Bühler-Petition

Schmidt: „Wir machen uns lächerlich“

Schladming - 23.01.2020, 20:35 Uhr

Die ABDA-Spitze mit BAK-Vize Thomas Benkert, Friedemann Schmidt, ABDA-Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz und Hessens Kammerpräsidentin Ursula Funke (v.l.n.r.) diskutierte in Schladming über das Rx-Versandverbot. (Foto: eda)

Die ABDA-Spitze mit BAK-Vize Thomas Benkert, Friedemann Schmidt, ABDA-Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz und Hessens Kammerpräsidentin Ursula Funke (v.l.n.r.) diskutierte in Schladming über das Rx-Versandverbot. (Foto: eda)


Die ABDA-Spitze wird das Engagement des Pharmaziestudenten Benedikt Bühler für ein Rx-Versandverbot nicht unterstützen. Bei der standespolitischen Diskussion im Rahmen des Pharmacon-Kongresses begründete ABDA-Präsident Friedemann Schmidt die Haltung mit der Beschlusslage der Mitgliederversammlung und des Deutschen Apothekertages. Schmidt nutzte das Forum auch, um allen Zuschauern zu demonstrieren, wie man selbst am besten von einem Rx-Versandverbot Abstand nehmen kann.

Die standespolitischen Diskussionen des Fortbildungskongresses Pharmacon der Bundesapothekerkammer in Schladming fallen seit einigen Jahren immer wieder in eine Zeit mit einer aufgeheizten Stimmung unter den Apothekern: War es Anfang 2018 das Honorargutachten des Bundeswirtschaftsministeriums, auf das die ABDA in den Augen vieler Berufskollegen unzureichend reagiert hatte, bewegten zum Jahresbeginn 2019 die Reformvorschläge von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Apotheker.

In diesem Jahr fand die Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer mit der Diskussionsrunde just eine Woche nach der Aufregung um die erfolgreiche Petition zum Rx-Versandverbot des Pharmaziestudenten Benedikt Bühler statt. Dieser hatte bei einem Hintergrundgespräch mit ABDA-Hauptgeschäftsführer Dr. Sebastian Schmitz, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt und Pressesprecher Dr. Reiner Kern um drei Gutachten gebeten, die im Auftrag der Standesvertretung die politische Forderung nach einem Rx-Versandverbot untermauern. Bühler wird am kommenden Montag sein Anliegen vor dem Petitionsausschuss des Bundestags vortragen.

Wie DAZ.online in der vergangenen Woche berichtete, verweigerten die ABDA-Vertreter dem Pharmaziestudenten die Herausgabe der Gutachten. Aus ihrer Sicht mache es derzeit keinen Sinn, sich für das Verbot einzusetzen. ABDA-Sprecher Kern wird mit den Worten zitiert: „Wir haben unter anderem erläutert, dass die verfasste Apothekerschaft das Rx-Versandverbot mangels Realisierungschance zugunsten einer Absicherung der Gleichpreisigkeit über das Sozialrecht zurückgestellt hat. Da macht es natürlich keinen Sinn, die Verbotsforderung jetzt wieder durch die Hintertür zu promoten.“

Das Vorgehen der ABDA insgesamt und speziell die Aussage Kerns sorgten für Aufregung im Apothekerlager. Einige Mitgliedsorganisationen – allen voran der Apothekerverband Westfalen-Lippe – wandten sich in Schreiben direkt an den geschäftsführenden Vorstand der ABDA und zeigten sich erschüttert über diese Reaktion.

Schmidt: Petitionen stehen nur Privatpersonen offen

Bei der diesjährigen Diskussionsrunde beim Pharmacon-Kongress war es daher kein Wunder, dass die Bühler-Petition zum Thema wurde. Wie in jedem Jahr hatten die Veranstalter die meisten Fragen der Zuschauer in den Tagen zuvor schriftlich eingesammelt und für die Moderation schwerpunktmäßig zusammengefasst. ABDA-Präsident Schmidt ließ sich, wie zu erwarten, nicht anmerken, ob er die Initiative für das Rx-Versandverbot in irgendeiner Weise gutheiße oder unterstütze – ob als Privatperson oder als Apotheker. In seiner Argumentation gab er formelle Gründe an, warum sich die ABDA oder die Kammern und Verbände gar nicht an einer Petition beteiligen dürfen. Eine Petition stehe nämlich nur Privatpersonen offen.

