Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

22.07.2018, 08:00 Uhr

Die ABDA im Geschwindigkeitsrausch: Jetzt soll's schnell gehen mit dem E-Rezept... (Foto: Andi Dalferth)

Die ABDA im Geschwindigkeitsrausch: Jetzt soll's schnell gehen mit dem E-Rezept... (Foto: Andi Dalferth)


18. Juli 2018 

Ein Rx-Versandverbot um jeden Preis – nein, das ist mit dem neuen Bundesgesundheitsminister Spahn nicht drin. So ein Versandverbot hat nicht die oberste Priorität für ihn. Er möchte lieber „alles versuchen, um einen fairen Wettbewerb herzustellen“. „Wenn das nicht gelingt, nehmen wir ein generelles Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Medikamente in den Blick“ – hat er in einem Interview mit der „Apotheken Umschau“ gesagt (das Interview wird in der August-Ausgabe erscheinen). Mein liebes Tagebuch, damit ist die Richtung klar, oder? Ich halte das für eine verklausulierte Ansage, dass die Sache mit dem Rx-Versandverbot für ihn quasi erst Mal nicht in Frage kommt. Und das wird er wohl auch mit der ABDA ausbaldowert haben. Für Spahn lässt sich ein fairer Wettbewerb auch irgendwie anders herstellen oder es lassen sich Maßnahmen finden, die sich für ihn so anfühlen. Was das alles sein kann, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ach, mein liebes Tagebuch, wir sind schon so gespannt, wenn ABDA und Spahn ihr Schweigegelübde brechen und uns mit ihrem Deal überraschen. 



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Rückblick auf das Jahr 2019

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Rückblick auf das Jahr 2018

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

2 Kommentare

Der ABDA- Deal von Oktober 18

von Ulrich Ströh am 22.07.2018 um 9:51 Uhr

Wie würden Ärzte reagieren,wenn die KBV ein Schweigegelübde mit Minister Spahn bezüglich ihrer wirtschaftlichen Zukunft über ein ganzes Jahr vereinbart?

Die Erwartungshaltung auf einen entsprechend guten Deal wäre hoch.
Bei uns Apothekern ist es ebenso.

Resultate zählen im Oktober18...

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Ringelreihnreise nach Jerusalem oder Wer zuerst zuckt zahlt den Dealer

von Bernd Jas am 22.07.2018 um 14:17 Uhr

Einen schönen guten Morgen Herr Ditzel,

und Herr Ströh, wo Sie und Herr Ditzel grad´ sagen Deal, bzw. "...uns mit ihrem Deal überraschen."

Womit können wir bei aller grenzenlosen Phantasie noch rechnen?
Wir sollten hier zwingend rechnen,....und auf gar keinen Fall anfangen gar an Hoffnung auch nur zu denken.

Wir haben die AMPVO, incl. 1,77 € Rabatt, in GKV-Stein(Granit Keilschrift Vereinigungs-Stein) gemeißelt, 19 % MwSt. (auch fest im Sitz des Finanzministers), 8,35 € Honorar (so flexibel; dagegen ist eine Bahnschwelle ein Gummiband) und 3 % Hsp. mit Deckeldrohgebaren.
Wo kann hier phantasiert werden?
Vielleicht beim Honorar? ...Sagen wir, wir bekämen nochmal ein Gnadenbrot von 25 ct. Damit werden wir dann zur Entlastung der Ministerien dechambriert und zum Wettbewerb freigegeben. Das war´s hierzu.
Die Einkaufspreise sind im Keller der Chinesen, und sollte da noch Spielraum vorhanden sein wandelt sich der GKV zur Grenzenlos-Kauffartei-Vermaggelung mit Kurs auf Indien, Süd-Ost-Asien und nicht zuletzt auf´s Riff.
Wir bekommen davon ganz sicher nichts mehr ab, so sicher wie das Leben tödlich ist.
So weit hierzu.
Eine Honorarreform? Eine Honorarreform! Hurrahh, hurrahh...! Wir bekommen ein vergoldetes Hamsterrad!

Herr Ditzel,...ich denke Sie haben da oben (siehe Zitat) das zweite „r“ ein ganz klein wenig zu früh gesetzt.
Mehr kommt meiner Ansicht nach bei diesem Deal nicht für uns heraus. Ringelpiez bis keiner mehr übrig ist.

Und noch was:

„Wir setzen uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein und wollen die Apotheken vor Ort stärken. Dies haben wir im Koalitionsvertrag auf Bundesebene durchgesetzt.“

Ha´, wenn das ernst gemeint wäre, hieße das so:

Wir setzen ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln durch und geben die Apotheken vor Ort Planungssicherheit. Dies haben wir im Koalitionsvertrag auf Bundesebene durchgesetzt.

Ich halte es da lieber mit K.Wecker (insbes. beim Schweigen):

"Genug ist nicht genug,
ich lass mich nicht belügen.
Schon Schweigen ist Betrug,
genug kann nie genügen."

Einen schönen Sonntag wünsche ich Ihnen

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.