Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

16.02.2020, 08:00 Uhr

Leichterer Umgang mit Lieferengpässen, aber die Ursachen bleiben. (Foto: Andi Dalferth)

Leichterer Umgang mit Lieferengpässen, aber die Ursachen bleiben. (Foto: Andi Dalferth)


13. Februar 2020

Ende März, Anfang April wird das Faire-Kassenwettbewerb-Gesetz in Kraft treten können, der Bundestag hat’s beschlossen. Das Gesetz regelt zwar in erster Linie Mechanismen in der GKV-Finanzierung, aber es bringt auch neue Regelungen zur Vermeidung von und zum besseren Umgang mit Arzneimittel-Lieferengpässen. Endlich, mein liebes Tagebuch. Ob diese Regelungen allerdings so richtig gut greifen werden, steht noch in den Sternen. Immerhin es gibt Ansätze, zum Beispiel bei den Rabattarzneimitteln. Apotheken dürfen künftig auch vergleichbare, nicht rabattierte Arzneimittel abgeben, wenn Rabattarzneimittel aufgrund eines Engpasses nicht verfügbar sind. Und wenn Arzneimittel teurer sind als der Festbetrag, dann wird die Krankenkasse die Mehrkosten tragen. Allerdings, es sollen dazu noch rahmenvertragliche Detailregelungen kommen – warten wir ab, wie die Regelung dann konkret aussehen wird.

 

Pharmazeutische Dienstleistungen – ein Traum! Ja, mein liebes Tagebuch, ABDA und so manche Apothekerin und so mancher Apotheker träumen davon, pharmazeutische Dienstleistungen für die Kunden erbringen zu dürfen, die dann von den Krankenkassen bezahlt werden. Wie gesagt, ein Traum, so oder so. Mit dem Apotheken-Stärkungsgesetz soll dieser Traum bekanntlich in Erfüllung gehen. Doch das Gesetz hängt noch bei der EU-Kommission fest. Das allerdings hält die Techniker Krankenkasse (TK) nicht davon ab, zusammen mit begeisterten Apothekerinnen und Apothekern schon ein bisschen an pharmazeutischen Dienstleistungen zu basteln. Treffpunkt sind exklusive Workshops, in denen die Teilnehmer unter TK-Ägide darüber nachdenken, wie solche Dienstleistungen im Einzelnen aussehen und umgesetzt werden könnten. Liebes Tagebuch, das hört sich schon mal recht konstruktiv an, jedenfalls konstruktiver, als das, was von der ABDA zum Thema Dienstleistungen zu erfahren war. Dennoch, man sollte auch hier genau hinschauen, was dabei herauskommt, wenn eine Krankenkasse das Thema pharmazeutische Dienstleistungen anpackt. Der Knackpunkt werden auch hier die Honorare sein.



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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6 Kommentare

Kanzler oder Kanzlerin

von Bernd Jas am 16.02.2020 um 20:26 Uhr

Frau Merkel steht im Ausgabenbereich etwa bei 3,7 - 4,7 BILLIONEN €. (Lt. Dr. Daniel Stelter)
Geht noch mehr Schopping-Queen?
Diese Schulden reichen etwa für die nächsten 10 Generationen, mit der Voraussetzung einer sofortigen Vollbremsung der Staatsverschuldung, ansonsten geht das exponentiell weiter.
Es grüßen die abzubauenden AKW´s, die Energiewende, der Green-Deal, diverse Kleibauprojekte, die Draghi-Gelddruckmaschiene, die Niedrigzinspolitik, Rentensubventionierung (merkelt kein Mensch, soll auch nicht) ....und und und... vor allem die sozialistische Planwirtschaft.

Herr Kerlag, WIR SIND AUSVERKAUFT inklusive unserer Apotheken.