Inhaltlich gab Schmidt zu Bedenken, dass spätestens seit dem Deutschen Apothekertag 2019 eine eindeutige Beschlusslage der Hauptversammlung bestünde, die vorsehe, das von Gesundheitsminister Spahn auf den Weg gebrachte Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) „konstruktiv kritisch“ zu begleiten. Daher wäre es jetzt ein verheerendes Signal nach außen, wenn einzelne Mitgliedorganisationen die ABDA-Spitze auffordern Bühler zu unterstützen. „Wenn wir jetzt sagen ‚Das war alles nicht ernst gemeint‘ machen wir uns lächerlich“, so Schmidt.

Wie waren die Beschlüsse wirklich?

Doch der ABDA-Präsident hat damit die tatsächliche politische Beschlusslage nur unvollständig wiedergegeben. Die Hauptversammlung der Apotheker hatte auf dem Deutschen Apothekertag im vergangenen September vielmehr beschlossen, den Gesetzgeber aufzufordern, den Bundesratsbeschluss für ein Rx-Versandverbot in das Gesetzgebungsverfahren zum Apotheken-Stärkungsgesetz „ergänzend einzubringen“. Auch die ABDA-Mitgliederversammlung hat das Rx-Versandverbot als Handlungsoption bezeichnet. Dass die ABDA Bühler die Herausgabe der juristischen Gutachten zum Rx-Versandverbot verweigert, wird also zurecht von vielen Apothekern und Mitgliedsorganisationen kritisiert.

Um der Diskussion in Schladming doch noch eine persönliche Note zu verleihen, verriet Friedemann Schmidt den Zuschauern, wie er es selbst geschafft hat, sich von der Forderung nach einem Rx-Versandverbot zu lösen. Dies sei politisch nämlich genau so aussichtslos, wie bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ein Tempolimit auf Autobahnen zu fordern oder Grünen-Chefin Annalena Baerbock für eine Widerspruchslösung in der Organspende zu gewinnen. Man solle einmal laut „Buuuh“ rufen und sich dann zurücklehnen und nach vorne schauen. Diese Aussage kritisierte Bayerns Ex-Kammerpräsident Dr. Ulrich Krötsch: Man dürfe nach einem „Buuuh“-Ruf nicht einfach das Denken und Handeln einstellen.



Dr. Armin Edalat, Apotheker, Chefredakteur DAZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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31 Kommentare

F, Schmidt Bühler

von Alexander Zeitler am 27.01.2020 um 1:51 Uhr

Bitte Herr SChmidt,
treten Sie zurück.
Kümmern Sie sich um Ihre Apotheke. Es reicht.

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ABDA-Präsident Schmidt: Treten Sie sofort zurück!

von Dr. Friederike Friedrich-Harder am 26.01.2020 um 19:42 Uhr

Die Äußerungen von Herrn Schmidt auf dem jüngsten Pharmacon-Kongress "persönlich geschafft habe er es, sich von der Forderung nach einem Rx-Versandverbot zu lösen, indem er einmal laut „Buuuh“ gerufen und sich dann zurückgelehnt und nach vorne geschaut habe" als Handlungsempfehlung ist ein ungeheuerliches Statement! Dieses und die Unterdrückung von durch uns Mitgliedern bezahlten Rechtsgutachten gegenüber cand. pharm. Bühler zeigen, dass Herr Schmidt - sowie offenkundig die aktuellen ABDA-Spitze insgesamt - sich nicht (mehr) ernsthaft-kompetitiv für unsere Interessen einsetzt. Ergo: Der sofortige Rücktritt von Herrn Schmidt ist nötig, damit unsere Interessen zukünftig beinhart, nachhaltig und engagiert vertreten werden!

