Kontrollierte Abgabe

Ändert die Union bei der Cannabis-Legalisierung ihren Kurs?

Remagen - 28.10.2019, 07:00 Uhr

Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), stellt eine Kursänderung der Union in Sachen Cannabis-Legalisierung in Aussicht. ( r / Foto: imago images / Spicker)

Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), stellt eine Kursänderung der Union in Sachen Cannabis-Legalisierung in Aussicht. ( r / Foto: imago images / Spicker)


Wackelt der heftige Widerstand von CDU und CSU gegen eine Legalisierung von Cannabis nun doch? Äußerungen der neuen Bundes-Drogenbeauftragten Daniela Ludwig (CSU) und der gesundheitspolitischen Sprecherin der Unionsfraktion Karin Maag (CDU) lassen darauf schließen.

Dass SPD, Grüne, FDP und die Linkspartei die kontrollierte Cannabis-Abgabe an Erwachsene befürworten, ist sattsam bekannt. Nun scheint es aber auch eine Kehrtwende bei der Union zu geben. Dies berichten verschiedene Medien, darunter die „Neue Westfälische“. Die Zeitung verweist auf eine Äußerung von Unions-Gesundheitspolitikerin Karin Maag (CDU) in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Auf die Frage, ob auch die Union inzwischen darüber nachdenke, sagte Maag: „Selbstverständlich denken wir darüber nach, und zwar schon seit Jahren.“ Natürlich werde man nicht vom einmaligen Gebrauch süchtig, habe die gesundheitspolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion angefügt. Genau deshalb habe man sich auch verschiedene Projekte einer kontrollierten Abgabe angesehen.

„Kommt nicht in die Tüte“

Bislang galten CDU und CSU als kategorische Gegner der Legalisierung von Cannabis. „Legalisierung von Cannabis: Kiffen kommt der Koalition nicht in die Tüte“, hatte der Tagesspiegel vor fast genau einem Jahr getitelt. Anlass war die Vorstellung des Drogenberichts 2018 durch die damalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler, eine entschiedene Gegnerin der Legalisierung des Cannabis-Konsums. Die CSU-Politikerin soll mit ihrem rigiden Kurs politisch allerdings zunehmend ins Abseits geraten sein.

Ablehnung im Gesundheitsausschuss

Der Gesundheitsausschuss im Bundestag hatte sich Anfang Juni gegen eine Entkriminalisierung von Cannabis sowie gegen Modellprojekte ausgesprochen. Sowohl ein Antrag der FDP auf kontrollierte Freigabe zu Studienzwecken als auch ein Antrag der Linken auf Entkriminalisierung wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Anträge liegen dem Bundestag seit anderthalb Jahren vor, ebenso wie der Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes der Grünen, über den bei der Tagung des Gesundheitsausschusses jedoch nicht entschieden wurde.

„Aufhören mit ideologisch aufgeladenen Schwarz-oder-Weiß-Debatten“

Marlene Mortler wurde am 1. Juli dieses Jahres aus ihrem Amt verabschiedet. An ihre Stelle trat die 44jährige Juristin und Parteikollegin Daniela Ludwig. Schon Ende September hatte die neue Bundesdrogenbeauftragte ein Ende der „Verbotspolitik“ und einen „Neuanfang“ in der Debatte gefordert. Nun bekräftigt sie ihre Auffassung. Der Neuen Osnabrücker Zeitung (Freitag) sagte sie: „Wir müssen aufhören mit ideologisch aufgeladenen Schwarz-oder-Weiß-Debatten, denn so kommen wir schlichtweg nicht weiter.“ Zentral sei für sie die Frage: „Was schützt am Ende des Tages die Gesundheit der Menschen, insbesondere von Jugendlichen, am besten und welcher Weg ist für die Situation hierzulande der sinnvollste?“

Ausreichender Jugendschutz fehlt

Genau hier setzt auch die Unions-Gesundheitspolitikerin Maag an. Sie sehe die Voraussetzungen für eine Legalisierung des Kiffens noch nicht als gegeben an, schreibt die Zeitung weiter, unter anderem, weil der Jugendschutz bisher nirgendwo überzeugend geregelt sei. Und gerade für junge Menschen sei auch der gelegentliche Konsum gesundheitsschädigend. Unterstützung bekommt Maag laut „Neue Westfälische“ von dem Sucht-Beauftragten beim Berufsverband der Ärzte für Kinder- und Jugendmedizin (BVKJ) Matthias Brockstedt. Er halte ein neues Jugendschutzgesetz für „dringend notwendig", jedoch fehlten aus seiner Sicht bei den Parteien, die Cannabis legalisieren wollen, die konkreten Ausformulierungen und auch die dazugehörigen Verordnungen, um einen solcherart gestalteten Jugendschutz umzusetzen.

