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Krankenhauspharmazie: „Die Zeichen stehen günstig“

Stuttgart - 07.05.2018, 16:10 Uhr

Symbolische Übergabe des ADKA-Vorsitzes via Glocke: neuer Präsident Professor Frank Dörje (li.) und der nun Ex-Präsident Rudolf Bernard (re.). (Foto: ADKA / Peter Pulkowski)

Symbolische Übergabe des ADKA-Vorsitzes via Glocke: neuer Präsident Professor Frank Dörje (li.) und der nun Ex-Präsident Rudolf Bernard (re.). (Foto: ADKA / Peter Pulkowski)


Personalmangel, Interprofessionalität, Qualität: Günstige Voraussetzungen für Stationsapotheker

Hängen über der Zukunft der öffentlichen Apotheken seit dem EuGH-Urteil vom Oktober 2016 scheinbar lückenlos schwarze Wolken, zeichnet Dörje für Krankenhausapotheker und deren Zukunft im Gegensatz hierzu ein äußerst positives Bild. Dörje freut sich über eine allgemein steigende Zahl an Krankenhausapothekern, die in deutschen Klinikvollapotheken tätig sind. „Die Zeichen für die Zukunft stehen günstig“. Nicht zuletzt sieht Dörje auch in der jüngst in Niedersachsen beschlossenen Gesetzesinitiative zum dortigen flächendeckenden Einsatz von Stationsapothekern einen wichtigen Schritt für das Futurum der Krankenhausapotheker. Er hofft, dass Niedersachsen bei Stationsapothekern eine Vorbildfunktion für die übrigen Bundesländer übernimmt – und die Gesundheitsministerkonferenz der Länder im Juni in Düsseldorf dies auch bundesweit umsetzt. „Wir haben heute bereits mehr als 200 Kolleginnen und Kollegen die auf der Station im Bereich Medikationsmanagement arbeiten. Diese Entwicklung gilt es wirksam zu fördern“, sagt der frisch gewählte Präsident.

Auch der Chef der ADKA-Projektgruppe „Stationsapotheker“, Dr. Holger Knoth, Leiter der Krankenhausapotheke des Universitätsklinikums Carl-Gustav Carus in Dresden, betont die guten Rahmenbedingungen für das Vorantreiben und die Etablierung von Stationsapothekern: „Noch nie war es günstiger als heute“, ist er überzeugt. Grund sind aus seiner Sicht drei Punkte: Personalmangel, eine zunehmend gewünschte Interprofessionalität und nicht zuletzt der Ruf nach mehr Qualität bei der Arznemitteltherapiesicherheit.

Kein Mangel an Krankenhausapothekern

Eine häufige Frage: Wo sollen all die Apotheker herkommen, die nun vielleicht und plötzlich als Stationsapotheker eingesetzt werden sollen? Diese Furcht teilt die ADKA nicht. Zum einen steige die Zahl Apotheker, die in den bundesweiten Kliniken arbeiten, zum anderen sollte es bei über 63.000 berufstätigen Apothekern und bei 15.000 Pharmaziestudierenden eigentlich kein Problem sein, in den nächsten Jahren pro Jahr 100 Stationsapotheker zu gewinnen. Zumal gerade die „Stationsarbeit“ innerhalb der Tätigkeitsfelder einer Krankenhausapotheke begehrt ist – und die bislang noch raren Stellen nie unbesetzt bleiben.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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