Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

04.11.2018, 08:00 Uhr

Da gibt's einiges Suspektes in dieser Woche.. (Foto Andi Dalferth) 

Da gibt's einiges Suspektes in dieser Woche.. (Foto Andi Dalferth) 


Spahn will Neustart und hat Zeit für lustiges Video – aber er meint’s ernst, den Neustart und das Video. Und wann nimmt er sich Zeit für die Apothekerprobleme? Mittlerweile ist es bei uns Apothekers angekommen: Unsere Gesellschaft mag keine Versandverbote. Aber ein unfairer Wettbewerb mit ausländischen Versendern bleibt ungerecht. Außerdem: Kleiner Sturm um Münchens Klinische Pharmazie – was dürfen Bayerns Delegierte darüber wissen? 

29. Oktober 2018

Hast du nicht auch das Gefühl, mein liebes Tagebuch, dass derzeit zwar viel über Digitalisierung im Apothekenbereich geredet wird, aber letztlich wenig passiert? Mir ist schon klar, dass im IT-Bereich nicht alles so schnell geht, wie man es gerne hätte. Aber so ein paar greifbare Fortschritte könnte es schon mal geben. Peter Froese, Chef des Apothekerverbands Schleswig-Holstein, ist bekanntlich unser Experte und Vordenker in Sachen Digitalisierung. Auf der letzten Mitgliederversammlung seines Verbands schaute er wieder mit realistischem Blick in die Zukunft. Beim Thema Rx-Versandverbot machte er deutlich: Unsere Gesellschaft, die gewohnt ist, alles per Klick im internet zu bestellen, empfindet ein Rx-Versandverbot als „Tabubruch“. Wie wahr, mein liebes Tagebuch, auch wenn wir Apothekers das Arzneimittel als besondere Ware sehen und tausend gute Gründe für ein Versandverbot haben – es ist der Gesellschaft kaum zu vermitteln. Wir müssen uns wohl davon verabschieden. Wir sollten wirklich rasch neu denken und ein Gesamtkonzept überlegen vor dem Hintergrund der Digitalisierung. Statt Rx-Versandverbot sieht Froese da zu Recht ein Bündel an Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise auch der Umgang mit dem Botendienst, den rechtlichen Grenzen zwischen Versand und Botendienst, der Umgang mit dem E-Rezept. Weitere Stichpunkte: App statt elektronischer Gesundheitskarte und eine neutrale Plattform zur sicheren Kommunikation der Patienten mit der Apotheke. Und vor allem: Wann wird endlich die Möglichkeit geschaffen, dass Ärzte und Apotheker sicher digital kommunizieren können? Das ist doch längst überfällig. In Schleswig-Holstein soll das demnächst möglich sein, dass Ärzte über diesen Weg Informationen zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) austauschen. Mein liebes Tagebuch, es sollte mit Hochdruck daran gearbeitet werden, dies fürs gesamte Bundesgebiet einzurichten. Wir schreiben das Jahr 2018! 


Auf dem Apothekertag machte sich Apothekerverbandschef Becker für die Abschaffung der Importquote stark. Ob das bei unserem Bundesgesundheitsminister angekommen ist? Mein liebes Tagebuch, wir wissen es nicht. Eine verbale oder gar tatkräftige Initiative folgte noch nicht. Und bevor das Anliegen versandet – immerhin ist die weit überwiegende Mehrheit der Apothekenleiter, so eine Apokix-Umfrage, für eine Abschaffung der Importquote – sollten wir dieses Thema am Kochen halten. Selbst Patienten sollen importierten Arzneimitteln kritisch gegenüber stehen. Mein liebes Tagebuch, unser Apothekerverband könnte da ruhig mal nachlegen und dieses Thema in die Öffentlichkeit tragen: Sicherheitsbedenken und mangelndes Vertrauen in die Qualität – das lässt sich doch gut kommunizieren. 

