DAZ-Adventsrätsel – Tag 10

Der Kampf mit dem Duschvorhang

Berlin - 10.12.2018, 01:05 Uhr

Warum wölbt sich der Duschvorhang beim Duschen ständig ins Innere der Duschkabine? (Foto: Nikita / stock.adobe.com)

Warum wölbt sich der Duschvorhang beim Duschen ständig ins Innere der Duschkabine? (Foto: Nikita / stock.adobe.com)


Wer kennt ihn nicht? Den Kampf mit dem Duschvorhang. Halb verschlafen wandert man in die morgendliche Dusche, das Wasser läuft und der Duschvorhang wölbt sich immer wieder ins Innere und bleibt an den Beinen kleben. Daran ist ein bestimmter physikalischer Effekt aus der Strömungsmechanik schuld. Wie er heißt, erfahren Sie hinter dem zehnten Türchen des DAZ-Adventskalenders.

Der sich wölbende Duschvorhang geht auf den gleichen Effekt zurück wie schwingende Stimmlippen oder der entweichende Rauch in einem Schornstein. Jener Effekt wurde im 18. Jahrhundert entdeckt und auch nach seinem Entdecker benannt. Dieser sagte in einer Gleichung vorher, dass an einem Ort, an dem die Strömungsgeschwindigkeit größer ist als in der Umgebung, der Luftdruck gegenüber der Umgebung immer niedriger ist. Dies ist eine Konsequenz der Energieerhaltung. 

Wenn Ihnen morgens in der Dusche also der Plastikvorhang entgegenkommt, liegt das daran, dass der Duschkopf das Wasser mit hoher Geschwindigkeit abgibt, davon wird die Luft in der Dusche mitgerissen. Das gesuchte physikalische Gesetz besagt, dass die Luft, die in das Gebiet größerer Strömungsgeschwindigkeit eindringt, beschleunigt werden muss. In der Strömungmechanik gilt als treibende Kraft der Beschleunigung ein Druckabfall. Laut Max-Planck-Institut verrichtet der Luftdruck im Bereich der langsamen Strömung – also der höhere Druck – Arbeit an den Luftteilchen, die beschleunigt werden müssen. Das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation schreibt auf seiner Seite: „So sind also bei Luftströmungen Druck und Geschwindigkeit immer miteinander verbunden. Der Ort der höchsten Geschwindigkeit ist immer auch der Ort des niedrigsten Drucks.“

Wenn Sie morgens unter der Dusche stehen kommt es also zu einem Druckabfall in der Duschkabine. Der höhere Druck außerhalb der Kabine „drückt“ den Duschvorhang nach innen – im unangenehmsten Fall gegen Ihren Körper. Gemein dabei ist: Je näher Sie dem Duschvorhang kommen, desto stärker ausgeprägt zeigt sich der gesuchte Effekt. Ist der Raum zwischen Bein und Duschvorhang also besonders eng, muss die Luft in diesem Bereich noch schneller fließen, damit die gleiche Luftmenge pro Zeit befördert wird. Das verstärkt die Sogwirkung.

Also: In idealisierten Flüssigkeiten und Gasen, in denen keine Reibung auftritt, bleibt die Summe aus Staudruck, statischem Druck und Schweredruck immer konstant – so lautet das Gesetz von ...?

Wie heißt der gesuchte Effekt?

Gewonnen hat Sabine Wicke aus Heilbronn!


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