FDP: „Es darf nicht bei Ankündigungen bleiben“

„Es ist erfreulich, dass die bisher von der Union vehement verteidigte Cannabis-Prohibitionspolitik offenbar zu Ende geht“, kommentiert der drogen- und suchtpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Wieland Schinnenburg die Äußerungen aus der Union. „Wenn die Union es ernst meint, darf es nicht bei Ankündigungen bleiben.“ Die FDP-Fraktion fordere eine kontrollierte Cannabis-Abgabe über Apotheken und speziell lizensierte Geschäfte schon lange, meint Schinnenburg, und verweist auf den Antrag, den seine Partei dazu in den Deutschen Bundestag eingebracht hat. Bis zu vier Millionen Menschen konsumierten in Deutschland Cannabis, das aus dubiosen Quellen auf dem Schwarzmarkt bezogen werde. Außerdem würden dadurch zu viele Ressourcen bei den Strafverfolgungsbehörden blockiert. Weiterhin würde der Staat mit einer kontrollierten Abgabe mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr einnehmen, die für Prävention und Therapie von Drogensucht ausgegeben werden könnten, gibt der suchtpolitische Sprecher der FDP-Fraktion als Begründung an

Spahn: „Bei diesem Thema kein Ideologe“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte Ende Juli in einem Podcast-Gespräch mit FDP-Chef Christian Lindner kundgetan, er sehe im Moment keinen Grund, Cannabis auch über den medizinischen Gebrauch hinaus zu legalisieren, allerdings sei er auch „kein Ideologe“, was das Thema betrifft.



Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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31 Kommentare

Einstiegsdroge? Nö.

von Ja wie auch immer... am 13.11.2019 um 1:47 Uhr

Rauche diese harmlose Pflanze seit meinem 16. Lebensjahr und bin mittlerweile 33. Was die sucht angeht, kann ich nur sagen, diese liegt bei 0,0009%.... Habe sie auch nicht durchgehend konsumiert, es lagen teilweise Jahre dazwischen. Mein konsum hat sich jedoch gesteigert, nachdem ich mit 28 Jahren einen schweren zweifachen Bandscheibenvorfall (LWS) hatte. Da mir die Risiken einer OP zur hoch waren und noch sind, beträgt mein konsum stabil 2g die Woche. Das ist meiner Ansicht nach besser als sich den Magen zu schrotten, weil man sonst 3 mal täglich 600er ibus einwirft, die einem im Endeffekt nicht helfen. Diese Wirkung der ibus lassen sich natürlich mit Kombination mit Alkohol steigern, aber welch einen schaden richtet man sich damit an. Die Pharmaindustrie freut sich sicherlich um den umsatz und die Alkoholsteuer dürfen wir natürlich auch nicht aus den Augen lassen. Menschen die wirklich einfach nur hilfe wollen, werden meiner Ansicht nach mit den ganzen Chemie der Pharmaindustrie, ausgebeutet! Aber nun zurück zum THC, wie gesagt liegt mein konsum bei 2g die Woche. Diese 2g konsumiere ich nur wenn es ganz schlimm wird mit den schmerzen, meistens komme ich mit nur einem g die woche aus. Und welche dauerhaften Hirnschäden werden hier eigentlich angesprochen, es gibt bereits Studien die es belegen, dass es NULL, NIX, ZERO an Langzeit oder überhaupt Hirnschäden gibt! Besser informieren wäre angebracht, bevor man sich bei diesem Thema als Politiker äußern tut!

