.2020 um 13:32 Uhr

Die Gunst der späten Geburt hat Sie ereilt ...

.

von Anita Peter am 10.05.2020 um 8:31 Uhr

Der bezahlte Botendienst muss auch über den 30.09. hinaus eine bezahlte Regeleistung bleiben. Das Geld kann man aus dem Topf der pharmazeutischen Dienstleistungen nehmen, bevor sich die ABDA wieder irgendeinen Unsinn ausdenkt, der nur defizitär ist.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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