Zunehmende Kritik an Spahns Plänen

Kammern und Verbände fordern außerordentliche ABDA-Mitgliederversammlung

Süsel - 17.04.2019, 08:55 Uhr

Jens Spahns Gesetzentwurf zur Stärkung der Apotheken vor Ort trifft bei einigen ABDA-Mitgliedsorganisationen auf massiven Widerstand – sie fordern nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung. (c / Foto: Külker)

Jens Spahns Gesetzentwurf zur Stärkung der Apotheken vor Ort trifft bei einigen ABDA-Mitgliedsorganisationen auf massiven Widerstand – sie fordern nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung. (c / Foto: Külker)


Gesetzgeber will EU-Position anerkennen

Demgegenüber stehe in der Begründung zum Referentenentwurf ausdrücklich, dass die Streichung des besagten Satzes der EuGH-Entscheidung vom Oktober 2016 Rechnung trage. Mit der Änderung werde die Rechtsauffassung der EU-Kommission anerkannt.

Erinnerung an ABDA-Beschluss

Dagegen habe die ABDA-Mitgliederversammlung am 17. Januar die Bedeutung der Gleichpreisigkeit betont, heißt es im Antrag der Kammern und Verbände. Die ABDA habe sogar beschlossen an ihrer Forderung nach dem Rx-Versandverbot festzuhalten, falls der Gesetzgeber keine anderen Maßnahmen treffe, die die Gleichpreisigkeit sichern. Auch über die Voraussetzungen dieses Junktims könne nur die Mitgliederversammlung entscheiden. Außerdem hätten auch die übrigen Pläne des Referentenentwurfs so weitreichende Bedeutung, dass nur die Mitgliederversammlung als höchstes Gremium zur Entscheidung berufen sei.



Dr. Thomas Müller-Bohn (tmb), Apotheker und Dipl.-Kaufmann
redaktion@daz.online


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3 Kommentare

&78 Streichung des entscheidenen Satzes

von Conny am 17.04.2019 um 12:47 Uhr

Spahn verarscht Sie alle. Und bei Schmidt hat man das Gefühl er merkt es noch nicht mal. Womit habe ich persönlich diesen unfähigen Menschen verdient ? Womit habe ich diese ABDA Spitze verdient ? Da ich meine noch gutgehende Apotheke fair zum 1. August verkauft habe, werde ich mir danach mal ein paar Gedanken machen und ein kleines Buch schreiben.

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Dringend...

von Hubert Kaps am 17.04.2019 um 11:20 Uhr

Das aktuelle Statement von Jurist Dr. Mand sollte auch dem letzten Verantwortlichen die Augen öffnen.
Die Spahnsche Mogelpackung muß unter allen Umständen in dieser Form verhindert werden.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Dringend

von Heiko Barz am 17.04.2019 um 19:13 Uhr

Wir kennen ja alle Argumente außer denen, die im stillen Kämmerlein zwischen F.Schmidt und J.Spahn ausgekungelt wurden. Dieser Tatumstand ist in sich eine Betrugsabsicht gegen das eigene Klientel. Und es gibt leider immer noch zu viele, die das tolerieren.
Wer sich einen Vorteil erhofft durch das finanzielle Desaster anderer Kollegen, der dürfte mit solch einer Grundeinstellung nicht einen einzigen Patienten beraten.

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