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ABDA

von Gebhard Reich am 25.01.2020 um 17:01 Uhr

und wie immer gilt der alte Spruch: der größte Feind des Apothekers ist der Apotheker selbst.

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Sind Auslandspodiumsgespräche noch zeitgemäß?

von Heiko Barz am 25.01.2020 um 13:07 Uhr

Es ist schon eine bitterböse Erkenntnis, dass sich dieser „elitäre“ Expertenkreis der allseits immer gleichen berufspolitischen Protagonisten - für uns Basisapotheker in unerschwinglichen, zeitlich wie auch finanziell, unerreichbaren Auslandssymposien fernab jeder Realität bewegt.
Tausende Deutscher Apotheker haben nicht die Spur einer Chance sich auf diesem Terrain der sogenannten Führungselite mit kritischen Fragen zu stellen. Und wieviele Existenz bedingende Fragen angebracht werden können, hat doch schon der letzte AT gezeigt, bei dem kaum ein Kollege seine Fragen zeitlich bedrängt darstellen konnte.
Ich glaube ehemals Davos und jetzt Schladming haben in unserer Pharmawelt nichts mehr zu suchen, weil Auslandskongresse das berufspolitische Allgemeinwohl nicht mehr widerspiegeln können. Vor Jahren schon habe ich gefordert, dass diese Art berufspolitischer Offenbarung an Ortschaften stattzufinden hat, die von Vielen zeitlich wie auch örtlich einfacher zu erreichen sein muß.

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Zahlung einstellen

von Dr. Baehs am 24.01.2020 um 23:23 Uhr

Jetzt sind WIR jetzt gefordert. Nach der Arbeitsverweigerung kommt die Zahlungsverweigerung.
Wenn WIR ALLE unsere Kammerbeiträge zurückbuchen lassen, dann wollen wir doch mal sehen was passiert!

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AW: Zahlung einstellen

von Elke Obendorf am 25.01.2020 um 9:28 Uhr

Vielen Dank für diese Forderung an die Basis. Geld regiert die Welt. Wenn wir also unserer Standesvertretung den Geldhahn zudrehen, dann müssen sie reagieren.
Aber sicher ist das rechtlich wieder irgendwie nicht möglich, oder die Angst vor rechtlichen Konsequenzen ist uns Apothekern ja schon seit vielen Jahren in die Wiege gelegt worden.
Warum muss ich dafür bezahlen, dass meine Zukunft ruiniert wird, von Menschen, die dafür da wären, unsere Interessen zu vertreten?
Ich frage mich immer, wie es kommen kann, dass die ABDA-Spitze so offensichtlich gegen uns arbeitet? Was wissen die, was wir nicht wissen? Oder ist es einfach nur wieder Geld, dass deren Welt regiert? Nur wessen Geld ist es, dass da vielleicht in deren Säckel fließt?
Herr Bühler, ich wünsche Ihnen viel Kraft für den Montag. Danke, dass Sie sich einsetzen und den Mut und den Einsatz zeigen, den ich selbst nicht aufbringen kann.
Vielleicht sollte die Basis auch mal ernsthaft über einen Streik nachdenken. Aber auch damit tut sie sich ja bekanntlich verdammt schwer ....

Nichts

von Kamil am 24.01.2020 um 20:56 Uhr

Mir fallen leider inzwischen nichts als verachtende Worte und Beleidigungen für unsere "Standesvertretung" ein. Ich verstehe nicht wie die ABDA von den Kammern und Verbänden unterstützt werden kann. Vor allem nach einer so offensichtlich ausgesprochenen Arbeitsverweigerung von Schmidt. Es ist einfach nur traurig und kann einen nur wütend machen (außer man gehört zu einer der anderen Parteien, dann ist es Comedy).

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StandesZERtretung

von Christina Hiller am 24.01.2020 um 20:47 Uhr

Ein Vorstand hat die Aufgabe, den Willen der Mehrheit zu vertreten.
Sollte unsere Spitze noch ein bisschen Respekt vor sich selbst haben, entweder Segel neu setzen und den Willen der Mehrheit vertreten (auch wenn es gegen die EIGENE Meinung spricht) oder Platz machen für fähige Leute, die uns nicht die eigene Zukunft verbauen! Herr FS hat sich schon lange lächerlich gemacht!

