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Erkältung im Griff – dank hochdosiertem Zink

Stuttgart - 06.12.2018, 11:30 Uhr

Kann Zink dabei helfen, grippale Infekte schneller wieder loszuwerden? ( r / Foto: Rido / stock.adobe.com)
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Kann Zink dabei helfen, grippale Infekte schneller wieder loszuwerden? ( r / Foto: Rido / stock.adobe.com)


Tagesdosis wird durch normale Mischkost erreicht

Um den täglichen Zinkbedarf von 7 bis 16 mg zu decken, eignen sich Rind-und Schweinefleisch ebenso wie Eier, Milch und Käse. Aber auch Vegetarier können einen Zinkmangel mit Hilfe von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vermeiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) führt als Beispiel zur Bedarfsdeckung folgende Speisen auf: Zwei Scheiben Vollkornbrot mit Käse und fünf Esslöffel Haferflocken bzw. 150 g Rindfleisch und ein Glas (Kuh-)Milch.

Zink zur Unterstützung der Behandlung von grippalen Infekten

Zur Behandlung von Zinkmangelzuständen bzw. zur Unterstützung der Behandlung von grippalen Infekten stehen  in der Apotheke Arzneimittel zur Supplementation zur Verfügung (z. B. Zinkorot® 25 Tabletten, Zinkorotat-POS® 40 mg, Curazink® 15 mg Hartkaspeln, Unizink® 50 Tabletten u.v.m.).

Um eine Unterdosierung zu vermeiden, sollten Sie bei der Auswahl jedoch auf die enthaltene Menge an reinem Zink-Ion achten. Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im März 2018 anmerkte, bezieht sich die Produktbezeichnung einiger Hersteller auf das enthaltene Salz und nicht etwa auf das Ion. So enthalten z. B. Zinkorotat-POS® 40 mg lediglich 6,3 mg reines Zink und Unizink® 50 Tabletten ausschließlich 10 mg Zink-Ion. Dies kann für Laien außerordentlich irreführend sein.

Das Wichtigste in Kürze

Durch die Einnahme von Zink kann die Erkältungsdauer verkürzt werden. Für eine eindeutige Empfehlung sind jedoch weitere Studien notwendig. Wird die Einnahme von Zink erwogen, sollte die tägliche Dosis von 25 mg auf längere Zeit nicht überschritten werden. 

* Zuletzt aktualisiert am 09.10.2019;  In einer vorherigen Version bezog sich dieser Abschnitt 
auf eine Meta-Analyse die wegen Plagiatsvorwürfen zurückgezogen wurde. 



Nadine Sprecher, Apothekerin, Redakteurin PTAheute.de
redaktion@daz.online


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