Die letzte Woche 

Mein liebes Tagebuch

24.06.2018, 08:00 Uhr

Es gibt sie noch, die mutigen Kammern! Ein Hoffnungsschimmer! (Foto: Andi Dalferth)

Es gibt sie noch, die mutigen Kammern! Ein Hoffnungsschimmer! (Foto: Andi Dalferth)


19. Juni 2018 

Mit der Arzneimittelinitiative ARMIN erproben die beteiligten Apotheken in Thüringen und Sachsen in Zusammenarbeit mit Ärzten ein digitales Medikationsmanagement. Der Modellversuch läuft seit 2014, er ist ein Prestigeprojekt für uns Pharmazeuten, das zeigen könnte, ob und wie Medikationsanalyse und -management laufen könnten. Noch bis 2022 soll ARMIN erprobt werden. Und dann? Ziel sollte es sein, das Projekt in die Regelversorgung zu überführen und es in ganz Deutschland einzuführen. Mein liebes Tagebuch, ein schönes Ziel. Manches läuft derzeit schon recht ordentlich, aber leider klemmt es noch an einigen Ecken und Enden. Es gibt Probleme, z. B. geringe Beteiligung der Ärzte, zu wenige multimorbide Patienten, die eingeschrieben sind, technische Probleme mit der Arztpraxis-Software und zu wenige verschreibbare Substanzen und Wirkstoffkombinationen. Die ARMIN-Partner (Apotheker, Ärzte, Krankenkassen) haben daher einen an die Politik gerichteten Forderungskatalog zusammengestellt, wo die Politik für Verbesserungen sorgen müsste. So müsste es beispielsweise möglich sein, dass Apotheker an Beratungsmodellen beteiligt und diese pharmazeutischen Dienstleistungen von den Kassen bezahlt werden dürfen. Auch der Medikationsplan ruft nach einer Überarbeitung. Mein liebes Tagebuch, wenn der Politik wirklich etwas an diesem Projekt liegt, dann sorgt sie rasch für Abhilfe: Spahn ist gefordert! Andererseits, es wäre nicht schlecht, wenn die ARMIN-Beteiligten mal in einer Art Zwischenbilanz auflisten würden, wie sich die Versorgung der Versicherten durch ARMIN tatsächlich schon verbessert hat, beispielsweise durch weniger Klinikeinweisungen oder weniger Neben- und Wechselwirkungen. Das könnte dem Forderungskatalog Nachdruck verleihen. 



Peter Ditzel (diz), Apotheker / Herausgeber DAZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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6 Kommentare

Alle ziehen an einem Strang

von Bernd Jas am 24.06.2018 um 18:07 Uhr

Guten Tag Herr Ditzel,
wo Sie grad sagen "institutionalisiert", da fällt mir doch heute Morgen aus dem Briefkasten ein Flyer (in Form einer roten, runden, drei-D Pappscheibe) in die Hände.
Je nach Betrachtungswinkel sieht man offen dort stehen: "Al" oder "40% SPAREN nur online auf alle OTC".
Da werden nichthinnehmbare Unterschiede zwischen Präsenz- und Versandapotheken doch auf der anderen Seite wieder egalisiert. Eine unschlagbare Idee unserer Pharmaindustrie wie ich finde und was ich im letzten Jahr schon mal mit einem Glückwunschschreiben an den Absender honoriert habe. Mir fehlt lediglich noch die Fernsehwerbung mit dem Hinweis "Ihr Apotheker kauft zum Schnäppchenpreis, da ist auch schon das Angebot für Sie mit drin".
Doc Morris rette Dich wir kommen mit Zwangsangeboten!

Das ist doch toll; wo früher die Direktangebote hinter vorgehaltener Hand über den HV-Tisch geflüstert wurden, lebt heute die Transparenz auf dem Arzneimarkt für den Schmalbeutelkonsumenten.
Wie war das noch bei den Rabattverträgen? Ach nee,... da wollte doch die GKV nicht, das alle wissen was den Versicherten vorenthalten wird.
Wenn man manchmal die Unterschiede (im vierstelligen Bereich der Rabatt-Generika) bei den Vk´s sieht und das Oberstübchen dann das Rotieren anfängt wird einem schon mal angesichts der Margen recht schwindelig.
Mit ins Konzept passt auch pharma mall Gesellschaft für E-Commerce, unsere Vertriebsschiene zur Zwangsprostitution. Das ist doch mal ein Großhandel wie er im Tagebuch steht.
Melden Sie sich heute noch an und Ihr Rabatte und Skonti sind sicher aufgehoben; bei uns und der GKV.

Ich krieg grade die Krätze; Tschöö

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Und still ruht der See...

von Veit Eck am 24.06.2018 um 12:20 Uhr

Eigentlich ist es wie immer vor dem DAT - es sind immer die gleichen Verdächtigen (mich einbegriffen), die nicht gut finden was an politischen Zeichen von der ABDA Führung kommuniziert wird. Auf dem DAT dann eine mächtige Seilschaft, die mit ihrerer Stimmenmehrheit schnell dafür sorgen will, dass nicht viel Kritik an die Oberfläche gelangt. Einzige Spannung ist die Frage, kommt der neue Gesundheitsminister und wie verbindlich wird er zu den offenen Fragen aus dem Koalitionsvertrag Stellung nehmen.

Schade, wenn es wirklich so käme...

mehr Mut, mehr Engagement bei allen Kolleginnen und Kollegen - das ist das Gebot der Stunde.

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AW: Und still ruht der See

von Conny am 24.06.2018 um 17:54 Uhr

Tja, der Beifall der Lemmerlinge den Schmidt auf dem Apothekertag bekommt, überrascht mich auch immer wieder. Ich vergleiche Schmidt immer mit Tasmania Berlin

Wir verpassen gerade unsere Zukunft !

von Ulrich Ströh am 24.06.2018 um 9:15 Uhr

Lieber Herr Ditzel,bezüglich meiner Resolution in SH möchte ich den Ball flacher halten.Weil die Resolution leider folgen- und antwortlos von der ABDA bleiben wird.

Viel bemerkenswerter ist,daß wir in vielen Zukunftsthemen wie Telepharmazie oder Impfen gerade unsere Zukunft verpassen.
Weil der Schneid fehlt...

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AW: Wir verpassen gerade unsere Zukunft

von Peter Ditzel am 24.06.2018 um 10:09 Uhr

Lieber Herr Ströh, auch wenn die Resolution folgenlos bleibt -wie so viele andere Resolutionen auch -, ist sie trotzdem ein Zeichen. Und ja, es ist richtig, dass wir gerade die Zukunftsthemen verpassen. Das kommt als Bumerang zurück! Einen schönen Sonntag!

DV Hessen

von Dr.Diefenbach am 24.06.2018 um 9:08 Uhr

Leider konnte ich nichts über die hessische KammerDV finden.Da gab es auch erstaunliche Erkenntnisse über Haushalt,diesbezügliche Stellen,die Petition,usw.Fakt ist dass wir über einen Haushalt der ABDA keine detaillierten Infos hatten und es wurde auch nichts abgestimmt.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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