Viel Glück lieber Benedikt!

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Nur noch peinlich

von J.M.L. am 24.01.2020 um 17:21 Uhr

Wir haben mal darüber gelacht als es hieß "es hätte noch schlimmer kommen können", heute bleibt einem das Lachen im Halse stecken. ABDA Ihr braucht keine Angst zu haben, Euch lächerlich zu machen, ihr seid schon längst eine Lachnummer von der selbst ein Arzt (!) zu mir sagte, Zitat: "Warum habt ihr eigentlich eine so schlechte Standesvertretung". Ihr seid nicht lächerlich, Ihr seid peinlich hoch drei.

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Es reicht.....

von Marco Luckhardt am 24.01.2020 um 14:22 Uhr

....aber vielenerstmal Dank an unseren " el Presidente" für die jetzt endgültig offengelegte Arroganz und Realitätsferne.
Tun Sie sich selbst und vor allem uns Apothekern und Apothekerinnen, die jeden Tag diesen überfrachteten Irrsinn in der Offizin ertragen & irgendwie managen müssen, einen Gefallen und TRETEN Sie zurück.
Lächerlich ist nämlich nur ihr gesamtes Verhalten in diesem Trauerspiel der ganzen zurückliegenden Jahre.
Der Frust ist so angewachsen, mehr geht nicht!!!
Endlich muss Kante gezeigt werden. Nicht kuschen, zumal
wir im Recht sind und dabei auch die Unterstützung des weitaus größten Teils der Bevölkerung haben.
Hier müssen Frauen und Männer an die Spitze , die das auch offensiv vertreten ! Benedikt Bühler wünsche ich viel Kraft und Standhaftigkeit. Hut ab vor Ihrem Engagement!!
Stark!!!

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Nicht "wir" machen uns lächerlich!

von JF am 24.01.2020 um 12:25 Uhr

Kein Problem Herr Schmidt!
Es sind nicht wir Apotheker, die sich "lächerlich" machen!
Die Forderung eines RX-Versand-Verbotes, das in vielen anderen EU-Staaten offensichtlich mit geltendem EU-Recht vereinbar ist, sollte doch schon allein mit dem "Gleichbehandlungs-Grundsatz" - von einer früheren Ministerin volkstümlich "gleich lange Spieße" bezeichnet- begründbar sein.

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Für mich ...

von Thorsten Dunckel am 24.01.2020 um 11:02 Uhr

... sind Schmidt und seine Speichellecker nur noch "Jensis-Platzhalter". So lange diese Typen die Stanndesvertretung für brauchbare Leute blockieren, kann Spahn sein "Werk" vollenden. Für diese LÄCHERLICHE FÜHRUNG habe ich auch nur ein Wort übrig: BUUUH!!!

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buuuuuuuh!

von Pille Palle am 24.01.2020 um 10:51 Uhr

so wenig Selbst- Reflexion? Warum dann keine weitere Amtszeit? Aber vor allem: warum klebt der Mann so an seinem Stuhl- er hat´s vergeigt, wie es schlimmer nicht geht. Und dann von Lächerlichkeit zu sprechen- ja.. aber es ist seine eigene. Wenn man MdBs anschreibt in der Verzweiflung und die Lage der Apotheken und die Abhängigkeit vom Rx VV beschreibt, bekommt man ja die Antwort- die Standesvertetung sähe das aber anders... WIE blind kann man sein? Herr Schmidt, da reicht nicht der Optiker, da muss der Therapeut ran! ABGANG aber subito. UND für Herrn Bühler: APPLAUS, endlich mal ein Nachwuchs mit Rückgrat!! Radfahrer hatten wir nun schon in genügender Anzahl- die neue Generation sollte beweisen, dass sie des Nachdenkens und des Kämpfens fähig und willens ist. BRAVO BRAVO BRAVO!! mit den allerbesten und optimistischsten Wünschen für den 27. Januar!!

