Telemedizin

TK und Noventi bieten Corona-Fernberatung inklusive E-Rezept an

Berlin - 27.04.2020, 09:00 Uhr

Die TK und der Apotheken-Dienstleister Noventi starten eine Fernberatung für Corona-Patienten und Verdachtsfälle samt E-Rezept. (m / Foto: imago images / epd)

Die TK und der Apotheken-Dienstleister Noventi starten eine Fernberatung für Corona-Patienten und Verdachtsfälle samt E-Rezept. (m / Foto: imago images / epd)


TK will weitere Vor-Ort- und Versandapotheken überzeugen

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender TK, erklärte, dass man das Netzwerk nun weiter ausbauen wolle. Weitere Apotheken seien jederzeit willkommen. Die TK sei hierzu bereits mit weiteren „Vor-Ort- und Versandapotheken“ sowie Apothekensoftware-Herstellern im Gespräch. Auch der einfache Anschluss von weiteren Arztpraxen über Standard-Praxissoftwaresysteme sei geplant. Auch bei einer Krankschreibung erfolgt in dem neuen Telemedizin-Projekt die Übermittlung an die TK auf Wunsch des Versicherten auf elektronischem Weg. Der Versand der Durchschläge für den Versicherten und den Arbeitgeber müsse derzeit aus rechtlichen Gründen noch auf dem Postweg erfolgen, erklärt die Kasse. Die beratenden Ärzte sind nicht bei der TK selbst angestellt. Vielmehr hat die Kasse eigenen Angaben zufolge einen Vertrag zur besonderen Versorgung mit der „ife Gesundheits-GmbH“ im schleswig-holsteinischen Nehmten geschlossen.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die TK und Noventi zusammenarbeiten. Seit dem vergangenen Jahr schon bietet die Kasse ihren 14.000 Mitarbeitern ärztliche Video-Beratungen an. In diesen Video-Beratungen können auch E-Rezepte verordnet werden, die dann via Noventi-Software in den Apotheken landen, die bei der Noventi Software-Kunde sind.

Der TK-Vorstandsvorsitzende Dr. Jens Baas sagte dazu: „Gerade die Corona-Pandemie zeigt die großen Vorteile der Fernbehandlung. Patienten mit Corona-Verdacht können sich von Ärzten behandeln lassen, ohne sich selbst, die Praxismitarbeiter oder andere Menschen auf dem Weg zum Arzt anzustecken. Die Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen und Lösungen, die wir nicht nur jetzt, sondern auch nach der Corona-Zeit sehr gut für die Versorgung unserer Versicherten nutzen können.“ Der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast ergänzte: „Wir haben im vergangenen Jahr hervorragende Erfahrungen mit dem elektronischen Rezept gemacht. Die können wir jetzt sehr gut für die aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise nutzen. Wir arbeiten gerade daran, dieses Erfolgsmodell flächendeckend mit zahlreichen Ärzten und Apotheken auszubauen.“

Dr. Hermann Sommer, Vorstandsvorsitzender von Noventi erklärte: 


Wir freuen uns sehr, damit einen echten Beitrag zum Infektionsschutz zu leisten. Wir sehen in der aktuellen Krise, wie wichtig die Apotheken vor Ort für das deutsche Gesundheitssystem sind. Durch die Integration des E-Rezepts in unsere Apothekensysteme wird das Handling für den Apotheker deutlich einfacher und fügt sich nahtlos in den täglichen Apothekenbetrieb ein. Das ist nach callmyApo und Zava ein weiterer Schritt, um die E-Rezepte in die Apotheke vor Ort zu holen und die Patientinnen und Patienten daran zu gewöhnen, dass die Apotheken vor Ort auch genau der richtige Berater und Ansprechpartner sind, wenn es um digitale Lösungen und das E-Rezept geht. Wir als Noventi holen den Umsatz vom Versandhandel im Ausland zu den deutschen Apotheken vor Ort.“

Dr. Hermann Sommer, Noventi




Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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