COVID-19

Auch in der Schweiz startet Studie mit Rekonvaleszentenplasma

Remagen - 17.04.2020, 11:00 Uhr

In der Schweiz hat die Arzneimittelbehörde Swissmedic nun die erste Therapiestudie mit Rekonvaleszentenplasma genehmigt. (Foto: imago images / photo2000)

In der Schweiz hat die Arzneimittelbehörde Swissmedic nun die erste Therapiestudie mit Rekonvaleszentenplasma genehmigt. (Foto: imago images / photo2000)


Auch in Deutschland Studien mit Rekonvaleszentenplasma

In Deutschland hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am 6. April die Genehmigung für eine erste klinische Prüfung mit COVID-19-Rekonvaleszentenplasma erteilt. Die Studie CAPSID (A randomized, prospective, open label clinical trial of convalescent plasma compared to best supportive care for treatment of patients with severe COVID-19), an der mehrere Kliniken teilnehmen werden, soll 106 Patienten einbeziehen. Die ­Federführung liegt beim Institut für ­Klinische Transfusionsmedizin in Ulm. Sponsor ist der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen.

Außerdem plant das Zentrum für Klinische Studien Köln (ZKS Köln) eine offene Phase-II-Studie zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung von COVID-19 Patienten mit Plasma rekonvaleszenter Patienten (ConVIDence, EudraCT-Nummer 2020-001401-23).

 

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Genesene COVID-19-Patienten zur Blutspende aufgerufen

Unterdessen haben bereits mehrere Einrichtungen in Deutschland die behördliche Erlaubnis erhalten, Rekonvaleszenten-Plasma zur Behandlung von schwerkranken Covid-19-Patienten herzustellen und anzuwenden, so zum Beispiel das Universitätsklinikum Bonn.

Nach einem Aufruf haben sich laut Uniklinik innerhalb kurzer Zeit bereits über 350 Personen beim dortigen Blutspendedienst gemeldet, die bereit sind, mit ihrem Plasma schwer erkrankten Menschen zu helfen. Bei jedem wird geprüft, ob er als Spender geeignet ist. „Neben den allgemeinen Kriterien müssen ein positiver Test auf das Corona-Virus während der Erkrankung und ein aktueller negativer Abstrich bei unserem Betriebsarzt vorliegen“, erklärt Heiko Rühl, Oberarzt am Bonner Universitätsinstitut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin. Die Blutplasmaspende dauert ungefähr 45 Minuten. „Aktuell stehen dafür ausreichend genesene Covid-19-Patienten zur Verfügung“, ergänzt Institutsdirektor Johannes Oldenburg. „Die Plasmagewinnung wird zumindest so lange stattfinden, bis gleichwertige Therapiealternativen zur Verfügung stehen und wir freuen uns daher auch in den kommenden Monaten über weitere Spendewillige.“ Interessierte sollen sich mit ihren Kontaktdaten für einen Rückruf per E-Mail an blutspende@ukbonn.de wenden.



Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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