30. Oktober 2018

In Apotheken fehlen Fachkräfte. Wie soll dies weitergehen? Was tun unsere Kammern, was tut die ABDA, um die Attraktivität des Arbeitsplatzes öffentliche Apotheke zu steigern? Um Nachwuchs für die öffentliche Apotheke zu begeistern? Einer Umfrage der Apothekengewerkschaft Adexa zufolge arbeiten Apothekenmitarbeiter heute durchschnittlich 7,8 Stunden mehr in der Woche im Vergleich zu 2010. Bilden wir zu wenige Pharmazeuten aus? Eigentlich nicht, der Zulauf zum Pharmaziestudium ist ungebrochen, die Semester sind voll. Ja, wir ahnen es mein liebes Tagebuch: Rund 80 Prozent der Pharmaziestudierenden sind weiblich. Viele der jungen Apothekerinnen  stehen nach dem Studium dem Arbeitsmarkt nur wenige Jahre zur Verfügung, sie verabschieden sich in die Familienzeit. Und nur ein Bruchteil davon findet in späteren Jahren den Wiedereinstieg in den Beruf. Das dürfte ein Grund für den Fachkräftemangel bei Approbierten sein. Ein anderes Problem, das die Adexa-Umfrage zeigte: Die Gehälter, die Apotheken zahlen (können), sind nicht allzu üppig, die übertariflichen Gehälter sind in vielen Bundesländern sogar gesunken. Unter dem Tarif liegen die Gehälter in Sachsen-Anhalt, Thüringen und vor allem in Sachsen. Hinzu kommt: Die Industrie lockt mit weit auskömmlicheren Gehältern als die Apotheken. Da fällt es nicht leicht, den Arbeitsplatz Apotheke attraktiv darzustellen

31. Oktober 2018 

Ist und bleibt die Klinische Pharmazie als fünfte pharmazeutische Disziplin auch das fünfte Rad am Wagen? Rund 20 Jahre nach der Aufnahme in die Approbationsordnung gibt es noch lange nicht an allen pharmazeutischen Instituten einen Lehrstuhl für Klinische Pharmazie, d. h., die Forschung bleibt da weitgehend auf der Strecke. Immerhin wird die Lehre für das Fach Klinische Pharmazie – immerhin ein Staatsexamensfach – von den anderen Disziplinen irgendwie mitbetreut und übernommen. Dennoch, mein liebes Tagebuch, so richtig stark wie unsere geliebte Pharmazeutische Chemie oder Pharmazeutische Technologie kommt die Klinische Pharmazie nicht um die Ecke. Schade, schade, dass hier die Lobby oder das Geld oder beides für dieses Fach fehlt. Dabei ist die Klinische Pharmazie – sorry, liebe PharmChemiker – in meinen Augen ein essentielles Fach für uns Apothekers, das den Weg in die Zukunft weist. Und bevor der pharmazeutisch-chemische Platzhirsch aufheult: Natürlich ist die Chemie eine so wichtige Grundlage, auch die medizinische Chemie, die Technologie, die Biologie. Und die Pharmakologie sowieso. Aber das heißt doch nicht, dass die Klinische Pharmazie auf keinen grünen Zweig kommen darf. Im Ernst: Es wird Zeit, dass wir diesem Fach endlich mehr Aufmerksamkeit widmen – es ist ein unerlässlicher Baustein, der unseren Beruf in die Zukunft führt, der uns Pharmazeuten für die Herausforderungen der Zukunft stärkt. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu verstehen, was da in München passierte: Da hat man im Frühjahr dieses Jahren einen W3-Lehrstuhl für Klinische Pharmazie geschaffen und ausgeschrieben, aber bis heute noch nicht besetzt. Und eine Besetzung soll auch nicht mehr geplant sein. Angeblich soll „mangelnde Qualifikation sämtlicher Bewerber“ der Grund dafür gewesen sein. Was man auch weiß: Der Berufungsausschuss hat auf Antrag des Vorsitzenden, Prof. Dr. Thomas Carrell, seines Zeichens organischer Chemiker, beschlossen, den Lehrstuhl dem Department Pharmazie wegzunehmen und dem Department Organische Chemie zuzuschlagen. Mein liebes Tagebuch, da ist es doch kein Wunder, wenn man da vermutet, dass das ein G’schmäckle hat? Die Bayerischen Kammerdelegierten wollen nun wissen, was da schief gelaufen ist. Auf der Kammerversammlung am 20. November soll der Vorstand beauftragt werden, Informationen einzuholen. 

