Streit um Konditionen

Werden die Bluefish-Präparate knapp?

Stuttgart - 19.02.2020, 17:45 Uhr

Wichtiger Rabattpartner: Versicherte der Barmer, mehrerer BKKen, der DAK, der IKK, der KKH und der TK erhalten derzeit  Alendronsäure unter anderem von Bluefish.( t / Foto: Bluefish-Pharma)

Wichtiger Rabattpartner: Versicherte der Barmer, mehrerer BKKen, der DAK, der IKK, der KKH und der TK erhalten derzeit  Alendronsäure unter anderem von Bluefish.( t / Foto: Bluefish-Pharma)


Gehe: Versuche, Bluefish zu einem Einlenken zu bewegen, bisher ohne Erfolg

Laut dem Sprecher blieben leider alle bisherigen Versuche, Bluefish zu einem Einlenken zu bewegen, ohne Erfolg. Da Bluefish die Gehe bis zu einer Einigung nicht mit ihren Arzneimitteln beliefere, habe man die Kunden im Rahmen des Versorgungsauftrags darüber informiert, dass sich die Bluefish-Bestände demnächst dem Ende zuneigten. Damit die Apotheken ihre Patienten weiterhin mit den benötigten Produkten versorgen könnten, habe man sie auf die Möglichkeit hingewiesen, direkt bei Bluefish zu bestellen. Dazu habe man ein unverbindlich vorgefertigtes Faxdokument zur Verfügung gestellt. Und weiter erklärt er: „Wir werden selbstverständlich auch weiterhin alles daran setzen, mit Bluefish kurzfristig eine Einigung zu erzielen.“ Und die Gehe scheint nicht allein betroffen zu sein. Bei Pharma privat ist die Situation wohl ähnlich.

Auch wenn Bluefish in den meisten Fällen nur einer von mehreren Rabattpartnern ist, können es sich aktuell aufgrund der anhaltenden Engpässe die wenigsten Apotheken leisten bei der Auswahl des Herstellers wählerisch zu sein. Noch weniger Präparate im Markt kann derzeit wohl niemand gebrauchen.

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Bluefish: Wir würden liefern, die Gehe bestellt nicht

Bluefish-Geschäftsführerin Daniela Stoppel erklärte gegenüber DAZ.online, die Darstellung der Gehe, dass man sie nicht mehr beliefere, sei nicht ganz richtig. Die Gehe sei mit den geänderten Konditionen nicht einverstanden und bestelle deswegen nicht mehr. So direkt kommuniziert habe sie das aber nicht. Darauf aufmerksam geworden sei man bei Bluefish, weil plötzlich Bestellungen von Apotheken eingingen, die vorher nie direkt bestellt hätten, und zwar alle mit einem einheitlichen Faxformular. Daraufhin habe man nachgefragt und den Apotheken den Tipp gegeben, bei einem anderen Großhändler zu bestellen, worauf sich diese auch alle eingelassen hätten. „Dann wollte keiner mehr direkt bestellen“, so Stoppel.

Die Gründe für die Änderung der Konditionen zum 1. Januar 2020 seien wirtschaftlicher Natur. Bluefish sei auf Rabattverträge angewiesen, ohne verkaufe man nicht weniger, sondern schlicht gar nichts. Um in dem Bieterwettbewerb mitgehen zu können, müsste man dann an anderer Stelle die Konditionen anpassen. Das fließe dann in so eine Kalkulation mit ein, so Stoppel.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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2 Kommentare

Bluefish

von Dr. Martin Beck am 20.02.2020 um 19:02 Uhr

Nett, dass GH und Apotheken der armen Firma helfen dürfen, ihre Dumpingpreise zu finanzieren!

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Es geht einfach immer weiter

von ratatosk am 19.02.2020 um 18:26 Uhr

Billig , billig, bis es platzt, aber wer wäre so naiv, von Kassen oder Politik Einsehen zu erwarten.
Wir reden hier aber ja von Centbeträgen, aber es zählt nur billig nicht günstig und zuverlässig. Das Desaster des öffentlichen Bauens lässt grüßen !

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