Giftinformationszentren und BfR warnen

Knopfzellen: Gefahren im Kinderzimmer

Berlin - 06.12.2018, 09:00 Uhr

Im Vergleich zu Knopfbatterien eher harmlos: Stabbatterien oder Monozellen. Kinder lecken manchmal daran. An der Kontaktstelle könnten
sehr selten Verätzungen auftreten. (Foto: DURIS Guillaume / stock.adobe.com)

Im Vergleich zu Knopfbatterien eher harmlos: Stabbatterien oder Monozellen. Kinder lecken manchmal daran. An der Kontaktstelle könnten sehr selten Verätzungen auftreten. (Foto: DURIS Guillaume / stock.adobe.com)


Den Hustensaft leergetrunken? Wann man Eltern zunächst beruhigen kann

Bei Vergiftungsverdacht ist ein Anruf beim Giftnotruf immer anzuraten. Da Vergiftungen nun einmal Szenarien sind, die eigentlich nicht eintreten sollten, gibt es kaum Daten und somit wenig praktische Ratschläge in der Literatur für solche Fälle. Die Giftnotrufzentren schöpfen ihr Wissen also vor allem auch aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz. So auch bei von Kindern versehentlich verzehrten Arzneimitteln.

Bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen des Universitätsklinikums in Bonn, findet man auf deren Internetauftritt eine Liste, die zumindest in manchen Fällen in der Apotheke panische Eltern beruhigen kann:

Unter dem Titel „weitgehend ungefährliche Medikamente“ findet man zum Beispiel neben anderen

  • Hustensäfte mit dem alleinigen Wirkstoff Ambroxol bis zu einer Menge von einer Flasche,
  • Antibabypillen bis zu einer Menge von einer Monatspackung oder
  • eine Packung Dentinox. 

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Vorsicht bei Magneten

Im Kinderzimmer lauern nicht nur die Knopfzellen als Gefahr. Kinderärzte, Eltern und Apotheker sollten ebenso hellhörig werden, wenn der Verdacht besteht, dass Magnete verschluckt wurden. Eine besondere Gefahr geht dabei von sogenannten Neodymium Magneten aus. Oft werden diese als die „stärksten Magnete der Welt“ betitelt. Das Problem: Die Magnete sind sehr klein, teils in bunten Farben erhältlich und werden als Spielzeug für Erwachsene vermarktet. Im Körper können die Magnete aneinanderhaften und so auch Gewebe einklemmen, was zu lebensgefährlichen Verletzungen führen kann.   



Diana Moll, Apothekerin und Volontärin, DAZ.online
redaktion@daz.online


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