Vor der Gesundheitsministerkonferenz

CDU-Gesundheitspolitiker Sorge fordert Mehrfach-Rabattverträge

Berlin - 18.06.2018, 12:35 Uhr

Der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge stellt sich hinter die Forderung der Bundesländer, dass das BMG eine Abschaffung der Exklusivverträge im Generikabereich prüfen soll. (Foto: Imago)

Der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge stellt sich hinter die Forderung der Bundesländer, dass das BMG eine Abschaffung der Exklusivverträge im Generikabereich prüfen soll. (Foto: Imago)


AOK:Exklusiv-Verträge fördern den Mittelstand

Die Krankenkassen haben bekannterweise eine andere Sicht auf die Dinge. Erst vor wenigen Wochen startete der AOK-Bundesverband eine PR-Offensive in Sachen Rabattverträge. Der AOK-Bundesverband und die AOK Baden-Württemberg legten Zahlen des Wissenschaftlichen Institutes der Ortskrankenkassen (WIdO) vor, die belegen sollten, dass Rabattverträge die Versorgung gar verbessern, indem sie häufige Medikamentenwechsel verhinderten und somit die Therapietreue verbesserten.

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„Von Rabattverträgen war keiner so richtig begeistert“

Im Interview mit DAZ.online sagte Dr. Christopher Hermann, Chef der AOK Baden-Württemberg, die für die AOK-Gemeinschaft alle Generika-Verträge ausschreibt: „Exklusivität macht deshalb viel Sinn, weil das ganz einfach den Mittelstand fördert. Wenn sich kleinere Generika-Anbieter an einem Dreier-Pack beteiligen, haben sie keinerlei Kalkulationssicherheit, was sie die Existenz kosten kann. Die Exklusivität gibt ihnen diese Sicherheit. Und auch die Patienten profitieren davon, wenn sie über zwei Jahre hinweg garantiert das gleiche Präparat erhalten. Lieferengpässe haben ganz andere Gründe.“



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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