SARS-CoV-2-Infektionen

RKI startet Antikörper-Studien

Berlin - 09.04.2020, 16:00 Uhr

Das RKI will mit Studien für eine bessere Datenlage im SARS-CoV-2-Geschehen sorgen. (t/Foto: limago images / Reiner Zensen)

Das RKI will mit Studien für eine bessere Datenlage im SARS-CoV-2-Geschehen sorgen. (t/Foto: limago images / Reiner Zensen)


Die drei Studien-Ansätze des RKI

Konkret sollen folgende Studien anlaufen:

Serologische Untersuchung an Blutspendern in Deutschland: In Zusammenarbeit mit den Blutspendediensten werden regelmäßig Blutproben von Erwachsenen aus ganz Deutschland auf Antikörper untersucht. Losgehen soll es voraussichtlich kommende Woche; alle 14 Tage sollen circa 5000 Blutproben untersucht werden. Erste Ergebnisse werden Anfang Mai 2020 erwartet.

Seroepidemiologische Studien an mehreren besonders betroffenen Orten („Hotspots“) in Deutschland: Ziel der örtlich begrenzten Studien ist es, durch die Bestimmung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 in repräsentativen Stichproben der Einwohner die Immunität in der Bevölkerung vor Ort abzuschätzen. Auch der Anteil asymptomatischer Infektionen und Risikofaktoren für einen schweren Verlauf in der Bevölkerung sollen besser abgeschätzt werden. In jedem Ort werden etwa 2000 Probanden ab 18 Jahre mehrfach untersucht, die Probanden werden zusätzlich unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen, Gesundheitsverhalten, Lebensumstände und psychischer Gesundheit befragt. Studienbeginn ist Mitte April 2020, mit ersten Ergebnissen ist im Mai 2020 zu rechnen. Bei diesen Studien arbeitet das RKI mit Forschern um Prof. Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig zusammen.

Bundesweite bevölkerungsrepräsentative seroepidemiologische Studie: Voraussichtlich Mitte Mai soll dann eine bundesweite repräsentative Stichprobe starten. Untersucht werden sollen 15.000 Personen ab 18 Jahre an 150 Studienorten. Auch diese Probanden werden zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen, Gesundheitsverhalten, Lebensumständen und psychischer Gesundheit befragt. Erste Ergebnisse werden im Juni 2020 erwartet.



Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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