Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken 

BMG: Modellvorhaben für Grippeimpfungen in der Apotheke und Dauerverordnungen

Stuttgart - 08.04.2019, 17:15 Uhr

Referentenentwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken“ liegt vor. (j/Foto: imago)

Referentenentwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken“ liegt vor. (j/Foto: imago)


Dauerverordnungen für Chroniker

Und ein weiteres Überraschungsbonbon findet sich im Entwurf: Es sollen Verschreibungen eingeführt werden, die eine wiederholte Abgabe von Arzneimitteln ermöglichen. Konkret sollen Ärzte für GKV-Versicherte mit einer schwerwiegend chronischen Erkrankung Rezepte ausstellen, auf die bis zu drei Mal ein Arzneimittel abgegeben werden kann. Das soll die Ärzteschaft entlasten, heißt es. Für wen dies infrage kommt, soll der Entscheidung der Ärzte obliegen.  

Außerdem enthält der Entwurf die schon bekannten Punkte von Spahns Apothekenpaket: unter anderem die Rückkehr zur Gleichpreisigkeit, Regelungen zum Erhalt der freien Apothekenwahl, die Aufstockung der Finanzmittel des Nacht- und Notdienstfonds, die Möglichkeit zusätzliche pharmazeutische Dienstleistungen abzurechnen und eine Neuregelung des Botendienstes.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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2 Kommentare

Viel Spaß beim Impf-Shitstorm!

von Andreas Grünebaum am 26.12.2019 um 13:30 Uhr

Wie häufig lesen wir in der Zeitung von individuellen Impfreaktionen in einer Arztpraxis? Wie häufig von aufgetretenen Spritzenabszessen? All dies trifft statistisch gesehen in jeder Praxis irgendwann einmal auf. Ich möchte jedoch darauf wetten, dass auch nur eine Reaktion oder ein Abszess nach dem Spritzen in einer Apotheke, zu einer sofortigen Meldung in der Presse führen wird. Wie kann man sich nur so etwas ans Bein binden wollen, ohne noch nicht einmal eine angemessene Honorierung vereinbart zu haben? Geht es gut oder passiert etwas (Statistik!): für die Einen wird es nach Durchführung bestenfalls ein teurer PR-Gag und für die Anderen ein Disaster.

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Impfen gehört in die Arztpraxis

von J. M. L. am 10.04.2019 um 8:13 Uhr

Man bedenke auch bitte, welche horrenden Summen die Versicherungen bei den Ärzten kassieren, die sind für diese 'Eingriffe' versichert, wir Apotheker jedoch nicht! Wer kommt für die Kosten auf? Was wenn eine Impfreaktion auftritt? Was wenn sich die Wunde infiziert? Was ist mit den möglichen Impfreaktionen, es gibt immer - wenn auch im Promillebereich - ganz massive gesundheitliche Probleme! Thema: Impfung von Schwangeren, was wenn beim Impfen etwas schiefläuft? Die Kosten an Versicherungspolicen werden einen Großteil der Einnahmen verschlingen und ich habe ehrlich gesagt keine Lust, jeden Tag Anrufe zu bekommen "meine Einstichstelle ist geschwollen, gerötet und brennt - was muß ich jetzt machen"... Für die Ärzte ist Impfen Alltag, für uns ist es ein Faß ohne Boden!

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