Noch etwas mehr als zwei Wochen

Bühler-Petition: Knapp über 6.000 Mitzeichner

Stuttgart - 29.07.2019, 15:25 Uhr

Unter anderem die Noweda stellt Unterschriftenbögen, die in Apotheken ausgelegt werden können, zur Verfügung. (s / Foto: DAZ.online)

Unter anderem die Noweda stellt Unterschriftenbögen, die in Apotheken ausgelegt werden können, zur Verfügung. (s / Foto: DAZ.online)


Warum sind die Kollegen zurückhaltend? 

Warum die Apotheker zurückhaltend sind, ist unklar. Sicher sehen einige Kollegen das Anliegen kritisch und zeichnen deshalb nicht mit. Aber ist das die Mehrheit? Zumindest laut einer kürzlich unter den Mitgliedern der Facebookgruppe #DieDigitaleApotheke durchgeführten Umfrage ist das nicht der Fall: So sprachen sich 121 für den weiteren Kampf für ein Rx-Versandverbot aus, 27 erklärten, sie sehen den Kampf kritisch, unterstützten die Petition aber dennoch. 21 gaben an, die Petition nicht zu unterstützen. Eine gewisse Hemmschwelle könnte möglicherweise darstellen, dass man sich registrieren muss.

Was unterscheidet diese Petition von der alten?

Online kann bis 14. August gezeichnet werden. (Hier geht es zur Petition) Haben die Petition bis dahin 50.000 oder mehr Personen unterstützt, wird sie im Regelfall im Petitionsausschuss öffentlich beraten. Der Petent wird zu dieser Beratung eingeladen und erhält Rederecht. Wer hingegen, wie Christian Redmann, auf der privaten Plattform openPetition das für Petitionen im Bundestag notwendige Quorum von mehr als 50.000 Unterschriften erreicht, bekommt diese nicht angerechnet. Der beim Ausschuss eingereichten Petition können die Unterschriftenlisten jedoch beigelegt werden. „Dadurch wird die gesellschaftliche Relevanz deutlich“, betont der Betreiber von openPetition. Das hat im Falle der Redmann-Petition aber nichts genützt. 

Unterlagen zum Download

Apotheken, die von der Apothekengenossenschaft Noweda bzw. den Pharmagroßhändlern Leopold Fiebig GmbH oder PharmaPrivat beliefert werden, haben bereits Plakate und Unterschriftenbögen sowie Postkarten, mit denen Kunden, die ihre persönlichen Daten nicht in eine Liste eintragen möchten, teilnehmen können, erhalten. Die Postkarten für eine diskrete Mitzeichnung sollen am besten sofort in einen Rücksendeumschlag gegeben werden oder die Apotheken stellen für ihre Kunden eine nicht einsehbare Box zum Einwerfen auf.

Bühler bittet die Apothekenteams, die Plakate sichtbar aufzuhängen und die Mitzeichnungsbögen und Postkarten sowie die Hinweise zum Datenschutz auszulegen. Die Apotheken, so Bühler, können seit dem 17. Juli 2019 ihre Kunden informieren und Unterschriften sammeln.

Wer nicht von seinem Großhändler mit den Unterschriftenbögen und Unterlagen beliefert wird, kann sich diese hier herunterladen: 

Wichtig ist, damit auch jede Unterschrift zählt, dass die Apotheken darauf achten, dass die Mitzeichner den ausgeschriebenen Vor- und Zunamen sowie ihre vollständige Adresse (Straße, Hausnummer, PLZ und Stadt) angeben. 