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Arge (Ver-) Standeszweifel

von Bernd Jas am 16.02.2020 um 15:33 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,
guten Morgen liebe Knötterköppe,

wo Sie grad´sagen au weia Herr Ditzel, auch wenn ein Herr Kippels beschwichtigend vermeldete:
„Wenn nicht bald was kommt, dann fordern die Mitglieder der AG Gesundheit der Union das Rx-Versandverbot.“

- können wir davon ausgehen, dass je vehementer und bruststärkender eine solche Forderung vor Apothekern gestellt wird, die AG-Gesundheit sicherlich auch bald wieder von der Bildfläche verschwunden sein wird.
Die ABDA macht dann was sie immer macht; auf bessere Zeiten hoffen.

Jou Herr Ditzel, unsere kleine Apothekenpolitik, … wird immer mehr zum Abbild des Gesamtgeschehens. Daher kann man davor die Augen nicht verschließen.
Erinnern Sie sich doch mal an die letzte Stichwahl des Parteivorsitzes und an das Hauen und Stechen was dieser vorausging. Da war Friedrich Merz auch erst mit den meisten Stimmen an der Pool-Position. Da es aber wesentlich Stromlinienförmiger geht, wurde mal eben mit der Black-Rock-Glocke geläutet, und schon war der Wandel zum ach so bösen Kapitalisten vollzogen, der so gar nicht in die sozialistische Planwirtschaft (siehe unsere kleine Apothekenpolitik) passt. Techtelmechtel mit MM passten da schon eher ins Konzept.
Die Nichtlieferbarkeiten sind ein ganz klarer Ausdruck dieser Politik und der Allmacht der KK. Überregulierung bis alle wieder Schlange stehen.
Alle Sonder-PZN vom Faktor 2. , 3. und 4. tragen seit geraumer Zeit bei uns den Nachsatz:
„Mit freundlichen Grüßen
Ihre Mangelverwaltung“
Ohne diese kleinen, mit schwarzem Humor gepuderten Bissigkeiten, ist es gar nicht mehr zum aushalten. Und was anderes ist es auch nicht, als planwirtschaftliche Mangelverwaltung!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Knötterzentrale

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AW: Arge (Ver-) Standeszweifel

von Thomas Kerlag am 16.02.2020 um 18:16 Uhr

Wir brauchen keinen Kanzler, der den Ausverkauf Deutschlands vorantreibt

AW: Arge (Ver-) Standeszweifel ... können mit unserem Verstand noch ganz andere Dinge vollbringen ...

von Christian Timme am 16.02.2020 um 20:09 Uhr

@T.Kerlag ...
Also wenn ich die Wahl zwischen Herrn Oberhänsli bzw. Spahn und Herrn F. Merz hätte liegt mir letzterer näher ... dieser ex. BlackRock Typ ist wirklich Intelligent und kann das auch "rüberbringen", die Zwischentöne passen auch noch ... wenn jetzt der Wähler zu dämlich ist ... ist der für immer weg ... und wie alle sitzen wieder dumm da ... und alles bleibt wie es ist. Herzlichen Glückwunsch ... für diese "teilende Einstellung" ...

ZAVA/ex-DrEd: Und wer lenkt NOVENTI ...?

von Gunnar Müller, Detmold am 16.02.2020 um 9:32 Uhr

Wohl doch der FSA e. V. als einiger Gesellschafter.
Dessen Vorstand:
Florian Picha, Internationale Ludwigs-Apotheke, München;
Jürgen Frasch, Rathaus-Apotheke, Weinstadt, 1. Vorsitzender;
Dr. Fritz Grasberger, Alte Stadt-Apotheke, Miesbach, 2. Vorsitzender;
Andreas Buck, 7 Schwaben Apotheke, Laupheim; und:
Mathias Arnold, Lilien-Apotheke, Halle
- im Nebenjob ABDA-Vize ...

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Wurm oder Apotheker ... oder geht auch Apotheker und Wurm?

von Christian Timme am 16.02.2020 um 9:26 Uhr

Man stelle sich vor ... die ABDA zieht vor das EuGH und klagt "gleiches Europarecht für ALLE" ein ... wenn schon Würmer ... dann bitte auch in Deutschland. Hier heißt der Grundgedanke ... was nicht verhindert werden kann ... wird gefordert und damit gefördert. Damit hätte die ABDA wenigstens im Abgang noch etwas erreicht ... "Würmer vereinigt euch" ...

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