1. November 2018 

Jetzt aber: Die Ankündigung von Angela Merkel, ihren Platz als Parteivorsitzende zu räumen, hat auch unseren Bundesgesundheitsminister dazu bewegt, ganz offiziell seinen Hut in den Ring zu werfen und sich als neuen Parteivorsitzenden zu empfehlen. Und da Merkel schon ankündigte, 2021 mit Ablauf der Wahlperiode nicht mehr als Kanzlerin anzutreten, heißt das dann wohl auch, dass sich Jens Spahn als Kanzlerkandidat warm laufen wird. In einem Gastkommentar in der FAZ hat er bereits angekündigt, was und wie er alles anders und vor allem besser machen will. Und unbedingt anschauen: Spahns Bewerbungsvideo „Neustart“ auf Facebook, mit dem er sich wohl für den Parteivorsitz bewirbt. Mein liebes Tagebuch, so viele floskelhafte Schlagworte in einem nur einminütigen Videospot hat man selten gesehen, irgendwie wirkt alles abgeguckt von Christian Lindner. Zum Schmunzeln: faz.net hat das Video köstlich analysiert. Mein liebes Tagebuch, aber was heißt das ganze Spektakel nun für uns Apothekers? Hat der Bundesgesundheitsminister da noch wirklich Zeit, sich um seine Aufgaben zu kümmern? Um die Apothekenthemen? Es gehe ihm um „neue Ehrlichkeit“, heißt es in seinem FAZ-Kommentar. Und wie er schon auf dem Apothekertag sagte: Gute Lösungen gebe es nur mit einer offenen Debatte. Tja, mein liebes Tagebuch, für Debatten braucht man Zeit – hat die der CDU-Kandidat? Für den unfairen Wettbewerb im Apothekenbereich hatte er keine Lösung dabei. Ob man mit Worthülsen, getragen von heißer Luft, die Lösungen findet? Irgendwie ist mir das alles sehr suspekt. 

2. November 2018 

Nochmal Klinische Pharmazie: Der Antrag von Delegierten der Bayerischen Landesapothekerkammer an ihren Vorstand, die Gründe für die Nichtbesetzung der W3-Professur Klinische Pharmazie an der Uni München zu eruieren, stößt bei Frankfurter Hochschullehrern auf Unverständnis. In einem Gastkommentar nehmen sie zu diesem Ansinnen Stellung. Und packen gleich noch ihre Ansicht zum Thema Klinische Pharmazie dazu. Mein liebes Tagebuch, schön, wie sie die Klinische Pharmazie als gleichrangig mit den anderen „älteren“ Fächern der Pharmazie (Chemie, Biologie, Technologie, Pharmakologie) einstufen. Und sie haben natürlich Recht: Kein Fach kann ohne das andere, erst das Zusammenspiel aller Fächer bringt’s. Und sie machen auch deutlich: Es gibt kein Entschuldigung dafür, dass die Klinische Pharmazie an zu wenigen Standorten durch eine W3-Professur oder einen Lehrstuhl vertreten ist. Selbst die Pharmakologie  ist beileibe noch nicht an allen Standorten mit einem eigenen Lehrstuhl innerhalb der Pharmazie vertreten. Danke für diese klaren Worte! Bei der Causa Uni München und der nichtbesetzten W3-Professur in Klinischer Pharmazie springen die Frankfurter Hochschullehrer allerdings ihren Münchner Hochschulkolleginnen und -kollegen zur Seite. So haben auch die Frankfurter Hochschullehrer wenig Verständnis für das Ansinnen der Bayerischen Delegierten, die wissen wollen, wer die Mitglieder des Berufungsausschusses waren, wie viele Kandidaten sich für den Lehrstuhl beworben haben und ob es richtig sei, dass alle Bewerber für ungenügend qualifiziert erachtet wurden. Sind das wirklich unanständige Fragen, die da gestellt werden? Darf man da nicht ein bisschen mehr Transparenz erhoffen? Und unbeantwortet bleibt die Frage, warum der Lehrstuhl nun der Pharmazie weggenommen wird. Da muss man doch stutzig werden…



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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8 Kommentare

Schnee von gestern!