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legalize it

von Torsten am 04.11.2019 um 21:14 Uhr

Ein Kurswechsel ist schon lange überfällig!! legalize it

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Frau Ludwig

von Jupp am 30.10.2019 um 15:39 Uhr

Ich verfolge Frau Ludwig seit Amtsantritt und muß echt sagen: Sie macht das "Artfremde" wesentlich besser als alle anderen! Sie informiert sich, sie interessiert sich, sie fragt nach, sie lässt ihre eigene Meinung hierzu außen vor. An ihr können sich die meisten Politiker echt eine Scheibe abschneiden.

Ich bin auch der Meinung, dass Canabis legalisiert gehört. Normalerweise ist Deutschland ein Land der Neuheiten, Forschung, Innovationen, Erfindungen. Wir haben in diesem Bereich erhebliche Rückschritte gemacht. Diese Pflanze aus der man alles herstellen kann muß mal genauer erforscht werden (aber da hat sicherlich die Pharmaindustrie was dagegen).

Es gibt den guten Grundsatz: Wer heilt - hat Recht!
Cannabis kann viele unserer heutigen Probleme heilen. Wächst wie Unkraut überall, macht gute Laune (ohne aggressiv oder laut zu machen), kann sicherlich auch noch vermehrt in der Verpackungsindustrie eingesetzt werden (weg vom Plastik), lindert Schmerzen, hilft bei bestimmten Krankheiten (auch erwiesenermaßen inzwischen bei bestimmten Krebsarten!), Depressionen mildern, man kann Kleidung daraus herstellen, Nahrungsmittel, etc. etc. Sie muss nicht gedüngt werden, gedeiht an den unmöglichsten Orten, CBD wirkt zudem noch gegen Angstzustände oder Nervosität (ohne zu Berauschen)... BITTE legalisiert unsere Problemlöserpflanze Nummer Eins. Nur dann kann auch VOLL in die Forschung eingestiegen werden.

Zu mir selbst: ich kenne Alkohol, ich kenne Nikotin und ich kenne Cannabis. Wenn eine von diesen Drogen nicht körperlich süchtig macht - dann Cannabis.

Vielleicht psychisch. Ja! Aber nur weil sie einem ein gutes Gefühl gibt, weil man dann ganz man selbst ist, positiv... Und etwas Positives fehlt uns in diesem Land schon lange.

Vielleicht kommen wir uns mit dieser Pflanze auch wieder näher? Kein Fremdenhass weil man zusammen einen raucht und sich nicht die Bierkrüge um den Schädel haut? Warum nicht! Ok. Bisschen weit hergeholt... Aber uns fehlt in Deutschland einfach die gute Gelassenheit.

LEGALIZE IT! It's time!

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AW: Frau Ludwig

von Chris am 30.10.2019 um 16:39 Uhr

Super Kommentar und nein, es ist nicht weit hergeholt, es entspricht den Tatsachen.
Weiter so, denn es muss sich dringend ändern. Es geht um Menschen.

Legalisierung

von Chris am 30.10.2019 um 7:09 Uhr

Es wird endlich Zeit für die Legalisierung!
Was hilft mir die Möglichkeit auf ein Cannabis Medikament, wenn es kein Arzt verschreibt.
Ich hatte noch vor einer Woche das Gespräch mit einem Arzt, da hieß es dass er Cannabis nicht verordnen dürfe, da die KV RLP den Ärzten sagen würde, dies nicht zu tun. Er hätte Angst seine Aprobation zu verlieren. Er redet auch immer wieder von irgendwelchen Schulungen, die kommen müssten.
Ich habe seit 20 Jahren jeden Tag sehr starke Schmerzen,
Skoliose, dauerhafte verränkung Gelengkapsel Sternum, Artrose, Patella Dysplasie und noch einiges mehr, was ich jetzt hier nicht alles aufzählen kann sonst wirds zu lang. Man könnte sagen, ich habe mit Krankheiten voll ins Schwarze getroffen.
Und?
Es ist einfach kein Arzt zu finden der mir helfen würde. Ich habe auch keine Kraft mehr, nochmal zu einem neuen Arzt zu wechseln und nochmal um Hilfe zu betteln, um nachher wieder irgendwelche Ausreden zu hören. Ich gehe seit dem es dieses pseudo Gesetz von 2017 gibt, von Arzt zu Arzt und überall höre ich nur, damit kann ich ihnen nicht weiterhelfen.
Mir bleibt nur zu hoffen, das da bald eine positive änderung für die Verschreibung von Cannabis kommt, damit es endlich unproblematisch jedem Patienten verschrieben werden kann. Und bis dahin schlag ich mich weiter ohne Hilfe durch.
Mir bleibt keine Wahl, also mach ich es illegal. Nur leider kann man so keinen geregelten Wirkspiegel aufbauen, mit dieser Quallität, Verfügbarkeit und steht somit immer wieder bei Null und fängt von vorne an.
Immer wieder bei Null.
Ich will Leben und später nicht in irgendeiner Schmerzklinik verrotten.
Also vielen dank für nichts, gebt doch endlich diese Heilpflanze frei und macht diese jedem Patienten zugänglich.
Bitte, ich will Leben!

