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Zinkversorgung überprüfen – unterstützende Therapie der Neurodermitis

Stuttgart - 04.02.2019, 15:45 Uhr

(Foto: miamariam / stock.adobe.com)

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Zinksupplementation als unterstützende Maßnahme

Die Therapie des atopischen Ekzems bezieht eine Vielzahl von Maßnahmen ein und wird individuell auf den Patienten abgestimmt. In erster Linie sollten jedoch Triggerfaktoren identifiziert und anschließend gemieden werden. Hinzu kommt eine konsequente Basistherapie mit okklusiven oder feuchtigkeitsbindenden Pflegeprodukten, wie z. B. harnstoffhaltigen Cremes. Je nach Schweregrad werden dann weitere topische oder systemische Wirkstoffe ergänzt. 

Um Ihre Kunden in der Apotheke bei der Therapie zu unterstützen, können Sie ihnen eine Überprüfung des Zinkspiegels empfehlen. Da jedoch nur die intrazellulären Zinkwerte nachweislich bei Neurodermitis-Patienten erniedrigt waren, sollte die Bestimmung anhand des Vollblutes erfolgen. 

Bei einem bestätigten Mangel, kann die Supplementation von Zink (z. B. Zinkorot® 25 Tabletten, Zinkorotat-POS® 40 mg, Curazink® 15 mg Hartkaspeln, Unizink® 50 Tabletten u.v.m.) eine Verbesserung der Symptomatik- insbesondere des Juckreizes - bewirken.

Was ist zu beachten?

Neben einem schlechten Geschmack kann es unter der Einnahme von Zink auch zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen. Um die auftretende Übelkeit zu verhindern, kann Zink in Ausnahmefällen zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Die gleichzeitige Einnahme mit phytinhaltigen pflanzlichen Nahrungsmitteln (z. B. Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse) sollte jedoch vermieden werden, da diese die Resorption beeinträchtigen können. Außerdem gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Kaffee die Resorption von Zink beeinträchtigt.

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Zink und Immunsystem

Zink zeigt als zweiwertiges Kation auch Interaktionen mit Tetracyclinen und Chinolonen (Antibiotika), Schilddrüsenhormonen, Bisphosphonaten (Osteoporose-Therapeutika), D-Penicillamin (Antirheumatikum) und EDTA (Antidot). Aus diesem Grund sollte zwischen der Einnahme von Zink und den genannten Wirkstoffen ein zeitlicher Abstand von mindestens drei Stunden eingehalten werden.

Kinder und Jugendliche sollten bis zum vollendeten 17. Lebensjahr keine zinkhaltigen Supplemente zu sich nehmen. Stillende und Schwangere sollten eine Zink-Supplementation immer mit Ihrem Arzt abklären. Einer Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge sollte die tägliche Dosis von 25 mg Zink auf längere Zeit nicht überschritten werden. 



Nadine Sprecher, Apothekerin, Redakteurin PTAheute.de
redaktion@daz.online


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