Neue Indikation für MabThera

Roches Rituximab erhält EU-Zulassung bei Pemphigus Vulgaris

Grenzach-Wyhlen / Stuttgart - 19.03.2019, 15:30 Uhr

Roches chimärer CD20-Antikörper Rituximab (Mabthera) darf künftig auch bei Pemphigus Vulgaris eingesetzt werden. (s / Foto: imago)

Roches chimärer CD20-Antikörper Rituximab (Mabthera) darf künftig auch bei Pemphigus Vulgaris eingesetzt werden. (s / Foto: imago)


Mabthera: Vollremission bei 89 Prozent der Pemphigus-Patienten 

In der multizentrischen, randomisierten Open-Label-Phase-III-Zulassungsstudie Ritux 3 verglich Roche den bisherigen Therapiestandard aus Corticosteroiden (CS) mit Mabthera® mit ausschleichender CS-Therapie. Die Patienten (90 von 91 ausgewertet) waren erstdiagnostiziert und litten unter mäßigem bis schwerem Pemphigus Vulgaris. Primärer Endpunkt war die komplette Remission nach 24 Monaten, die CS-Therapie musste mindestens zwei Monate beendet gewesen sein. Die Ergebnisse der Ritux-3-Studie wurden bereits 2017 in Lancet publiziert. Im Mabthera-Arm erreichten 89 Prozent (41 von 46) der Patienten eine komplette Remission, im Vergleichsarm nur 34 (15 von 44) Prozent.

Pemphix-Studie vergleicht Rituximab mit Mycophenolat

Derzeit läuft noch die multizentrische, randomisierte, doppelblinde PEMPHIX-Studie, welche Mabthera mit dem Immunsuppressivum Mycophenolatmofetil vergleicht, ebenfalls bei 135 Patienten mit mäßigem bis schwerem Pemphigus Vulgaris. Roche rechnet mit den Ergebnissen bis November 2019.

Nach Breakthrough-Status: USA-Zulassung 2018

Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hatte Rituximab bereits im Juni 2018 in dieser Indikation die Zulassung erteilt. Rituximab darf bei Erwachsenen mit mäßigem bis schwerem Pemphigus Vulgaris eingesetzt werden. Vorausgegangen war der dortigen Zulassung ein beschleunigtes Zulassungsverfahren auf Basis eines Durchbruch-Stauts (Breakthrough Status). Die FDA erkannte damit den dringenden Therapiebedarf zur Behandlung der seltenen Erkrankung (Orphan Disease) – laut Angaben von Roche war Rituximab in Mabthera®/Rituxan® seit über 60 Jahren die erste FDA-zugelassene Behandlung  für diese Krankheit.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Roche mit weiterhin steigendem Umsatz

Ocrevus kompensiert Mabthera

Nutzenbewertung von Ocrevus

Wie findet der G-BA Ocrelizumab?

Positives Votum für Truxima

Rituximab-Biosimilar vor der Zulassung

FDA will CD20-Antikörper beschleunigt zulassen

MS-„Therapiedurchbruch“ mit Ocrelizumab?

Zulassungsempfehlung für Biosimilars 

Weitere Konkurrenz für Enbrel und MabThera

Biosimilar-Konkurrenz gefährdet Umsatzplus

Roche mit guten Zahlen

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.