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AW: Legalisierung

von Chris am 31.10.2019 um 9:36 Uhr

Rheinland-Pfalz. Und was habe ich nicht schon alles versucht. Hier verschreibt es einfach keiner.
Und solche Ärztelisten bringen auch nichts, da die meisten Ärzte durch den entstandenen Andrang einfach keine neuen Patienten aufnehmen, oder einfach zu weit weg sind. Wurde mir über Monate die ichs versucht habe immer und immer wieder gesagt. Rufen sie im nächsten Quartal nochmal an. Und so weiter. Ich habe auch informationsmaterial für die Ärzte mitgenommen, aber das interessiert überhaupt niemanden.
Ich habe keine Kraft mehr betteln zu gehen.

Cannabis Legaliesierung

von Chis am 30.10.2019 um 6:42 Uhr

Bitte beendet endlich diesen sinnlosen Krieg gegen harmlose Menschen und Pflanzen und sorgt auch dafür das es endlich jedem Patienten unproblematisch verschrieben werden kann.

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Canabis

von Herbert Weber am 29.10.2019 um 8:34 Uhr

Verfolgt mal die Waffen Dealer anstatt Kiffer zu Kriminalisierung. schönen Tag ihr Volksvertreter

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La Hierba buena

von El Loco am 28.10.2019 um 21:38 Uhr

Die Herren u.Damen der Politik,sollten sich vor Ihren heiligen Versammlungen mal einen rauchen,dann würden Sie,so denke ich,weniger Irrsinn von sich geben.Gelle Herr Dope(rind) u.wie Sie alle heißen.

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Ja.. Legalisierung..

von Dennis Schimanski am 28.10.2019 um 20:22 Uhr

Ich bin selbst viele Jahre kiffer gewesen. Über 20 Jahre. Aus meiner Erfahrung ist es definitiv an der Zeit die Pflanze die schlicht weg zu der Nuss Gattung gehört zu legalisieren. Ich hatte mein IQ test bekifft mit 131 absolviert. Man ist an sich ruhiger. Wird weniger krank. Ja man kann alles bekifft machen, was man auch Clean machen kann. Als ich damals alkohl getrunken habe war das alles anders. Ich war aggressiv. Hab geprügelt und mir ging es oft schlecht nach dem Alkohol. Das passiert mit thc nicht. Jugendschutz? Aber bei Alkohol in Familien sind wir eine zuguck gesellschaft. Kinder saufen immer früher. Koma saufen usw. Habe selbst 5 Kinder und kümmere mich gut um sie. Ich bin alleinerziehend und das war auch der Grund warum ich damit aufgehört habe. Aber es fehlt. Nach einem stressigen Tag würde ich gerne einen Rauchen, aber dann wird man ja direkt verurteilt. Kauf ich mir zusammen mit den Kindern im laden ne Kiste Bier und Vodka ist das ok. Fragst du nur alleine mal nach Gras wird blöd geguckt. Sorry aber es ist echt armselig. Ich würde einen laden zum Erwerb von Cannabis eher besuchen als den Dealer auf der Straße. Leute fahren besoffen Menschen Tod. Bekifft nicht. Mit 17 darf man ein Fahrzeug steuern.. warum dann kein Cannabis kaufen dürfen? Gekifft wird eh.

