Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

06.05.2018, 08:00 Uhr

Wie schön, dass die ABDA noch eine Stimme hat... (Foto: Andi Dalferth)

Wie schön, dass die ABDA noch eine Stimme hat... (Foto: Andi Dalferth)


1. Mai 2018 

Könnte ein Roboter unseren Job als Apotheker erledigen? Mein liebes Tagebuch, zum „Tag der Arbeit“ wurde ich auf eine Internetseite der Bundesagentur für Arbeit aufmerksam. Sie nennt sich Job-Futuromat. Gibt man auf der Startseite seinen Beruf ein, kann man herausfinden, welche  Tätigkeiten heute schon ein Roboter in dem jeweiligen Job erledigen könnte. Das machte mich neugierig. Ich habe mal Apotheker eingegeben – das Ergebnis des Job-Futuromats: „Die Automatisierbarkeit in diesem Beruf ist niedrig, da weniger als 30% der Tätigkeiten durch Roboter erledigt werden könnten“, heißt es auf der Ergebnisseite. Von den 12 verschiedenen Tätigkeiten, die man laut dieser Internetseite so als Apotheker macht, könnten 3 und somit 25% schon heute Roboter übernehmen, sagt mir der Job-Futuromat. Na mein liebes Tagebuch, da sind wir ja gerade noch mal gut weggekommen, so leicht können wir also nicht durch Roboter ersetzt werden trotz aller Künstlichen Intelligenz und Augmented Reality und und und. Anders sieht es schon aus, wenn ich als Beruf „Krankenhausapotheker“ eingebe. Hier lautet das Ergebnis, dass die Automatisierbarkeit in diesem Beruf „mittel“ ist: Der Job-Futuromat geht davon aus, dass zwischen 30 und 70% der Tätigkeiten eines Krankenhausapothekers automatisierbar sind. Mein liebes Tagebuch, insgesamt ein nettes Spielzeug, dieser Futuromat, bei dem man sein eigenes Tätigkeitsprofil sogar noch durch Einstellung mittels Schiebereglern anpassen kann und so noch genauer erfährt, wie leicht oder schwer man ersetzbar ist durch den Kollegen Robot. Die Bundesagentur für Arbeit gibt einem darüber hinaus auf diesen Seiten noch weitere Informationen, beispielsweise zur zukünftigen Entwicklung des Jobs, zur Entwicklung der Beschäftigtenzahlen und der mittleren Monatsgehälter. Eine nette Spielerei mit ernstem Hintergrund. Immerhin geht auch die Bundesagentur davon aus, dass apothekerliche Tätigkeiten auch in Zukunft einen Menschen erfordern. Übrigens, ich hab dann mal als Beruf „Bäcker“ eingeben – Ergebnis: „Die Automatisierbarkeit in diesem Beruf ist hoch…“ 



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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3 Kommentare

Lasst uns die ABDA doch endlich umbenennen…

von Gunnar Müller, Detmold am 06.05.2018 um 11:13 Uhr

… In AVOXA!
P. S.
@KrankenKassen-Empfehlungen:
Auch an den nunmehr gescheiterten Bemühungen (immerhin! Bravo!) der AKNR wird deutlich, welche Bedeutung dieses unsägliche und nicht mehr anzufechtende (!) EuGH-Urteil hat.
Was hat ABDA/AVOXA eigentlich seitdem auf europäischer Ebene unternommen…?
@ Liefer – und Versorgungsengpässe:
Wie lautet eigentlich die Definition für einen „Liefer – und Versorgungsengpass“? Gibt es dazu eine veröffentlichte Meinung von ABDA-„AVOXA“/DAV…?
@Stationsapotheker:
Gibt es nicht bereits eine Weiterbildung für klinische Pharmazie…?
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, „dieser Verein da in Berlin“ (dVdiB) beschäftigt sich fortwährend dilettantisch- oder mit den falschen Themen…

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Roboter

von Anita Peter am 06.05.2018 um 10:34 Uhr

Kann ein Roboter die Aufgaben der ABDA übernehmen?

-> Ja sogar im Stand By Modus!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Futuromat

von Bernd Jas am 06.05.2018 um 9:37 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,

wo Sie grad´ sagen Automatisierung; da hab ich doch mal geschaut wie viel Prozent eines
Chefredakteurs (das sind Sie zwar nicht mehr, aber trotzdem...) zur Automatisierung freigegeben werden. Dabei kam raus:

Der Arbeitsalltag dieses Berufs besteht im Wesentlichen aus 8 verschiedenen Tätigkeiten,
2 davon und somit 25% könnten schon heute Roboter übernehmen.

Zu den 25% zählen auf jeden Fall die Berichte über die ABDA, die immer gleichlautend sind: "chrrr...püüüh...chrrr...püüüh"
Das ist schon mal ´ne ganze Menge Automatismus und ansonsten können Sie beruhigt weiter Ditzeln wie bisher, da kommt automatisch Freude auf.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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