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Abgehoben

von Reinhard Rokitta am 24.01.2020 um 10:36 Uhr

Was ist das für eine arrogante Berufsvertretung? Bekommt nichts, aber auch gar nichts geregelt, und diskriminiert alle, die hinter dem RX-Versandverbot stehen!!!
Diese Gleichung hat leider immer noch seine Berechtigung:
ABDA = WEGDA

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AW: Abgehoben

von Dieter Dosquet am 24.01.2020 um 13:28 Uhr

In sich lächerlich machen hat diese "Truppe" die meiste Erfahrung, geht nichts über Tradition

Lächerlich?

von Roland Mückschel am 24.01.2020 um 10:26 Uhr

Aha, wir machen uns lächerlich?
Das machen wir uns schon lange mit
unserer Vertretung.
Ab da...

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Kein Wunder!

von Cornelius Zink am 24.01.2020 um 10:22 Uhr

Kein Wunder wenn Apothekerinnen und Apotheker einmal laut "Buuuh!" rufen und der öffentlichen Apotheke dann den Rücken zukehren.
Bei solchen Leuten als Standesvertretung brauch man ja auch keine Feinde mehr.

Wie soll das Bewusstsein der Gesellschaft für den Apothekerberuf und Arzneimittel geschärft werden, wenn rezeptpflichtige Arzneimittel genau wie DVDs und Klopapier einfach versendet werden?

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Schmidt MUSS zurücktreten

von Stefan Heider am 24.01.2020 um 9:54 Uhr

Ich kann mich meinen Vor-Kommentatoren nur anschließen. Kurz zusammengefasst:
- Der Beschluss der auf dem DAT war eindeutig, und zwar in der Weise, dass RX Versandverbot (u.a.) weiter zu verfolgen
- Herr Schmidt verweigert ein von allen bezahltes Gutachten
- Der Kammerpräsident ruft öffentlich zum Zurücklehnen und Buhh machen auf.....
Ergo: Wenn Herr Schmidt nicht von selbst zurücktritt, muss er von der Basis dahingehend überzeugt werden
PS: Durch Rücktritt des Kammerpräsidenten wäre auch gleich das Dilemma gelöst, bei der Politik gut Wetter zu machen und trotzdem das RX Versandverbot zu fordern

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lächerlich

von pille62 am 24.01.2020 um 9:47 Uhr

also der einzige der sich hier lächerlich macht, ist Herr Schmidt und alle im Abda Vorstand die ihn unterstützen.
Wer Glaubt, das Herr Spahn ehrlich eine Gleichpreisigkeit erreichen möchte, ist naiv.
Spätestens das neue Gutachten, übrigens mit einer entschiedenen Gegenerin des bestehnden Sytems, wird beweisen, das wir keine Gleichpreisgkeit erhalten können und bedauerlicherweise die Empfehlung sei diese dann komplett aufzugeben.
Alle sehen das, nur unsere Funktonäre nicht.
Und ein zwanzigjähriger Pharmazie-Student erhält im Petitionsauschuss die Möglichkeit MdB´s mit guten Argumenten einen anderen
Weg aufzuzeigen und die alten Säcke lassen Ihn im Regen stehen.
Für mich unfassbar!!!!!

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Buh...