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Wo ist der Jugendschutz am überzeugendsten geregelt?

von woewe am 28.10.2019 um 19:12 Uhr

"weil der Jugendschutz bisher nirgendwo überzeugend geregelt sei."
Wo ist denn der Jugendschutz am überzeugendsten geregelt?
Richtig! Im Schwarzmarkt! Dort interessiert es den Händler, äh Dealer einen feuchten Kehrricht, wie alt sein Klientel ist, seine Kunden sind. JEDE andere Handelsform - außer dem illegalen solchen - mit altersbegrenzendem Zugang ist besser als gar keiner, wie es jetzt der Zustand ist.
Brockstedt: "Aus seiner Sicht fehlen bei den Parteien, die Cannabis legalisieren wollen, die konkreten Ausformulierungen und auch die dazugehörigen Verordnungen, um einen solcherart gestalteten Jugendschutz umzusetzen." Das hätte er konkret am CannKG-Entwurf darstellen sollen.

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Drogen legalisieren

von Torsten am 28.10.2019 um 17:13 Uhr

Hallo ! Wir sind ein unabhängiges , „mündiges“ Volk .
Wir können frei denken und wollen das beste für spätere Generationen .
Ich bin der Meinung , es ist besser
, diese Drogen zu legalisieren , als
zu verfolgen .
Die Kriminalisierung ist für Jugendliche
nicht nur hinderlich , sie überlastet seit Jahren die Polizei , welche längst nicht mehr den Sinn dieser Verfolgungen
sehen können .
Ohne diese „Kriminalisierungspolitik“ , die harmlose Bürger in die Kriminalität
treibt und deren Zukunft negativ beeinträchtigt , wäre die Polizei vielleicht
entlasteter und könnten sich nicht nur auf
wirklich Kriminelle konzentrieren , sondern hätten ein wichtiges Feindbild endlich aus ihren Köpfen , welches bisher die Verbindung zum Bürger nicht nur störte , sonder diese unmöglich machte. Auch würden sich Überstunden
vielleicht mal abbauen , unter denen diese Beamten( und deren Familien) doch extrem leiden . Es ist doch so , daß ein mündiges Volk bei Verboten
eher gegensätzlich handelt , als sich zu beugen . Hinter uns liegen Generationen
die beweisen , daß bisherige Verbote in der Drogenpolitik nicht nur bürgerfeindlich , sondern existenzvernichtend sind . Wenn eigentlich harmlose Menschen in
Justizvollzugsanstalten ihr Leben verbringen ist es doch eigentlich
ganz klar , daß unser Land endlich aufhören sollte , Menschen wegen Drogen auszugrenzen und ihr Leben zu
zerstören . Fragt Beamte im Strafvollzug , sie werden bestätigen , das diese Menschen keine Kriminellen oder gar Verbrecher sind . Es wird echt Zeit , sich dabei endlich mal für den Bürger zu entscheiden und nicht gegen ihn. Die bisherige Verfolgungspolitik hat auch nie gegen den Konsum geholfen , sondern nur Menschen vereinsamt , gebrandmarkt , zerstört.
Wieso entscheidet man sich immer wieder , solche Menschen als Verbrecher auszusondern und deren Leben zu vernichten? - Sind wir so rückständig ?

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Tschüss Frau Mortler High Frau Ludwig .

von Kiffer aus Leidenschaft am 28.10.2019 um 17:07 Uhr

Endlich kommt es mal zur vernunft in der Union . Es ist langsam Zeit aus der Mittelalterpolitik in Sachen Cannabis Abstand zunehmen das ist der Weg um neue Grundlagen zuschaffen und der Polizei und der Justiz in Sachen Drogenhandel in Begriff mit Cannabis die Hände gebunden werden um sich auf die Jagd gegen die synthetischen Drogen in der Bundesrepublik zumachen . Hoffe das es nicht wieder nur leere Worte aus der Union
sind . Ihr redet immer wieder davon die Jugend schützen , was sind das für das Worte "Leere Worte " ? Der Straßendealer fragt nicht nach deinem Ausweis . Cannabis sofort legalisieren ab 21 Jahren denn da sollte der Kopf schon einigermaßen ausgereift sein . Deswegen nicht viel reden einfach machen !!! Cannabis ist eine nette weibliche Pflanze mit sehr vielen Eigenschaften .

