Stellungnahme zum SZ-/NDR-Bericht

CGM: Sicherheitslücken in den Praxen haben nichts mit der TI zu tun

Stuttgart - 28.11.2019, 11:59 Uhr

Die überwiegende Mehrheit der Arztpraxen hatte bereits vor der Konnektor-Installation einen Zugang zum Internet. Ein zusätzlich parallel installierter Konnektor ändert laut CGM und Gematik nichts am Schutzniveau des bestehenden Internetzugangs. (s / Foto: smolaw11/stock.adobe.com)

Die überwiegende Mehrheit der Arztpraxen hatte bereits vor der Konnektor-Installation einen Zugang zum Internet. Ein zusätzlich parallel installierter Konnektor ändert laut CGM und Gematik nichts am Schutzniveau des bestehenden Internetzugangs. (s / Foto: smolaw11/stock.adobe.com)


Drohen auch bei den Apotheken Sicherheistlücken?

Die Techniker, mit denen CGM arbeitet, sind laut eigener Aussage ausgebildet und zertifiziert und in mehrtägigen Schulungen in der TI-Thematik auf Basis der Gematik- Vorgaben geschult. Die meisten Praxen würden schon seit Jahren von diesen Technikern betreut. Wenn Firewalls und Virenschutz trotz Empfehlung in der Vergangenheit nicht installiert wurden, habe dies nichts mit dem TI-Anschluss an sich zu tun. Bei der Installation folgen die Techniker laut CGM den Vorgaben der Gematik. Zu deren Einhaltung seien sie vertraglich gegenüber der CGM verpflichtet. Als Nachweis soll es ein Abnahmeprotokoll geben, das einen Hinweis auf die vorgefundene Sicherheitsstufe enthalte. Im Falle einer als niedrig eingestuften Sicherheitsstufe werde mit dem Praxisinhaber über die Sicherheit gesprochen. Aber: Die Beauftragung eines IT Dienstleisters seiner Wahl, um die Sicherheit des gewählten Internetanschlusses zu erhöhen, obliege dem Praxisinhaber, so die CGM.

Welche Installationsmethode nun konkret von CGM vorgenommen wird, parallel oder in Reihe, und ob man auf Nachfrage die jeweils andere anbiete, dazu machte CGM keine Aussage.

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„Auch Apotheken müssen ihren Internetanschluss schützen – wie bisher auch schon“

Zu der Frage, ob beim bevorstehenden TI-Anschluss der Apotheken ähnliche Sicherheitslücken drohen, erklärt CGM: „Beim TI-Anschluss in Apotheken gelten grundsätzlich die gleichen Rahmenbedingungen wie auch in Arztpraxen. Auch dort ist, wie bisher auch schon, der Internetanschluss der Apotheke gesondert gegen Angriffe von außen zu schützen. Dies setzt voraus, dass die eingesetzten Systeme immer auf dem aktuellsten Stand sind. CGM-Lauer-Kunden haben beim Einsatz von Winapo® bereits eine entsprechende Firewall und Virenschutzlösung in Betrieb, um die Apotheke bestmöglich von außen und innen zu schützen.“

Laut Pressemitteilung der Gematik werden mit einem richtig installierten Konnektor Patientendaten in der Praxis sogar effektiver als bisher geschützt. Denn der Konnektor besitze – neben notwendigen Funktionen eines Routers – vor allem Sicherheitsfunktionen wie beispielsweise eine Firewall. Diese blockiere jede eingehende Verbindung aus der Telematikinfrastruktur in die Arztpraxis und könne auch die Verbindung ins Internet sichern, heißt es.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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