Olaf Scholz könnte kandidieren

Welche Bewerber/-innen gibt es bislang für den SPD-Vorsitz?

Berlin - 16.08.2019, 15:15 Uhr

Wer übernimmt den SPD-Vorsitz? Welche Bewerber/-innen stehen bislang fest? Und wie läuft das Wahlverfahren? Alle Infos im Überblick. (Foto: imago images / photothek)

Wer übernimmt den SPD-Vorsitz? Welche Bewerber/-innen stehen bislang fest? Und wie läuft das Wahlverfahren? Alle Infos im Überblick. (Foto: imago images / photothek)


Wer sondiert noch? Wer will nicht?

Simone Lange und Alexander Ahrens: Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (42) tritt zusammen mit dem Oberbürgermeister von Bautzen, Alexander Ahrens (53), an. Sie hatte bereits 2018 für den Parteivorsitz kandidiert, aber gegen Andrea Nahles verloren. Ahrens spricht sich für ein Ende der großen Koalition aus. Auch ihre Kandidatur ist noch nicht offiziell.

Robert Maier: Der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, Robert Maier (39), ist Start-up-Unternehmer aus Berlin. Politische Schwerpunkte sieht er in der Sicherheits- und Migrationspolitik. Als einer von bisher nur zwei Kandidaten will er alleine antreten – die nötige Unterstützung fehlt ihm allerdings noch.

Hans Wallow: Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans Wallow (79) ist der zweite Einzelkandidat. Er war in den 1980er und 90er Jahren Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion und ist aktuell im Landesverband Rheinland-Pfalz aktiv. Der Verband will die Kandidatur aber nicht unterstützen. Wallow kündigte an, notfalls werde er sich auf die Rechtsordnung der Partei berufen und trotzdem kandidieren.

Wer sondiert: Vizekanzler Olaf Scholz (61) hat nach anfänglichem Zögern nun doch seine Kandidatur angeboten – und sucht seit ein paar Tagen nach einer Partnerin für eine Doppelspitze. Zuvor hatte er immer betont, das Amt des Parteivorsitzenden lasse sich nicht mit dem des Finanzministers vereinbaren. Generalsekretär Lars Klingbeil (41) hat sich eine Kandidatur bisher bewusst offen gelassen.

Wer nicht will: Familienministerin Franziska Giffey (41) galt lange als Hoffnungsträgerin. Sie sagte aber ab, wohl vor allem, weil ihre Doktorarbeit wegen eines Plagiatsverdachts geprüft wird. Auch die drei Interimsvorsitzenden, Thorsten Schäfer-Gümbel (49), Manuela Schwesig (45) und Malu Dreyer (58) haben eine Kandidatur bisher ausgeschlossen. Ebenfalls negativ, aber weniger eindeutig, äußerten sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (60) und Arbeitsminister Hubertus Heil (46).



bro / dpa
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

Lechts und rinks

von G. Wagner am 16.08.2019 um 23:57 Uhr

Warum gehört Lauterbach zum linken Flügel der SPD? In der Gesundheitsbranche- und Apothekenpolitik fällt er doch eher durch neoliberale Dogmen zugunsten von Großkonzernen auf. Aber manche verlwechsern eben Lichts und rinks - frei nach Jandl - leider immer wieder.

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