Hab ich selbst erlebt in einer Polizeikontrolle der Bundespolizei am Hauptbahnhof dieser Beamte sagte selbst offen und ehrlich in seinen Worten : Wir haben es lieber Kontrollen mit paar harmlosen Kiffern die sich den Beamten korrekt gegenüber stehen als mit einer Gruppe besoffener Bürger die anfangen zu pöbeln ?
Cannabis ist illegal und Alkohol ist legal ? Da stimmt was nicht .

Aufwachen Bundesrepublik !! Jetzt oder Nie !!

Auf geht's Frau Ludwig ??

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Cannabis-Legalisierung

von pille62 am 28.10.2019 um 16:54 Uhr

..................so einfach können wir es uns nicht machen.
Es sollte schon einen Unterschied zwischen Jugendlichen und Erwachsenen geben.
Für den Jugendlichen ist der Cannabis- Konsum eben nicht ohne Probleme.Und eine Mutter in der Offizin, die für Ihren Flius bei mir Dop kauft, weil Sie das so toll findet, fände ich wahrhaftig nicht so lustig, wie mancher der sich hier zu Wort meldet.
Was jetzt nicht heissen soll das ich gegen eine Legalisierung bin.
Bei aller Offenheit der Kollegen im Forumr.Ich möchte nicht so gerne, das Pharmazieräte demnächst mit Drogentests während der Revision auftauchen und die mangelnde Zuverlässigkeit für die Approbation feststellen.

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AW: Dope aus der Offizin für den Filius

von woewe am 28.10.2019 um 23:02 Uhr

"eine Mutter in der Offizin, die für Ihren Flius bei mir Dop kauft, weil Sie das so toll findet, fände ich wahrhaftig nicht so lustig"
Ich auch nicht, allerdings ist das Dope dort hoffentlich qualitätskontrolliert, nicht mit irgendwelchen zT lebensgefährlichen Stoffen gestreckt, aber in definierter Menge und Gehalt an THC; ja auch das ist Jugendschutz, immer noch besser als der jetzige Zustand ohne jeglichen Jugend- und Verbraucherschutz.

Legalize it!

von Patrice Bellaire am 28.10.2019 um 16:47 Uhr

Also ich bin der Meinung dass eine Legalisierung längst überfällig ist und das schon seit Jahren, Frau Mortler hatte zwar gute Prohibitions gründe, trotzdem denke ich überwiegen die Gründe für eine Legalisierung. Schon alleine das Wissen das unsere europäischen Nachbarn längst eine viel liberalere Drogenpolitik fahren und das recht überzeugend zeigt doch das Frau Mortler eben nicht Recht hatte mit Ihrer Politik...deshalb mein Appell... LEGALIZE IT!

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Legalisierung

von Capo01 am 28.10.2019 um 15:57 Uhr

Ich finde mann sollte es legalisieren den da sinkt die beschaffungscriminalität und auch könnte die Polizei sich im andere dinge kümmern und nicht um Pflanzen da ist keinerlei Chemie drinnen oder so Cannabis ist rein pflanzlich also natürlich niemals in dem Labor oder sonst was

Ich versteh das jahre lange hin und her das ist ja kindergarten was die Politik hier macht der Staat würde viele Steuern einnehmen mehr wie bei tabak

Also wenn ich schon in Berlin mit 15 g Eigenbedarf rumlaufen darf versteh ich nicht warum es nicht einfach legalisiert wird und ob ja oder nein die Jugend wird sowieso immer dran kommen egal wie Cannabis überschwänpt den Globus der drogenkrieg wird nie aufhören wenn die Politik keine lösung findet und ich denke es ist besser reines Cannabis zu bekommen statt mit Blei Zucker und andere Substanzen gestreckt sind das sollte zu bedenken sein

Also das waren meine Worte und ich denke das ist genau angemessen!!!
Mfg an alle

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Cannabis-Legalisierung

von Monte am 28.10.2019 um 15:38 Uhr

Ich glaube in den vorherigen kommentaren wurde schon gut genug erläutert warum eine legalisierung gut, richtig und sinvoll wäre. Deswegen kurz und knapp...sagt ja zu Cannabis

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Legalisierung

von Volkan Kör am 28.10.2019 um 15:19 Uhr

Hallo ich meine was macht die Deutsche Polizei, sie können nur kiffer jagen. Mann müsste die Polizei nach der legalisierung richtig ausbilden halt Polizei Sachen, viele wüssten dann überhaupt nicht was sie sonst machen, sie können nur kiffer jagen.