von Hummelmann am 24.01.2020 um 9:42 Uhr

Politik machen bedeutet STREITEN um den besten Weg und am Ende einen Kompromiss finden, der beiden Seiten nicht wirklich gut gefällt. Ganz offensichtlich bedeutet für unsere Standesführung Politik machen, von Anfang an nur das zu fordern, was die Gegenseite freiwillig bereit ist zu geben und am Ende gefällt das Ergebnis nur den Apothekern nicht. Die beitragszahlenden Mitglieder werden dann darüber informiert, wie schwer es war dieses Ergebnis zu erzielen. In der Regel mit dem Satz: "Es hätte auch schlimmer kommen können."
Ich bin jetzt 30 Jahre als selbständiger Apotheker tätig. Sie glauben ja gar nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Wenn ich aber an meine Anfangszeit denke und die heutige Apothekenrealität betrachte (Festbeträge, Mehrkosten, Hilfmittellieferverträge, Präqualifizierung, QMS, Datenschutzgrundverordnung, freie OTC-Preise, Versandhandel, RX-Rabatte, Lieferengpässe, Reimport-Quote, Retaxationen, eRezept-Ausstellung nach Onlineberatung, jahrelange Stagnation der Vergütung deutlich unter dem Preisindex usw. usw.) kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, was eigentlich ohne Zutun unserer Standespolitik "noch schlimmer" sein könnte als das, was unserem Berufsstand in naher Zukunft bevorsteht.
Ich bin ja gar nicht gegen Erneuerung. Mir ist klar, dass sich unser Berufsstand im Laufe der Zeit immer wieder neu erfinden muss, weil sich die Aufgaben wandeln. Aber bitte unter adäquater Entlohnung. Wenn es um die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung geht, darf ein Wettbewerb nur stattfinden, solange die Spielregeln dafür sorgen, dass jeder Teilnehmer die gleichen Chancen auf Gewinn hat. Das kann ich in allen Vorschlägen ohne RX-Versandverbot nicht erkennen. Das müssen wir der Politik JEDERZEIT erklären.
Sie empfehlen uns dagegen "Buh rufen und nichts mehr tun"?
Gut, dann rufe ich:
"Buh Spahn, Buh ABDA" und gehe in Rente.

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AW: Buh

von Dirk Krüger am 24.01.2020 um 15:32 Uhr

Auch ich bin weit über 30 Jahre im Beruf und habe schon viele ABDA-Präsiden kommen und gehen sehen. Während auf unseren Berufsstand immer wieder scharf geschossen wurde, warf die ABDA allenfalls mit Wattebällchen. Die gravierenden, ausschließlich negativen Folgen haben Sie vollumfänglich beschrieben. Es gibt eine, aus meiner Sicht aber auch nur diese eine, rühmliche Ausnahme: die Einführung der Notdienstvergütung. Aber sonst: Fehlanzeige.
Kämpfen und verlieren ist das Eine. Nicht kämpfen ist das Andere. Die ABDA hat das "Spiel" um das Rx-VV schon aufgegeben, bevor sie das Spielfeld betrat. Sie ist gar nicht erst aus der Kabine ( dem Elfenbeinturm ) gekommen. Das ist unverzeihlich. Aber die arroganten Herren da oben kleben an ihren Sesseln. Und: wir kleinen Apothekerlein, die wir ja nicht ABDA-Mitglieder, sondern "nur" Mitglieder der Kammern und Verbände sind, können nichts daran ändern, da eben diese Kammern und Verbände nichts unternehmen. Was für ein krankes System!
Ich kann und will es nicht mehr ertragen. Bitter, dass die Politik ( mit kräftiger Unterstützung unserer so genannten "Berufsvertretung" !!!) mir die Freude am Beruf so vermiest hat. Ich hätte nie gedacht, dass ich den Ruhestand so herbeisehne.

Wen die ABDA so alles lächerlich macht

von Rainer W. am 24.01.2020 um 9:20 Uhr

- Ihre Mitgliedsorganisationen, die ein weiteres Verfolgen des RxVV beschlossen haben
- Den Bundesrat, der zwei(!) mal für ein RxVV abgestimmt hat
- Bühler und alle Studenten und Apotheken und die 400.000 Bürger die für ein RxVV unterschrieben haben
- sich selbst, die einst ein "Schießen aus allen Rohren" verkündet haben
- Schmidt, der "zurücklehnen" als Zukunftsstrategie verkündet anstatt in dieser kritischen Phase seinen Hut zu nehmen und sich nicht auf unsere Kosten zurückzulhenen.
- Die gesamte ABDA, die ein ums andere mal von Spahn und der Politik abgewatscht wurde und nun mit einem "Mehr davon bitte" die andere Wange hinhält und alle ausgesprochenen Drohungen kampflos fallen lässt.

