Bayern

Wo bleiben die 20.000 Grippeimpfstoffe aus Frankreich?

Berlin - 06.12.2018, 13:55 Uhr

In Bayern sollten 20.000 Grippe-Impfstoffe aus Frankreich landen, das ist bislang nicht geschehen. Der BAV dementiert aber, dass der Import komplett storniert wurde. (m / Foto: imago)

In Bayern sollten 20.000 Grippe-Impfstoffe aus Frankreich landen, das ist bislang nicht geschehen. Der BAV dementiert aber, dass der Import komplett storniert wurde. (m / Foto: imago)


Kohlpharma: Ware aus dem EU-Ausland ist schwer zu beschaffen

Und auch der Importeur Kohlpharma selbst bezeichnet es als „nicht richtig“, dass die Bestellung in Frankreich storniert worden sei. Ein Sprecher erklärte gegenüber DAZ.online: „Die Ware ist im EU-Ausland derzeit einfach schwer zu beschaffen. Wir setzen aber alles daran, die Apotheker in ihrem Versorgungsauftrag zu unterstützen.“

Mehr zum Thema

In anderen Bundesländern sind die einzelnen Regierungspräsidien weiterhin in Abstimmung mit den jeweils zuständigen Länderbehörden. Denn erst wenn auch auf Landesebene ein Versorgungsengpass festgestellt wird, kann die Suche nach Alternativen starten. Dann können Großhandlungen in Deutschland nicht zugelassene Grippeimpfstoffe einführen, lagern und vertreiben.

Baden-Württemberg steht nach Informationen von DAZ.online kurz vor einer Veröffentlichung einer solchen Allgemeinverfügung, in Rheinland-Pfalz soll es sie schon geben. Auch Hamburgs Apotheken und Großhändler dürfen nun offiziell importieren. In Hessen sollen laut Apothekerverband dank der Importe schon wieder Grippeimpfstoffe auf dem Weg in die Apotheken sein. Und in Sachsen teilte das Gesundheitsministerium kürzlich mit, dass man derzeit direkt bei Mylan bestellen könne.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Engpass Influenzavakzine 2018/19

Grippeimpfstoffe: Der Markt ist leer

Bayern reagiert auf Mangel an Influenzavakzinen

Sondersitzung wegen Grippeimpfstoff-Engpässen

Versorgungsengpässe bei Grippeimpfstoffen

Spahn erlaubt Import von Grippeimpfstoffen

BAV-Vorsitzender Hubmann verteidigt in der Mitgliederversammlung die Arbeit der ABDA

„So etwas fällt nicht vom Himmel“

Wirtschaftspressekonferenz des BAV

BAV vermisst Kompromissbereitschaft der Kassen

Grippeimpfstoff-Chaos

Suche nach dem Verantwortlichen

1 Kommentar

Angebot und Nachfrage

von Jan Kusterer am 06.12.2018 um 15:32 Uhr

Wie? Was? Die anderen europäischen Länder wollen ihre Impfdosen selber verimpfen? Die interessante Frage dieses Winters wird es werden, ob die Kapitalmacht eines Landes über die Gesundheitsprävention von ganz Europa entscheiden wird. Wie sieht aktuell der Bedarf, freigegebene Dosen dieses Jahr und Lieferquote in den anderen europäischen Ländern eigentlich aus?

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Kommentar abgeben

 

Ich akzeptiere die allgemeinen Verhaltensregeln (Netiquette).

Ich möchte über Antworten auf diesen Kommentar per E-Mail benachrichtigt werden.

Sie müssen alle Felder ausfüllen und die allgemeinen Verhaltensregeln akzeptieren, um fortfahren zu können.