von Christian Giese am 04.11.2018 um 15:30 Uhr

Die "normative Kraft des Faktischen", den Rx-Versand, hätte man mit erheblich mehr "Kraft"-aufwand standespoltisch angehen müssen, als mit dem naiven Wunschkonzert eines "Verbotes".
Ja, Fahrradkette, hätte, hätte...
Herrn Ditzel´s "Gerechtigkeit / Ungerechtigkeit" als ethischer Wert an sich, hätte den Wertehorizont erheblich erfolgversprechender und politisch Eindruck hinterlassender, erweitert.
Aber wenn man von vornherein jegliche öffentliche und berufsinterne Erkenntnis im Diskurs scheut und lieber schweigt, ist es halt Null und nix.
Schnee von gestern!
Warten auf den nächsten Schnee.

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Seitenblicke ...

von Reinhard Herzog am 04.11.2018 um 14:05 Uhr

Offenkundig machen es die Ärzte seit Jahren viel besser:

https://www.medical-tribune.de/meinung-und-dialog/artikel/aerztemonitor-2018-hohe-zufriedenheit-und-ruecklaeufige-arbeitszeiten

Kleine Denkaufgabe: Was machen die eigentlich besser?

Nein, es sind nicht nur allein die regelmäßigen Honorarerhöhungen (die teils immer noch durch steigende Ärztezahlen für den Einzelnen gemindert werden, v.a. bei diversen Fachärzten).

Auch die Apotheken haben Jahr für Jahr in summa steigende Roherträge (ja wirklich! Und eben nicht nur - noch stärker - steigende Umsätze). Sie müssen diese zudem mit immer weniger Kollegen teilen - und was passiert bei uns?

Und zum Thema Jens Spahn:
Ich wette, der wird weder CDU-Vorsitzender noch alsbald Kanzler. Im Dezember geht das zwischen Kramp-Karrenbauer oder einem Unbekannten, den noch niemand auf dem Schirm hat, aus.
Mit dieser Richtungsentscheidung dürfte das dann erstmal das vorläufige Aus für die Karriereambitionen eines Jens Spahn sein. Vielleicht wieder in der übernächsten Runde ... also bleibt er uns wohl erhalten. Solange die GroKo hält, mit einem Gespann Merkel - AKK deutlich wahrscheinlicher.

Tatsache ist wohl, dass ihn im Moment die Apotheken nicht über die Maßen interessieren dürften. Da muss unser Berufsstand schon demnächst etwas sehr Durchdachtes, Bekömmliches und Mundgerechtes präsentieren, wenn er weiter Gehör finden möchte.

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Personelle und Inhaltliche Erneuerung

von Karl Friedrich Müller am 04.11.2018 um 12:06 Uhr

Dazu 2 Kommentare aus der Tagesschau, denen ich zustimme:
Spahn kann kein Kanzler - und CDU- Vorsitzender auch nicht!
Spahn: "Wir sind doch bei der Bundestagswahl in unseren Hochburgen in Baden-Württemberg und Sachsen nicht wegen der Pflegepolitik oder der Forschungspolitik eingebrochen."

Wegen der Forschung sicher nicht, wohl aber bestimmt bei der Pflege - und da die Politik diese "offene Unterschenkelfraktur" weiterhin mit einem einzigen Pflaster bekämpfen möchte, bleibt das Thema erhalten! Das einzige Pflaster wird allerdings teuer, denn die Pflegeversicherung wird massiv ansteigen (+0,25%).

Grund für desaströse Wahlergebnisse könnten auch "Diesel- Gipfel" und drohende Fahrverbote sein? Und wie die Politik mit diesem Umstand umgeht! Alters- und Kinderarmut, marode KiTas und Schulen, 0-Zins- Politik und damit einhergehender Enteignungen privater Altersversorgungen.

"Würde statt Waffen" - Der jährlich steigende Verteidigungsetat sollte besser den privatisierten Gesundheitssektor entlasten, denn, ohne Waffen auch weniger Kranke!

