Raupendermatitis

Was hilft bei Hautreaktionen durch Eichen-Prozessionsspinner?

Berlin / Stuttgart - 02.07.2019, 15:15 Uhr

Lokales Cortison und orale Antihistaminika helfen bei Raupendermatitis durch Kontakt mit den Brennhaaren des Eichen-Prozessionsspinners. Bei Bindehautentzündungen der Augen und Atembeschwerden müssen Patienten zum Arzt. (s / Foto: Nicole Lienemann / stock.adobe.com)

Lokales Cortison und orale Antihistaminika helfen bei Raupendermatitis durch Kontakt mit den Brennhaaren des Eichen-Prozessionsspinners. Bei Bindehautentzündungen der Augen und Atembeschwerden müssen Patienten zum Arzt. (s / Foto: Nicole Lienemann / stock.adobe.com)


Grenzen der Selbstmedikation

Die Härchen können jedoch auch in die Augen gelangen oder eingeatmet werden. Die Folgen sind dann Bindehautentzündungen oder Atembeschwerden – hier sind die Grenzen der Selbstmedikation erreicht. „Wenn Probleme beim Atmen oder im Auge auftreten, ist das kein Fall für die Selbstmedikation mehr. Dann verweisen Apotheker an einen Arzt,“ so der Apotheker.

Maßnahmen zum Schutz

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gibt Tipps zum Selbstschutz:

  • Grundsätzlich die Befallsareale meiden;
  • Raupen und Gespinste nicht berühren;
  • Kleider sofort wechseln und ein Duschbad mit Haarreinigung nach Kontakt mit Raupenhaaren durchführen;
  • empfindliche Hautbereiche (z.B. Nacken, Hals, Unterarme) schützen;
  • auf Holzernte- und Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind;
  • Bekämpfung wegen gesundheitlicher Belastung und spezieller Arbeitstechnik nur von Fachleuten durchführen lassen.

Die ABDA empfiehlt zusätzlich, dass auch Autos, die in der
Nähe eines befallenen Baums standen, sorgfältig innen und außen
gereinigt werden sollten.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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