Expopharm

Wann kommt die Plattform von „Pro Avo“?

Düsseldorf - 30.09.2019, 07:00 Uhr

Pro AvO will nach eigener Aussage mit der Plattform an den Start gehen, wenn „der Kunde die Apotheke digital wahrnimmt“. (s / Foto: Schelbert)

Pro AvO will nach eigener Aussage mit der Plattform an den Start gehen, wenn „der Kunde die Apotheke digital wahrnimmt“. (s / Foto: Schelbert)


Der Zusammenschluss von Rowa, Noventi, Sanacorp, Gehe und dem Wort & Bild Verlag (Pro AvO) will eine Plattform für alle Apotheken schaffen – nach eigener Aussage eine Art Booking.com für Apotheken. Auf der Expopharm gab es schon mal einen Einblick, wie sie in etwa aussehen wird. Bis die ersten Bestellungen darüber laufen, brauchen die Apotheker aber noch ein wenig Geduld.

Die Vorbestellplattform des von Burda und Noweda ins Leben gerufenen Zukunftspakts Apotheke „ihreApotheken.de“ ist seit April dieses Jahres online. Doch wann geht der zweite große Zusammenschluss im Markt, die Initiative Pro Avo, mit ihrem Produkt an den Markt? Bis die Lösung des Zusammenschlusses von Rowa, Noventi, Sanacorp, Gehe und dem Wort & Bild Verlag kommt, dauert es noch ein wenig. Peter Menk, Geschäftsführer der Initiative, erklärt gegenüber DAZ.online: „Wir gehen dann an den Start, wenn der Kunde die Apotheke digital wahrnimmt.“ 

Damit „der Kunde die Apotheke digital wahrnimmt“ wollen die Beteiligten vor allem die vielen Millionen Kundenkontakte nutzen, die der Wort & Bild Verlag mit seinen Medien hat. Konkret könnte das Mitte des nächsten Jahres der Fall sein. Außerdem ist den Beteiligten wichtig, zum Startzeitpunkt eine funktionierende Lösung zu präsentieren. Wenn es mehrmals nicht funktioniere, komme der Kunde nicht mehr, so Menk. Die Kundenbedürfnisse stehen bei allen Überlegungen im Mittelpunkt, heißt es.

Booking.com für Apotheken

Wie diese Digital-Lösung funktionieren soll, daran haben die fünf beteiligten Unternehmen nach eigener Aussage hohe Ansprüche. Ihnen schwebt eine Plattform wie Booking.com vor, über die alle Apotheken auffindbar sind. Dabei soll eine Stammapotheke festgelegt werden können, ebenso Favoriten. Man soll Apotheken bewerten können und die Verfügbarkeit sowie die Preise sollen sichtbar sein. Zudem sollen alle gängigen Bezahlmöglichkeiten angeboten werden, auch bar bei Abholung, sowie die Möglichkeit sich die Ware per Botendienst liefern zu lassen. Auch soll man sich Apotheken in seiner Umgebung anzeigen lassen und Rezepte an die ausgewählte Apotheke senden können – nach aktuellem Stand per Foto, später dann als E-Rezept. Apotheken sollen außerdem die Möglichkeit haben, ihre Patienten, die diese Apotheke als Stammapotheke haben, über Aktionen zu informieren, auch Couponing soll über die App möglich sein.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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