Produktionsstopp bei BASF

Ibuprofen bleibt knapp

Berlin - 28.06.2018, 10:20 Uhr

ibuprofen-Arzneimittel sind in Apotheken immer wieder knapp - und da einer der führenden Wirkstofflieferanten die Produktion bis auf weiteres gestoppt hat, könnte dies noch eine Weile so bleiben. (Foto. Imago)

ibuprofen-Arzneimittel sind in Apotheken immer wieder knapp - und da einer der führenden Wirkstofflieferanten die Produktion bis auf weiteres gestoppt hat, könnte dies noch eine Weile so bleiben. (Foto. Imago)


 Arzneimittelbehörde sieht kein ernstes Versorgungsproblem

Mehreren Medienberichten zufolge hat die Arzneimittelbehörde bisher kein ernstes Versorgungsproblem gesehen, da andere Nicht-Opioid-Analgetika wie etwa ASS, Paracetamol, Diclofenac oder Naproxen zur Verfügung stehen. Deren Wirkungs- und Nebenwirkungsspektrum ist allerdings nicht identisch mit dem von Ibuprofen. So fehlt etwa Paracetamol die antientzündliche Wirkkomponente, von der Patienten mit Gelenk- und Rückenschmerzen profitieren.  

Deutsche Produktionsstätte in Planung

Ibuprofen ist nach Angaben von IMS-Health das am meisten verkaufte OTC-Schmerzmittel. Mit 27 Millionen Verordnungen ist es aber auch im Rx-Bereich ein wichtiges Therapeutikum. BASF ist einer von sechs Ibuprofen-Produzenten weltweit, die in China, Indien oder den USA angesiedelt sind. Aufgrund der wachsenden Nachfrage sind die Kapazitäten aller Ibuprofen-Hersteller ausgelastet. Saisonaler Mehrbedarf wie etwa zur Grippesaison kann schwerlich abgefangen werden. BASF möchte seine Kapazitäten grundlegend ausbauen. „Da die Nachfrage weiter steigt, planen wir, ab 2021 eine zweite Ibuprofen-Produktionsanlage in Ludwigshafen in Betrieb zu nehmen. Dies wäre die erste europäische Produktionsstätte für diesen Wirkstoff“, kündigt das Unternehmen an.



Dr. Bettina Jung, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

Bfarm - sind als Beamte immer tiefenentspannt

von Ratatosk am 28.06.2018 um 18:45 Uhr

Die sind immer entspannt, denn die haben keine drängenden täglichen Probleme.
Der Hinweis auf die anderen Wirkstoffe zeigt das bedenkliche Kompetenzniveau. Ansonsten merken die auf diesem Gebiet eigentlich nie wirklich was, haben auch keine aussagekräftigen Daten, woher auch, da ja keine Mengenlistungen national vorliegen.
Können aber auch nicht wirklich was sagen, da diese ja Teil des Problems sind, da diese das Treiben der GKV und die Produktionsproblematik in keiner Weise in der Politik klar gemacht haben.
Wirklich merken würden die es sicher erst, wenn der Kaffee in der Kantine ausgeht.

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