Digitalisierung

Apotheker bekommen neue Pauschalen für die Telematikinfrastruktur

Berlin - 04.01.2019, 15:20 Uhr

Wenn Apotheker noch in diesem Jahr E-Medikationspläne lesen und ausstellen wollen, brauchen sie die nötige Telematikinfrastruktur. Für die anfallenden Kosten wurden nun Pauschalen vereinbart. (m / Foto: Schelbert)

Wenn Apotheker noch in diesem Jahr E-Medikationspläne lesen und ausstellen wollen, brauchen sie die nötige Telematikinfrastruktur. Für die anfallenden Kosten wurden nun Pauschalen vereinbart. (m / Foto: Schelbert)


Regelmäßige Betriebskostenpauschalen und Feldtests

Neben diesen Einrichtungskosten können die Apotheker einmal in fünf Jahren rund 378 Euro als Betriebskostenpauschale für die Verwendung der SMC-B-Karte abrechnen. Ebenfalls alle fünf Jahre können 449 Euro für die Verwendung des HBA abgerechnet werden. Hinzu kommt eine weitere Betriebskostenpauschale, die die Apotheker sogar quartalsweise in Rechnung stellen können – unter anderem für den Zugang zur TI über VPN, den Betrieb des Konnektoren sowie der Kartenlesegeräte. Sie beträgt 210 Euro.

Damit die flächendeckende Nutzung von E-Medikationsplänen und anderen digitalen Anwendungen in der Apotheke überhaupt starten kann, müssen sogenannte Feldtests durchgeführt werden. Die Anzahl der teilnehmenden Apotheken wird von der Gematik festgelegt. DAV und GKV-SV wollen sich in der Gematik aber dafür einsetzen, dass 15 Apotheken die Anwendungen testen. Dabei sollen die Apotheker einmalig 10.000 Euro als Hersteller-Förderpauschale erhalten. Weitere 3927 Euro sind vorgesehen als Apotheken-Förderpauschale für die Fachanwendungen E-Medikationsplan und AMTS.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

Telematikinfrastruktur and so on

von Heiko Barz am 07.01.2019 um 12:23 Uhr

Diese Digitalisierungswelle ist schon mehr als ein Digitalisierungs-„Zsunami“!
Die überbordende Vielzahl an Vorschriften, Gerätschaften und diffusen Abrechnungskriterien ist doch für jeden mutigen und bis an das letzte Maß seiner persönlichen Leistungsfähig angekommene Frontapotheker nicht mehr be-greif-bar.
Vielleicht aber sollten wir eine gewisse Absicht dahinter vermuten, nämlich jene, die unseren Beruf als digital unberührbar darzustellen versucht. Bei dem simplen analogen RXVV, das den größten Druck aus dem Kessel nähme, brauchte man auch keine weiteren digitalen Prozesse.
Die aber immer so am Rande dargestellte Einführung des E-Rezeptes - als eines der vielen „Digitalprozesse“ - ist aber des faustischen Pudels Kern. Um bei dieser Analogie zu bleiben, was will Mephisto Jens S dem Faust Friedemann S versprechen, um dessen „ besonderes“ Blut - die Deutschen Apotheker - zu vernaschen?
Die Einführung des E-Rezeptes ist die Vernichtung der Deutschen Apotheken, denn wer in der Lage ist, die Medikamentenströme digital zu erfassen und zu lenken, der übergeht alles, was die verantwortungsvolle Arbeitsleistung der Apotheker am Deutsche Patienten von je her erreicht hat.

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