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Kiffer

von Fab am 28.10.2019 um 14:43 Uhr

Ich bin 40 Jahre kiffe seit 25jahre fast täglich schau aus wie 25 bin kern gesund wahr fast noch nie beim Arzt oder krank

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Cannabis

von Karin Jursch-Alic am 28.10.2019 um 13:18 Uhr

Ich war bisher streng gegen Drogen, egal welcher Art. Doch ich musste einsehen, dass Cannabis eine natürliche Alternative bei chronischen Schmerzen oder auch wie bei meinem Mann auch in psychischer Sicht eine bessere Lösung ist. Man weiß mittlerweise das bei Krebs ebenfalls erhebliche Linderungen bekannt wurden. Also sollte nicht über eine Legalisierung gestritten werden, sondern Cannabis als Medikament gesehen werden, welches enorm kranken Menschen helfen kann. Cannabis sollte erforscht werden. Das wäre doch besser als Opiate, Antidepressiva etc.! Und ich spreche aus eigener Erfahrung. Erst Krebs und dann Fibromyalgie mit Depressionen. Was ich alles an chemischen Keulen bekommen habe und was für Nebenwirkungen ich hatte, nein. Das kann nicht Sinn und Zweck sein.

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Legalisierung

von HansDieterMeyer am 28.10.2019 um 11:43 Uhr

Der CDU laufen die jüngeren Wähler davon. So werden sie ihre Prohibitionpoltik nicht aufrecht halten können. Die Welt wird auf lange Sicht Legalisieren. Das versteht nun auch die CDU.
Laut Europäischer Drogenbehörde nahmen 17.8 Millonen Menschen in Europa Cannbis zu sich. Davon sind 138000 Menschen deswegen in Behandlung. Das bedeutet das ca. 0.8% ihre Probleme damit haben.
Bei Alkohol ist dieser Wert ein vielfaches höher und das mit 2Mio. Abhängigen mit ca. 75000 Toten pro Jahr.
Die Jüngeren verstehen nicht wieso eine so mildere Droge verboten ist ind die härteste Droge bei Netto für 3,99€ hochprozentig erworben werden kann. Und das auch noch stark beworben.
In der Gefährlichkeit steht Cannabis weit hinter Alkohol und Tabak! Selbst Heroin steht an zweiter Stelle hinter dem Alkohol.
Was sagte ein CSU Politiker-Zitat 2-3 Bier am Tag müssen einfach sein.
Das Gras würde immer Stärker werden? Ja, prima. Da muss ich weniger in den Joint dosieren. 99.2 % der Konsumenten ohne Cannabis-Probleme sind nicht Dumm. Habe teilweise Jahrzehnte Erfahrung mit Cannabis.
Wer es nicht möchte soll es sein lassen, aber nicht andere Menschen bevormunden.

Eine Legaliesierung bedeutet auch das dann erst ein Jugend u.Verbraucherschutz möglich wäre. So wird er Mafiösen Strukturen überlassen.

Justiz würde Massiv Ressourcen einsparen und könnte sich dem wichtigen Aufgaben zu wenden.

DernStaat könnte Steuern einnehmen und Zehntausende Arbeitsplätze würden entstehen.

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Cannabis-Legalisierung

von Julie Albedo am 28.10.2019 um 11:01 Uhr

Was haben einmaliger Gebrauch und kontrollierte Abgabe denn miteinander zu tun? Eine kontrollierte Abgabe, die ja dann wohl nicht mehr einmalig ist und geradezu zum regelmäßigen Gebrauch animiert, weil dieser ja dann auch entkriminalisiert wurde, spielt in meinen Ohren dann doch mit dem hohen Suchtpotenzial dieser Substanz. Eine Abhängigkeit ist prinzipiell menschenunwürdig, egal von welcher Droge! Dass dabei die Parteien, die sich laut Grundgesetz der Würde, Freiheit und der Entfaltung der Persönlichkeit verschrieben haben, sich indirekt als Dealer von Abhängigkeiten betätigen, finde ich nicht nur unklug und kurzsichtig, sondern auch unmenschlich. Vormals vernünftige Positionen werden Wählerstimmen geopfert. Man möchten den Verlust von Jungwählern stoppen, die aufgrund des Klima- und Umwelthemas die Grünen wählen. Um die Sache geht es leider nicht.