Offensichtlicher kann man nicht zur schau stellen dass die ABDA nur ihre eigenen aber sicher nicht die Interessen der meisten Apotheken vertritt...

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Lächerlich ?

von Dr. Alfred Stuhler am 24.01.2020 um 8:45 Uhr

Der Einzige, der sich lächerlich macht ist (unser) ABDA-Präsident. Was die Petition angeht, mag er ja formal im Recht sein. Aber Herrn Bühler nicht zu unterstützen ist eine Frechheit und eine Unterlassung. Herr Schmidt, treten Sie zurück und belasten Sie unseren Berufsstand nicht noch ein weiteres Jahr. Es wird peinlich.

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Scheuer u. Co.

von Jan Kusterer am 24.01.2020 um 8:30 Uhr

Vielleicht macht es keinen Sinn bei Herrn Scheuer ein Tempolimit zu fordern, aber Politik sollte an Themen ausgerichtet sein und nicht an Personen. Wenn also eine Forderung sinnvoll ist (wie das RxVV) sollte man Buuuuuh zur verantwortlichen Person sagen (noch einmal winken) und mit dem selben intensiven Druck seine Forderung beim nachfolgend Verantwortlichen anbringen und durchsetzen. Manche Vergleiche hinken nicht mehr, denen fehlen die Beine.......

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.

von Anita Peter am 24.01.2020 um 5:57 Uhr

Mit was haben wir Sie verdient Herr Schmidt? Nur weil Spahn Politik für seine alten Geschäftspartner macht, geben Sie klein bei und arbeiten gegen die Vor Ort Apotheken? Sie sollten sich was schämen!
Gerade den Umwelthype sollte man noch miteinbinden und klar die verheerende Umweltbilanz des Versandes aufzeigen!

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Lächerlich

von Reinhard Rodiger am 23.01.2020 um 23:58 Uhr

Es ist ein Armutszeugnis, ein begründetes Ziel völlig ohne Kampf aufzugeben, wenn eine Alternative nicht sehr wahrscheinlich geworden ist.Und gleichzeitig, den Auftrag der Mitglieder ignorieren.Das liefert der Politik freies Spiel. Sie hat ja einen Deal. Regt sich jemand, der das Ziel ernst nimmt und handelt, lässt man ihn stehen.Genauso wie die Initiativen zu Lieferengpässen. Plausibler kann man sich nicht lächerlich machen.Und dann noch einen Slogan kopieren.
Auch die Ostverträge waren völlig aussichtslos.Die meisten hohen Verdi-Abschlüsse waren völlig aussichtslos.Jeder Ausgleich ist völlig aussichtslos, wenn man mit sein Ziel als aussichtslos mitteilt und intensiv so propagiert.Auch lächerlich-von anderer Seite.

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Zurücklehnen

von Ulrich Ströh am 23.01.2020 um 22:33 Uhr

Buuuh rufen und zurücklehnen als Erfolgskonzept?
Gibts als Empfehlung nur bei Apothekers.

Aber wenn es uns denn hilft....

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Lächerlich

von peter am 23.01.2020 um 22:24 Uhr

Es gibt nur einen, der sich hier lächerlich macht
und das ist ganz bestimmt nicht Herr Bühler.
Herr Schmidt gehen sie einfach wieder nach Hause und überlassen sie die Arbeit mutigeren
Kollegen. Herrn Schmitz und Herrn Kern bitte gleich
mitnehmen.

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Lächerlich

von Ulrich Plemper am 23.01.2020 um 21:25 Uhr

Ja Herr Schmidt, „lächerlich“ - so stellt sich die ABDA in die ihrer Willfährigkeit Herrn Spahn gegenüber längst schon dar....
seit Jahren keinerlei Mumm, den zu zeigen musste erst ein Pharmaziestudent kommen....

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machen?

von Pharmi am 23.01.2020 um 21:18 Uhr

Ihr HABT euch schon lächerlich gemacht...

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Schmidt

von Conny am 23.01.2020 um 21:00 Uhr

Schmidt geh mit Gott aber geh !

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