Karin Maag (CDU)

„Ich weiß nichts von einem 350-Millionen-Euro-Paket für Apotheker“

Berlin - 13.11.2018, 13:30 Uhr

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag, bestreitet, dass es zwischen der ABDA und dem BMG eine ausgehandelte Honorar-Lösung geben soll, die ein Plus von 350 Millionen Euro für die Apotheker bedeuten würde. (Foto: Külker)

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag, bestreitet, dass es zwischen der ABDA und dem BMG eine ausgehandelte Honorar-Lösung geben soll, die ein Plus von 350 Millionen Euro für die Apotheker bedeuten würde. (Foto: Külker)


Apotheker wollen das Rx-Versandverbot nicht verkaufen

Noch viel größer ist die Sorge im Apothekerlager aber, dass sich die ABDA das Rx-Versandverbot mit einer Honorarerhöhung abkaufen lässt, ohne eine Lösung für das eigentliche Problem zu finden. Denn egal, ob es nun eine Sonder-PZN-Lösung oder einen anders aufgebauten Strukturfonds gibt: Auch die Problematik rund um die Gewährung von Rx-Boni muss gelöst werden. Spahn selbst hatte in einem Facebook-Video erklärt, dass er Rx-Rabatte in Deutschland nicht mehr zulassen wolle.

Spahn auf Apothekenbesuch

Immerhin: Der Minister hat einen baldigen Lösungsvorschlag angekündigt. Am Wochenende erschien der Minister auf dem 275-Jahre-Jubiläum der Adler-Apotheke in Rheine. Rheine liegt in Spahns Wahlkreis, der Minister hat regelmäßigen Kontakt zum Apothekeninhaber Peter Schöning. Zur Jubiläumsfeier kamen neben Spahn unter anderem auch Gabriele Regina Overwiening, Kammerpräsidentin in Westfalen-Lippe, und Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Gegenüber DAZ.online berichtete Schöning von seinem Gespräch mit Spahn: „Kurz hatte ich die Gelegenheit, mit Spahn über die aktuelle politische Lage zu sprechen. Er erklärte mir gegenüber, dass er im Laufe der nächsten Woche oder in der Woche darauf eine Lösung, also einen sogenannten Plan B, vorstellen möchte. In seinem Vortrag hat Spahn auch kurz zugesichert, dass er eine Regelung finden wolle, um die Ungleichbehandlung in- und ausländischer Apotheken zu beenden.“

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion rund um den Plan B und das mögliche Honorar-Geschenk ist der Apotheker der Meinung, dass die Aufgabe des Rx-Versandverbotes nicht durch bloße Geldgeschenke kompensiert werden darf. Schöning wörtlich: 


Aus meiner Sicht bringt es nichts mehr, auf dem Rx-Versandverbot zu beharren. Es war richtig, dass sich die ABDA dafür eingesetzt hat. Die Mehrheit an der Apotheker-Basis ist auch nach wie vor für das Verbot. Man muss sich nun aber pragmatisch den politischen Realitäten anpassen. Wichtig ist mir, dass die Apothekenstruktur erhalten bleibt und eine Regelung gefunden wird, die den Markt schützt. Die Aufgabe des Verbotes sollte also nicht nur mit Geld erkauft werden. Viel wichtiger wäre es, einen geregelten Aufgabenkatalog für die Apotheker festzuschreiben.“

Apothekeninhaber Peter Schöning aus Rheine




Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

Im Herbst gehen wir es an

von Dr. Schweikert-Wehner am 13.11.2018 um 17:54 Uhr

Kann die Dame sich noch an ihr Versprechen zum RXVV erinnern? Oder interessiert Sie sich nicht mehr für ihr dummes Geschwätz von gestern?

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