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AW: Cannabis-Legalisierung

von Ein fach am 28.10.2019 um 11:30 Uhr

Solange die substanz Alkohol, die noch stärkeres und sogar körperlich ein noch viel höheres suchtpotential hat legal ist. Sind solche Argumentationen wie die ihre zu Ignorieren. Von Tabak mal ganz abzusehen. Wenn Cannabis nicht legalisiert wird, sollten Alkohol und Tabak aber auch verboten werden. Ihrer argumentation nach sind die Politik und sämtliche Alkohol und Tabak verkäufer bereits seit Jahrzehnten Dealer der abhängigkeit. Mit nachgewiesenen Todesfolgen! Ein einfacher Cannabis dealer kann wenigstens ruhigen gewissens von sich behaupten das er kein Menschenleben auf dem gewissen hat oder je haben könnte. Jedem Tabak und Alkohol verkäufer sollte klar sein das seine abgabe Töten könnte denn diese beiden Substanzen richten nachgewiesen weitaus mehr schaden an als Cannabis.

AW: Cannabis-Legalisierung

von Ein fach am 28.10.2019 um 11:38 Uhr

Wenn ein verbot gerechtfertigt sein soll weil abhängigkeit Menschenunwürdig ist, bin übrigens auch dafür das Geld verboten wird. Wir sind abhängig von etwas das aus dem nichts geschaffen wird.

AW: Cannabis-Legalisierung

von k3k3 am 28.10.2019 um 12:18 Uhr

Sie verstehen wohl nicht, dass die Jugendlichen so wie es zur Zeit ist, freien Zugang zum cannabis haben. Schauen sie sich bitte die offiziellen Zahlen aus den USA an oder besser noch, Statistiken aus Portugal an, dann werden Sie feststellen, was effizienter Jugendschutz ist! Wenn Sie tatsächlich wie Sie schildern an die Jugend denken, dann können Sie die offiziellen Zahlen nicht ignorieren.
Sie sollten sich von ihrer Ideologischen Haltung distanzieren und den Fakten ins Auge blicken.

AW: Cannabis-Legalisierung

von Gerrit Haase am 28.10.2019 um 13:06 Uhr

Woher kommt jetzt diese Bezug auf dieses "einmalig"?

zu den Fakten:
1.Cannabis hat kein hohes Suchtpotenzial, wie Tabak oder Opium oder Alkohol
2. Die größten Gefahren gehen von Verunreinigungen wie Streckmitteln aus die bei einer kontrollierten Abgabe wegfallen würden
3. Durch eine Legalisierung würde auch die Kommunikation erleichtert werden, also man könnte über Cannabis sprechen genauso wie man über die sinnvolle Nutzung von Alkohol sprechen kann mit seinen Kindern
4. Die Dealer, die heute Cannabis bereitstellen sind auch nicht verlegen darum andere Drogen anzubieten wie Amphetamine Ecstasy Kokain Heroin Badesalz was auch immer und solange Cannabis illegal ist ist der Zugang zu diesen gefährlicheren Drogen auch viel einfacher
5. Nicht erwähnen muss ich ja wohl, dass nur eine kontrollierte Abgabe Altersbeschränkungen durchzusetzen ermöglicht und so zu verhindern dass Minderjährige oder noch jüngere einfach an irgendwelche Drogen gelangen können

AW: Cannabis-Legalisierung

von Dominic Maier am 28.10.2019 um 13:27 Uhr

Bitte mit dem Thema befassen und nicht nur die Meinung äußern denn diese ist seit Jahren überholt, und wie einer meiner Vorredner bereits erwähnt solange Alkohol und Tabak erlaubt sind gibt es keinen Grund eine Substanz die nicht schädlicher ist zu verbieten!

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