Rettungsdienst, Notfallzentren, Notaufnahmen

Spahn will die Notfallversorgung komplett umbauen

Berlin - 19.12.2018, 07:00 Uhr

An etwa 600 Kliniken soll es künftig ein integriertes Notfallzentrum geben, das von Kliniken und niedergelassenen Ärzten betrieben wird. (Foto: Imago)

An etwa 600 Kliniken soll es künftig ein integriertes Notfallzentrum geben, das von Kliniken und niedergelassenen Ärzten betrieben wird. (Foto: Imago)


BMG plant integrierte Notfallzentren

  • Wenn Patienten ins Krankenhaus gehen, soll es an bestimmten Kliniken in Zukunft neu zu gründende „integrierte Notfallzentren“ geben. In einigen Häusern gibt es bereits gemeinsame Notfallzentren mit niedergelassenen Ärzten, künftig sollen diese aber nicht nur als Option praktiziert, sondern zur Pflicht werden. Dort arbeiten niedergelassene Bereitschaftsärzte und Klinikärzte mit einem zentralen Empfang, der jeweils über die passende Behandlung entscheidet. Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte im Frühjahr ein Konzept beschlossen, wonach es künftig voraussichtlich weniger Krankenhäuser geben dürfte, die für Notfälle eingerichtet sind, sie sollen dafür aber eine angemessene Betreuung garantieren. Von 1748 Häusern sollen demnach noch 1120 entsprechende Zuschläge bekommen, es könnten also 628 Krankenhäuser herausfallen. Auf die Frage, ob auch die Apothekennotdienste so umgestaltet werden sollen, dass immer eine notdiensthabende Apotheke in der Nähe eines solchen Notfallzentrums ist, hieß es aus dem BMG nur kurz: „Wenn die Apotheker dies wünschen, dann ja.“
  • Wenn in Zukunft der Rettungswagen kommt, soll es nicht mehr so regelmäßig und oft ins Krankenhaus gehen. Dafür soll die bisherige Regel wegfallen, dass die Krankenkassen Einsätze nur dann bezahlen, wenn der Transport in die Klinik geht.

In Kraft treten sollen die Neuregelungen laut Ministerium Anfang 2020, dann soll die Selbstverwaltung aber noch weitere Zeit für Vorbereitungen bekommen. Bis zur konkreten Umsetzung könnte es also ungefähr noch bis 2021 dauern.



bro / dpa
brohrer@daz.online


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