Bessere Risikoabschätzung und Therapie

Neue Klassifikation: Es gibt fünf Diabetes-Subtypen

Remagen - 13.08.2019, 11:45 Uhr

In der Diabetes-Therapie tut sich was. Doch inwiefern werden die Patienten davon profitieren? Nach der neuen Einteilung gibt es fünf Subtypen. (c / Foto: pikselstock / stock.adobe.com) 

In der Diabetes-Therapie tut sich was. Doch inwiefern werden die Patienten davon profitieren? Nach der neuen Einteilung gibt es fünf Subtypen. (c / Foto: pikselstock / stock.adobe.com) 


Unterschiedliche Risiken für Folgeerkrankungen

Außerdem fanden die deutschen Forscher heraus, dass das Risiko, bestimmte diabetesbedingte Komplikationen zu entwickeln, für die Subtypen bereits in den ersten fünf Jahren nach der Diagnose bestand. Nach den Ergebnissen sollen besonders zwei Subtypen ein hohes Risiko für Komplikationen besitzen. So soll das höchste Risiko, eine nichtalkoholische Fettleber zu entwickeln, in dem Cluster des „schweren insulinresistenten Diabetes" (SIRD) vorliegen und das höchste Risiko für eine diabetische Neuropathie bei dem Cluster „schwerer insulindefizitärer Diabetes" (SIDD).

Mehr zum Thema

Eine Übersicht über das Potenzial neuer Wirkstoffe und Therapieregime

Therapie des Typ-2-Diabetes im Wandel

Forscher identifizieren drei Subtypen

Diabetes ist nicht gleich Diabetes

Wichtiger Schritt in Richtung Präzisionsmedizin bei Diabetes

„Die neuen Subtypen werden dazu beitragen, präzise Präventions- und maßgeschneiderte Behandlungsstrategien für die jeweiligen Hochrisikogruppen zu entwickeln", hofft Michael Roden, Studienleiter der GDS, Vorstand am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) und Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Roden ist überzeugt davon, dass damit ein wichtiger Schritt in Richtung Präzisionsmedizin bei Diabetes und seinen Begleiterkrankungen gemacht wurde. Folgeerkrankungen könnten damit verzögert oder sogar vermieden werden.



Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


1 Kommentar

Klingt so harmlos? Diabetes leicht oder mild

von Dr. Dietmar Roth, Rottenburg am 14.08.2019 um 19:41 Uhr

Für mich klingen leicher oder milder altersbedingter Diabetes (MARD) und leicher oder milder adipositasbedingter Diabetes (MOD) so, als ob beide Entitäten nicht behandlungsbedürftig sind.
Ist ja nur leicht oder mild, da muß ich als Betroffener nichts tun. Das werden sich viele der Patienten fragen. Oder?

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Kommentar abgeben

 

Ich akzeptiere die allgemeinen Verhaltensregeln (Netiquette).

Ich möchte über Antworten auf diesen Kommentar per E-Mail benachrichtigt werden.

Sie müssen alle Felder ausfüllen und die allgemeinen Verhaltensregeln akzeptieren, um fortfahren zu können.