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


Diesen Artikel teilen:


6 Kommentare

SCHMIDT und so

von Schachtlschubser am 30.07.2019 um 19:11 Uhr

mal ehrlich liebe Kolleginnen und Kollegen- wir bekommen von der ABDA eine uralte Homepage mit der Sammlung von 2016 - schaut mal rein. Die Posts für Socialmedia auch eher mäßig erfrischend.... die Aufweichung von Hirnmasse via Gesundheitsminister an der Abdaspitze ganz mal weglassen... WIR KRIEGEN NIX für unser Geld außer unzumutbaren Rabattverträgen seit 1. Juli und leider auch keine Aussicht auf Besserung. Liefersituation wie in der EX DDR droht. Wir sind nah an einer Bananenrepublik und lassen sehenden Auges unsere Gesunndheit ins Ausland verkaufen. Keine Verteidigung unserer Interessen und kaum Gegenwert für unsere Beiträge. Da ich immer gern nach dem MOTTO VALUE FOR MONEY verfahre, möchte ich hiermit auffordern, die Beiträge für die Verbände und Kammern auf ein Treuhandkonto zu überweisen bis die Oberen mal wieder Politik FÜR UNS und nicht gegen uns machen. Was haltet ihr davon?

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Das sind doch „nur“ die

von Christoph am 29.07.2019 um 21:36 Uhr

Welche online unterschrieben haben, oder?

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Engagement ist angesagt...

von C.A.Koch am 29.07.2019 um 17:18 Uhr

Wir haben innerhalb weniger Tage alleine in unserer Apotheke fast 1000!!! Unterschriften gesammelt...und die Kunden ziehen gerne mit ...die ganz große Mehrheit der Kunden will die Apotheke vor Ort stärken und ein Versandverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel...ganz im Gegensatz zur Meinung unseres ABDA-Präsidenten, der vor wenigen Tagen verlauten liess, dass das RX Versandverbot in der Bevölkerung nicht mehrheitsfähig sei....liebe Kolleginnen und Kollegen kämpft mit...100 Unterschriften kann wirklich jeder in seiner Apotheke generieren..es könnte der letzte Strohhalm für das Rx versandverbot sein.

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Engagement ist angesagt

von Conny am 29.07.2019 um 17:46 Uhr

Es gibt nur noch einen Stohhalm für Naivlinge. Traurig aber wahr. Und Schmidt wird wie letztes Jahr auf dem Apothekertag von seinen Jüngern wieder viel Beifall bekommen und die kritischen Stimmen werden abgebügelt. Ich habe letztes Jahr vieles gefilmt, es war eine Schande !

AW: Engagement ist angesagt

von Marco Luckhardt am 29.07.2019 um 19:55 Uhr

Und genau deshalb, dass es eigtl. eine Schande ist, sammele ich die Unterschriften. Das sind auch schon über 200 und da kommen noch einige in meiner kleinen Apo trotz Ferienzeit und Hausarzturlaub dazu.
Zustimmung ohne Ende, wenn man den Sachverhalt nur in 5 Sätzen erklärt, wie auch bei allen anderen Aktionen der letzten Jahre.......das muss Schmidt& Co, Spahn und Links-Grün unter die Nasen gerieben werden.
Denn auch hierbei verleugen sie die wahren Interessen und Meinungen der mit Sicherheit weitaus meisten Bürger.
Was ja echt traurig ist und wütend macht. Frust entsteht durch diese Missachtung sicherlich auch ohne Ende, aber dann erst recht dagegen ankämpfen....in der Hoffnung ,dass dieses Thema von irgendeinem "wackeren" Journakisten mal korrekt in den Medien dargestellt wird, mit all dem unlogischen und widersprüchlichem Gelaber der Befürworter von Versand und Aufgabe der Gleichpreisigkeit. Und es nicht in den Redaktionskommentaren der Tageszeitungen ( z. B. HNA letzte Woche) heisst: "Apotheker GEWINNEN, Patienten verlieren". Wahnsinn. Echt toll Mühe gegeben haben die sich bei Ihren Recherchen. Mustergültig! Pfui!!!!
Also: Sammelt alle und lasst uns denen einen vorn Bug knallen!!!

Es fehlen noch so einige Unterstützer

von Conny am 29.07.2019 um 16:34 Uhr

Manchmal ist sogar die Daz lustig

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.