Am 04. November 2018 um 04:49 von marciaroni
mit anderen Worten
Herr Spahn hat - genau wie die SPD Führung - keine Ahnung, warum ihm die Wähler weglaufen und ist der Meinung, lediglich sein Profil schärfen zu müssen. Hier wird Politik für höchstens 10% der Bevölkerung gemacht, das ist das Problem und deswegen entwickeln sich die beiden Regierungsparteien in diese Richtung! Wer denkt, dies nur mit einer konservativen Migrationskontrolle beheben zu können, dem fehlen eine ganz erhebliche Menge Tassen im Schrank. Hier wird - aus niedersten Motiven (nämlich Gier) - der komplette soziale Zusammenhalt vernichtet und die Wahlergebnisse sind die Quittung dafür. Die Politik für das ausschließliche Wohl von Wirtschaft und Konzernen hat die breite Masse um tausende Euro pro Jahr ärmer gemacht, das läßt sich nicht beheben, indem man ein wenig an den verantwortlichen Reformen schraubt. Dafür wäre eine völlig andere Politik nötig. Fraglich ist, ob die überhaupt jemand leisten kann, aber weder Union noch SPD WOLLEN sie leisten. Und deswegen gehen sie unter!

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Unsere Gesellschaft mag keine Versandverbote.

von Karl Friedrich Müller am 04.11.2018 um 10:53 Uhr

Behaupten Sie.
Einige Politiker, Krankenkassenvorstände, Schmarotzer, die meinen, nicht nur ihre (chronischen) Krankheiten bezahlt bekommen zu müssen, sondern auch noch daran verdienen wollen, Personen, die sich an die 70% Angabe hinter dem Preis gewöhnt haben, zu faul und bequem, darüber nachzudenken und einige, die tatsächlich auf Ersprarnisse angewiesen sind (das ist wieder ein Problem der Politik, nicht unseres)
Sind nicht die „Gesellschaft“. Nur ein kleiner Teil, der es schafft, sich Gehör zu verschaffen.
Es ist schon merkwürdig, dass Minderheitenmeinungen oft eine große Rolle spielen, während oft die Meinung und Wünsche vieler unter den Tisch fallen. Oder eben auch nicht. Die Meinungen werden von der Politik benutzt, ihren und den Interessen von Konzernen zu nutzen. Durchsichtig, aber nicht für alle.
Die Frage ist auch falsch gestellt:
Will die „Gesellschaft“
Ein funktionierendes Gesundheitswesen
Genügend Ärzte und Termine
Wohnortnahe Krankenhäuser und Notfallambulanzen
Hebammen
Geburtskliniken
Apotheken, nicht nur im Notfall, sondern ständig erreichbar, befragbar, helfend
Schlicht: eine gute Versorgung?
Dann muss die Gesellschaft eben Konzerne, Online „Apotheken“ aus dem Gesundheitswesen ausschließen, denen es nicht um die Gesundheit, sondern nur um die Rendite geht. Oder steigende Kurse.
Würde mich schon mal interessieren, ob KK und Politiker Überzeugungstäter sind, oder ob in Wahrheit persönliche Interessen hinter ihrem Engagement zur Apothekenvernichtung und Destabilisierung des Gesundheitswesens steckt.

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AW: Unsere Gesellschaft mag keine

von Anita Peter am 04.11.2018 um 12:42 Uhr

Chapeau, alles auf den Punkt gebracht.

Ein „Video“ ist noch kein Fahrschein ins ...

von Christian Timme am 04.11.2018 um 10:37 Uhr

Jens Spahn ... Gesundheitsminister, Kardiologe ... Kanzler? Friedrich wird ihn schon „ausmerzen“ ...

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Führung?

von Christian Giese am 04.11.2018 um 10:12 Uhr

Die genannte Ungerechtigkeit hätte sich auch anders ausdrücken lassen, als "...-Verbot".

Sich so in die negative Enge drängen lassen, schafft auch nur die derzeitige ABDA-Führung.

Was für eine Führung?

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Spahn

von Conny am 04.11.2018 um 9:18 Uhr

Ich muss immernoch an die Delegierten denken, die Spahn so beklascht haben. Wir haben es einfach nicht anders verdient. Spahn hat gar kein Interesse und auch jetzt gar keine Zeit für eine vernüftige Lösung. Gut das dieser Unsympath wahrscheinlich keine Chance hat, aber wer weiss, was seinem Kumpel Max Müller noch für Ideen hat , die Überzeugungskraft für Spahn zu erhöhen. Das Buget ist jedenfalls vorhanden.

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