DAZ-Adventsrätsel – Tag 12

Warum knallt Popcorn?

Berlin - 12.12.2018, 01:00 Uhr

Vom Maiskolben zum Maiskorn – zum Popcorn. Aber was „poppt“ hier eigentlich? (Foto: Irene Yuste / stock.adobe.com)

Vom Maiskolben zum Maiskorn – zum Popcorn. Aber was „poppt“ hier eigentlich? (Foto: Irene Yuste / stock.adobe.com)


Ob Kinobesuch oder Jahrmarkt – der Popcorngeruch gehört einfach dazu. Sieht man von Zuckerzusätzen ab, ist der knusprige Snack gar nicht mal so ungesund. Denn es handelt sich einfach um erhitzte Maiskörner. Doch warum sieht Popcorn anders aus als gegrillte Maiskolben? Das erfahren Sie heute hinter dem zwölften Türchen des Adventskalenders.

Diese Kino-Tradition hat trotz Low-Carb-Mode Bestand – neben Nachos gehört Popcorn für viele zum Filmerlebnis dazu. Bei dem Knabberzeug handelt es sich schlichtweg um erhitzte Maiskörner. Doch wodurch kommt eigentlich die knusprige Konsistenz, im Gegensatz zu einem gegrillten Maiskolben oder gebratenem Mais, zustande? Und was lässt das Popcorn bei der Herstellung so laut knallen?

Zur Herstellung von Popcorn eignet sich vor allem Puffmais. Denn die Puffmaiskörner zeichnen sich im Gegensatz zu anderen Sorten durch eine dünne und harte Schale und einen hohen Wassergehalt aus. Und auf das Wasser kommt es beim Popcorn an.

Wasserdampf lässt Schale platzen

Pro Maiskorn sind im Puffmais etwa 20 Milligramm Wasser gebunden. Unter normalem Druck geht Wasser bei 100 Grad in den gasförmigen Zustand über. Die Schale der Maiskörner – sofern sie intakt ist – übt Druck nach innen aus und sorgt dafür, dass das Wasser bis etwa 180 Grad flüssig bleibt. Ab dieser Temperaturgrenze birst die Schale und der Wasserdampf entweicht schlagartig – mit einem großen Knall. Da Wasserdampf ein mehr als tausendfach höheres Volumen als flüssiges Wasser hat, entsteht kurz vor dem Bersten ein hoher Druck im Maiskorn. 

Popcorn selber machen – so geht's

Popcorn schmeckt auch beim Netflix-Abend zu Hause. Für eine große Schüssel wird nur eine Handvoll Körner benötigt. Dazu einen Topf mit etwas Öl erhitzen, den Topfboden mit einer dünnen Schicht Puffmaiskörner bedecken, wahlweise mit etwas Zucker oder Salz bestreuen, und mit einem Deckel verschließen. Sobald viele Körner gleichzeitig platzen, den Topf alle 20 Sekunden kräftig schütteln. Wenn das Poppen nachlässt, den Topf vom Herd nehmen und das fertig karamellisierte Popcorn in ein anderes Gefäß – beispielsweise eine Schüssel – geben. 

Druck und Hitze bringen das Korn nicht nur zum Platzen und Knallen, sondern sorgen auch für eine Aufdehnung: Nach dem Aufplatzen wölbt sich der Puffmais schaumig nach außen. Beim Abkühlen erstarrt das Korn wieder und wird knusprig. Reste der Schale bleiben häufig zwischen den Zähnen kleben – und am Speichergewebe des Maiskorns, das nach dem Erhitzen so schön knusprig schmeckt. 

Wie heißt das Gewebe der Maiskörner, das so viel Wasser bindet und aus Puffmais Popcorn macht?

Gewonnen hat Jutta Barthaus Gutenberg!


Diesen Artikel teilen: