Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

29.04.2018, 08:00 Uhr

Aus für das Rx-Versandverbot? Geht's noch schlimmer? (Foto: Andi Dalferth)

Aus für das Rx-Versandverbot? Geht's noch schlimmer? (Foto: Andi Dalferth)


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“, und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer. Mit dieser alten Büroweisheit lässt sich diese Woche zusammenfassen. Da will der CDU-Gesundheitspolitiker Hennrich den Druck im Kessel erhöhen und Wege abseits vom Rx-Versandverbot gehen – die in den Abgrund führen. Die ABDA steht schockiert und wie gelähmt an der Wand, ohne Plan B. Das positive an dieser Lage: Das große Schweigen hilft da nicht weiter, jetzt muss geredet werden – auch übers Honorar. 

23. April 2018

Und, mein liebes Tagebuch, wie fühlst du dich an diesem Montag? Nachdem du das DAZ-online-Interview mit dem CDU-Gesundheitspolitiker Michael Hennrich gelesen hast? Das Interview, in dem er über ein Rx-Versandverbot sagte: „Ein Aussitzen hilft uns nicht weiter. Wir müssen umdenken und neue Wege finden.“ Genau, die erste Reaktion: Man fühlt sich verraten, für dumm verkauft. Sag mal, geht’s noch? Da gaukelt man uns Apothekers ständig vor – und Hennrich mit an erster Stelle: Es muss ein Rx-Versandverbot her, der einheitliche Abgabepreis für verschreibungspflichtige Arzneimittel muss erhalten bleiben und bla bla bla. Und jetzt fällt Hennrich um und uns in den Rücken: Ihr Apotheker müsst umdenken und neue Wege finden, das mit dem Rx-Versandverbot wird so schnell nichts. Und dabei meint er sogar, dass es  juristisch machbar wäre, aber es gäbe zu viele Interessen, das würde alles zu lange dauern. Mein liebes Tagebuch, wo bleibt denn da der alte Kampfes-Spirit? Wie traurig ist das denn, dass es nicht mal einen ernsthaften Versuch gegeben hat, es umzusetzen? Die Linken-Politikerin und Apothekerin Sylvia Gabelmann hat null Verständnis für Hennrichs Umfallen. Sie sieht darin Wahlbetrug und einen vorauseilenden Kniefall vor Jens Spahn. So kann man’s sehen. SPD und Die Grünen dagegen klopfen sich schon auf die Schultern nach dem Motto „Na, wir haben’s doch gleich gewusst: Das wird nichts“ und sind überzeugt, dass der Kurswechsel nun richtig ist. 

Mein liebes Tagebuch, nachdem der erste Frust verraucht ist, setzt die Ernüchterung ein: Eigentlich haben wir es doch schon gewusst, zumindest geahnt: Keiner, nicht mal die schwärzesten CDUler, glauben noch im tiefsten Herzen an ein Rx-Versandverbot. Die Zeit läuft davon, der Widerstand ist riesig. Und wer überzeugt ist, dass sich Spahn mit aller Kraft für ein Rx-Versandverbot stark machen wird, der möge aufstehen und es laut sagen. Also, mein liebes Tagebuch, vielleicht müssen wir dem CDU-Politiker Hennrich sogar ein kleinklein bisschen dankbar sein, dass er so mutig war und uns die Augen geöffnet hat. Allerdings, seine  „Lösung“, seinen Vorschlag, dass die EU-Versender mit den Krankenkassen verpflichtend Verträge abschließen müssten, um an der Versorgung teilzunehmen, und dass die Kassen die Einsparungen durch die DocMorris-Boni in kleine Landapotheken oder innovative Versorgungsmodelle investieren müssten – mein Gott, Hennrich, das wäre unser aller Untergang. Das wäre so, als würden wir aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen. Solche Lösungen würden nie und nimmer funktionieren. Da ist sogar die  Grünen-Gesundheitspolitikerin Schulz-Asche äußerst skeptisch und vermutet, dass der Vorschlag Henrichs den Apotheken schaden werde. 

Vielleicht, mein liebes Tagebuch, hat Hennrich schon beim Aussprechen seiner Gedanken gemerkt, dass die Vorschläge für die Tonne sind, und meinte, man sollte ergebnisoffen darüber diskutieren. Und, lieber Herr Hennrich, weil das Rx-Versandverbot und mögliche Lösungen dazu eng mit der Diskussion über unser zukünftiges Honorar verknüpft sind: Wie wäre es, wenn Sie  sich mal die letzte DAZ reinziehen, die Vorschläge von unserem Wirtschaftsexperten Müller-Bohn anschauen und darüber nachdenken. Müller-Bohn steht sicher für Nach- und Verständnisfragen gerne zur Verfügung. 



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Rückblick auf das Jahr 2017

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche 

Mein liebes Tagebuch

Die letzte WocHE

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

36 Kommentare

Moin bzw. Moin moin.

von Christian Becker am 04.05.2018 um 8:17 Uhr

Der Norden besteht nicht nur aus Ostfriesland, es soll auch ein Nordfriesland geben - und da ist Moin moin richtig.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Moin bzw. Moin moin

von Christian Becker am 04.05.2018 um 20:12 Uhr

Äh? Das war eigentlich eine Antwort auf einen Beitrag viel weiter unten von Heiko Barz.

Herr Hennrich und alle Politiker ab auf´s Reuebänkchen...

von Bernd Jas am 01.05.2018 um 18:51 Uhr

...damit Sie (frei nach Wikipedia) der Unzufriedenheit, der Abscheu, des Schmerzes und Bedauerns über das eigene fehlerhafte Tun und Lassen, verbunden mit dem Bewusstsein von dessen Unwert und Unrecht sowie mit dem Willensvorsatz zur vollendeten Genugtuung und Besserung Abbitte tun und danach noch mal mit ihrem Abgeordneteneid auf die deutsche Verfassung und auf IHRE Wähler schwören.
Und Herr Heydn,
kein Grund Sie zu Steinigen, höchstens ein weinig Peitsche, Pranger, Streckbank und Spießrutenlauf.
Nee, Spaß bei Seite, aber die Geschichte mit dem Boniverbot haben wir doch schon höchst europarichterlich hinter uns und das RX-VV ist doch nur der wertvolle Versuch (der wohl durch das Einknicken der Ermächtigten scheitern wird) die Auswirkung dieses (Fehl)-Urteils von den nun hilflos Betroffenen abzuwenden und Ihnen den Rücken gegen die Großkonzerne aus dem europäischen und arabischen Ausland zu stärken. Aber wie Sie schon sagten dieses Verbot wäre überflüssig, wären da nicht die Boni.
Mit der Forderung nach der Umsetzung der Lieferverträge haben sie genauso Recht, insbesondere mit der Veruntreuung von Versichertengeldern.
Eine Möglichkeit wäre auch endlich die Abschaffung der gesetzlichen Zuzahlung, ähnlich wie die Abschaffung der Praxisgebühren. Anstelle der Arzneimittelzuzahlungen könnte ja die Praxis-Gebühr wieder eingeführt werden. Jedoch kommt dann der Schmock darauf im Ausland Praxisketten zu eröffnen und dann werden hier bei uns die Ärzte ins Rotieren kommen und wollen dann ein Patienten-VV. Ich wette das würden die SOFORT und rückwirkend umgesetzt bekommen.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Herr Hennrich und alle Politiker auf unserer Seite, Dumme ABDA?

von Stefan Haydn am 30.04.2018 um 22:34 Uhr

Auch auf die Gefahr hin gesteinigt zu werden:
Wir brauchen kein RX Versandverbot.
Der RX Versand ist nicht das Problem. Die Boni sind das Problem.

Sehr geehrter Herr Hennrich sollten Sie noch mitlesen wäre folgender Vorschlag viel zielführender.
Nichts ist so förderlich (jeder Apotheker weiß dies) wie eine Neid- und Gerechtigkeitsdebatte.
Jeder GKV-Versicherte erhält seine Medikamente auf Rezept von einer gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Das ist ein solidarisches Prinzip, da Mitglieder mit geringen Krankheitskosten diejenigen mit hohen Krankheitskosten unterstützen. Verdienen nun aber gerade die eh schon gepeppelten Patienten mit Boni sozusagen Geld auf Kosten der weniger kranken Mitglieder, ist das Solidarprinzip ad absurdum geführt.

Daher gilt es durchzusetzen, dass Patienten die Boni auf ihr Rezept erhalten, diese per Gesetz an die Krankenkassen abführen müssen und diese Boni vom Versender gegenüber der Kasse angezeigt werden müssen.
Wenn die Patienten den Kassen eines nicht gönnen, dann ihr eigenes Geld (warum wird wohl sonst soviel über die Kassen geschimpft?) Ich garantiere das RX-Bestellen hat sich sofort freiwillig erledigt.
Die Versender stellen auch sofort freiwillig ein, da das Melden an die Krankenkassen (bei Verweigerung mit empfindlichen Strafen bedroht) ungeliebten finanziellen Aufwand bedeutet

Zweitens muss die Politik die Kassen endlich dazu zwingen die eigenen Lieferverträge gegenüber allen Parteien durchzusetzen. Momentan begehen die Krankenkassen Veruntreuung von Versichertengeldern, da sie Geld für Rezepte bezahlen, die lt. eigenen Lieferverträgen keinen Anspruch auf Erstattung und Leistung erzeugen.

Vielleicht wäre eine Klage in beiden Punkten vor einem Sozialgericht oder dem BVG ebenfalls zielführend.

Diskussion eröffnet.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Gut gemacht, Herr Ditzel!

von Christian Giese am 30.04.2018 um 13:08 Uhr

Endlich mal etwas Bewegung in unser zwanghaftes, unbewegliches und schweigsames Konstrukt.
Recht haben und Recht kriegen sind nunmal zweierlei.
Jedermann wird die Lebenserfahrung gemacht haben, dass nur unter ganz bestimmten Bedingungen, sich Recht und Glück zu einem wenden.
Mit auf dem Recht bestehen, bleibt´s nur fortwährende Niederlage.
Öffentlichkeit herstellen heisst der Mechanismus zu Recht und zu Glück.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

was für mich bleibt

von Karl Friedrich Müller am 30.04.2018 um 10:27 Uhr

ist, dass ich die Haltung der Politiker und ABDA nicht nachvollziehen kann.
-versteht die Politik nicht, dass mit dem Urteil des EuGh massiv in den Wettbewerb zu Gunsten der ausländischen Versender eingegriffen wurde? Das das Urteil den Todesstoß für sehr viele Apotheken bedeutet und für die Versorgung?
-wie weltfremd darf Politik sein? Wie weit entfernt sind Politiker vom normalen Bürger? wie wenig verstehen Politiker wirtschaftliche Zusammenhänge?
-Das ist erschreckend!!!!
- Oder sollen wir wirklich glauben, dass Sponsoring tatsächlich die Meinung von Politikern dahingehend beeinflusst, dass deutsche Arbeitsplätze zugunsten ausländischer Konzerne geopfert werden? und nicht nur irgendwelche, sondern im Gesundheitswesen, das damit ein Stück weit vernichtet wird und vielen Bürgern der einfache und direkte Zugang zur gesundheitlichen Beratung genommen wird?
- ist es nicht an der Zeit, das Verhalten von Politikern an das Beamtenrecht anzugleichen, was die Annahme von Vorteilen angeht?
-Ist es nicht Zeit, dass die Politik ihre Aktionen, Feste usw SELBST bezahlt?
- wenn das schon in unserem Fall so ist, wie schlimm ist das sonst? auf welchen Grundlagen entscheiden Politiker?
- ist es so, dass das Zusammenkommen mit den "Bonzen" den Blick für den Bürger und seine Bedürfnisse vernebelt? Dass die Bonzen für das Volk gehalten wird und naiv geglaubt wird, die Wünsche derer sei im Sinne und Wohl es Volkes?
- wieso meint die ABDA, die uns Apotheker NICHT vertritt und auch keine Legitimation dazu hat, mittels Schweigen, Geheimnissen und das Stellen vor vollendetete Tatsachen irgenwie bei den Apotheken punkten zu können? Das ist Absolutismus im Sinn Ludwig XIV. Der war ebenso wenig gewählt.
Ein neues Honorar wird uns nicht retten. Niemanden, weil die Ungleichheit und die Ungerechtigkeit nicht aufgehoben wird.
Warum wird den Lügen der Versender geglaubt? Den Apotheken wird Lobbyismus vorgeworfen - dabei hört niemand auf uns. Massiver Lobbyismus findet nur seitens der Versender statt!
Überhaupt eine Masche unserer Zeit. Medien und Politiker verdrehen einfach die Wahrheit und suchen einen Watschenmann für die Öffentlichkeit! Stimmungsmache gegen uns, damit um so leichter der Versand kommt. Land! Ha! das geht bis jetzt auch ohne Versender!
Ja, es wird Zeit für Streik. Und wenn irgendwelche Kollegoiden, die auf das Sterben der Konkurrenz nur warten, nicht mit machen. Dann ist das eben so.

Eine scheiß Welt. Nicht nur für uns. Für alle, außer den reichen, Banken, Hedgefonds und Konzerne.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Wo er recht hat, hat er recht

von Christiane Patzelt am 30.04.2018 um 9:57 Uhr

Leute, das geht so nicht weiter! Ich geh kaputt an dieser Haltung, dass die Politik was rettet und die ABDA mit der Politik „Schweigen“ vereinbart! Wo sind wir denn?? Bei Erich 1983?
Streik, Umbau der Kammern, Verbandchefs mal raus ausm Keller! Jeder von euch hat die Nummer der Kammern und Verbände! Macht denen heiße Hosen und macht die Türen zu, scheiß egal,ob der Nachbar mitmacht—eure Angst bringt uns noch ins Grab!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Spahn

von Conny am 30.04.2018 um 0:15 Uhr

Wer hat den geglaubt das Spahn für ein Rx-Verbot eintritt. Sein Kumpel Max Müller wird ihn mit Geld überhäufen. Spahn wird jetzt als Gesundheitsminister ausgesorgt haben . Der Koalitionsvertrag zwischen CDU und der Saudischen Partei Deutschland ist doch nur eine Farce. Ein paar Krümmel werden auch für Hemnrich übrigbleiben. Die Afd liegt im Moment bei 14 Prozent. Es ist unglaublich wohin Politiker wie Spahn, Hennrich und Nahles uns hinführen. Deutschland war einmal ein Land indem ich gut und gerne lebte.



» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Das finde ich extrem frech und unverschämt

von Karl Friedrich Müller am 29.04.2018 um 18:04 Uhr

„Was uns ebenfalls von den Apothekern berufspolitisch unterscheidet: Als Dienstleister im Gesundheitswesen erbringen wir täglich unsere patientenzentrierte Dienstleistung.“

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Das finde ich extrem frech und unversch

von Dr. Christoph Klotz am 02.05.2018 um 22:06 Uhr

Lieber Kollege (Karl Friedrich Müller), es freut mich, dass Sie sich ordentlich geärgert haben. Hoffentlich haben Sie als HB-Männchen unter der Decke gehangen. Aber sich ärgern ist zu wenig. Sie müssen schon auch über das nachdenken, was ich schreibe.
Wenn Sie zu denen gehören sollten, die die Berufspolitik konsequent verfolgen und nicht nur mal Spaßes halber hereinschauen, dann sollte Ihnen aufgefallen sein, dass die ABDA sich krampfhaft bemüht, an die patientenzentrierte Dienstleistung heranzurobben, wie sie der Arzt erbringt. Unter dieser Zielsetzung ist das PP2030 entstanden. Unter dieser Zielsetzung betreibt FS seine Webseite, unter diesem Blickwinkel versucht man AMTS als Flaggschiff aufzubauen. Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen.... leider ist der Berufsstand in toto zu blöd, das zu begreifen. So sage ich, die ABDA hat es leider versäumt, in ihrem closed shop so eine positive Stimmung und Begeisterung für diese Idee zu entwickeln, dass sich diese Idee nicht wie ein Flächenbrand entwickelt.

Im Gegenteil... wir erleben es, dass Apotheker sich so gebärden, dass die, die drauf schauen, sagen, der Apotheker ist eines Heilberuflers nicht würdig.

Da ist der Kollege in Bottrop nur die Spitze des Eisberges. Die hässlichste Fratze eines Möchtegernheilberuflers, die ich bis jetzt in unserem Berufsstand gesehen habe. Dazu gehören aber auch die vielen Tausende der Kolleginnen und Kollegen, die sich in Ihrem Marktverhalten gebärden, als seien wir auf einem Basar und nicht in einem Heilberuf. Ein Apotheker, der sich und seine Apotheke zuallererst über den Preis profiliert... das ist schon von Barbara Steffens der ehemaligen Gesundheitsministerin in NRW als sehr unwürdig für einen Heilberufler bewertet worden.

Schließlich haben wir zu viele... auch berufspolitische aktive Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht zu schade sind, den Begriff des Heilberuflers als Etikettenschwindel zu missbrauchen.

Und zuletzt haben wir die, die mit am Tisch der Entscheider sitzen und die Courage vermissen lassen, das zu Thematisieren, was unseren Beruf weiterbringen würde. Ein Beispiel:
Den Apothekern ist der Bereich der Diagnose verwehrt. Das ist lachhaft. Er stellt sich damit schlechter als ein Heilpraktiker. Und wie ist das eigentlich.... wenn Sie ihre Patienten/Kunden kompetent beraten wollen und der Patient kommt Ihnen mit seiner Eigendiagnose, was müssen Sie dann eigentlich können.... Richtig, die Diagnose hinterfragen, gegebenenfalls korrigieren und den Weg zur richtigen Diagnose aufzeigen.
Wenn Sie das nicht können, bleibt Ihre Beratung nur Stückwerk und ist eines Heilberuflers nicht würdig.
Seit über 10 Jahren fordere ich berufspolitisch die Öffnung des Diagnosebegriffs für die Apotheker. Aber die ABDA hat weder den Arsch in der Hose noch das Interesse, dieses Thema aufzugreifen... Ich sag jetzt mal, typisch Kaufmann aber nicht typisch Heilberufler.

Und zum Schluss noch einmal terminologisch betrachtet:
Patientenzentrierte Dienstleistung heißt, da wird eine Leistung erbracht und ich werde für die Leistungserbringung bezahlt.
Apotheker werden für die Abgabe von Ware, nämlich die Lieferung von Arzneimittelpackungen bezahlt. Die Bezahlungen, die in die Nähe einer patientenzentrierten Dienstleistung kämen, wie der NN, Pille danach, Take-Home-Versorgung bei Junkies, Rezeptur, AMTS haben leider rudimentären Charakter.

Je mehr ich über das Thema nachdenke, um so mehr gelange ich zu der Überzeugung, dass wir ein leeres Blatt Papier brauchen, auf dem wir den Beruf des Apothekers neu skizzieren.

Ich werde Jens Spahn einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten.

Herrn Hennrichs Aussage

von Dr.Diefenbach am 29.04.2018 um 17:36 Uhr

Ich denke:jetzt wäre dringend (!)der Zeitpunkt,dass der ABDA Präsident sich outet.Wenn ein solcher "Vorwurf"im Raum steht,dass unser Stand einmal seine Position darlegen soll,dann frage ich:Was passiert die ganze Zeit:Redet man mit mehreren Deutsch-Variationen??Weiss die Politik um unsere Anliegen oder doch nicht so genau??-Egal,wie man zu Herrn Hennrich steht:Man sieht dass die Beiträge gelesen werden und da sollte man auch Herrn Hennrich ,bei aller Diskrepanz zu seinen Vorgaben,ruhig danken für eine REAKTION !!Denn von Seiten unserer Standes"oberen"lässt sich selten bis NIE einer"herab",mal ein Statement zu platzieren.Und genau das bräuchten die KollegInnen in der Praxis!!So liest man irritiert was ein Verantwortlicher der CDU aussagt und es drängt sich (s.H.Ströh von eben)tatsächlich die Frage auf:Passiert genug ??Man kann es nicht oft genug sagen:Es geht um Existenzen!!!Bei Opel werden wesentlich weniger Stellen zur Disposition gestellt als insgesamt in den Apotheken.Ersteres genießt entsprechende Würdigung.Uns scheint man auf einem Seitenstrang zu betrachten.Insofern wäre unsere Hauptgeschäftsführung ,die Herren Schmitz,Tisch usw.auch mal am Zug.Juristisch und BWL-technisch Fakten darzulegen.Oder ist diese Anregung für die Herren zu plebiszitär???

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Herrn Hennrichs Aussage

von Anita Peter am 30.04.2018 um 6:17 Uhr

Es wäre jetzt der dringende Zeitpunkt sich zu wehren. Jetzt sagt es uns Herr Hennrich nicht mal mehr durch die Blume, sondern direkt. Zeit aufzuwachen...
Ebenso laufen der CDU nicht die Truppen weg, sondern der Häuptling ist ein Netzbeschmutzer.
Dass die ABDA völlig dilettantisch ist, wurde durch die Posts von Herrn Hernnrich mal wieder eindrucksvoll dargelegt.

RX Versandhandelsverbot

von Michael Hennrich am 29.04.2018 um 15:38 Uhr

Lieber Herr Ditzel,
liebe Frau Dr. Ahlheim,

ein paar kleine Anmerkungen von mir:

Direkt nach der Benennung von Jens Spahn habe ich der ABDA gesagt, das war`s für das RX Versandhandelsverbot. Gröhe hätte das vielleicht realisiert, weil es ihm ein Herzensanliegen war; bei Bundesminister Spahn - den ich sonst sehr schätze - , habe ich da mehr als große Zweifel. Das ist die Ausgangslage.

Was erwarten Sie jetzt von einem, der es wohl meint mit den Apothekern? Dass er zum Wirtschaftsforum der Apotheker geht und weiterhin das RX Versandhandelsverbot hoch hält? Mich dafür feiern lassen und am Ende mit den Achseln zucken, wenn nicht klappt? Das lieber Herr Ditzel und Frau Dr. Ahlheim wäre Volksverdummung und "Verarschung" - wie es Frau Schulz-Asche zum Ausdruck gebracht hat.

Ich habe das Interview auch gemacht, um Druck im Kessel zu erzeugen, aber auch um über Alternativen nachzudenken. Ob Sie es mir glauben oder nicht, mir liegt etwas am Berufsstand der Apotheker. In meinem Wahlkreis wissen die Apotheker das. Auch bei der ABDA wissen das viele; bei der DAZ anscheinend nicht. Sie lieber Herr Ditzel deuten das an, populärer ist es dann aber doch, mich zu kritisieren und die Gefühle ihrer Mitglieder zu bedienen. Respekt für Ihre Haltung!

Wo sind ihre gemeinsame Aktionen, wie unterstützen sie wirksam nach außen die Anliegen Ihrer Klientel? Leider haben Sie nur eine Binnensicht auf die Dinge; sie beschränken sich lieber auf Nickligkeiten gegen Ihre eigene Führung als gemeinsame Sache mit denen zu machen; auch einer der Gründe für die Erfolglosigkeit der Apothekerschaft. Da gibt es DAZ und PZ, die gegeneinander als Miteinander arbeiten. Warum hat mal wohl im Gegensatz zu nahezu allen anderen Organisationen hier zwei Presseorgane? Gratulation - so sieht erfolgreiche Lobbyarbeit aus. Ist zum Glück nicht mein Problem.

Nehmen Sie sich mal ein Beispiel an den Ärzten, die wissen wie man Druck aufbaut; da ziehen alle an einen Strang wenn es darauf ankommt. Diesen Eindruck hatte ich bei den Apothekern leider nur ganz selten. Die Ärzte waren in der letzten Legislaturperiode in einer schwierigen Situation; haben ihre Probleme aber gelöst und stehen wieder gestärkt da.

Wenn mein Interview - was ich nicht zu hoffen wage - dazu beigetragen hat die Apotheker ein kleines bisschen zu motivieren, mal aktiv zu werden, habe ich gerne die Rolle des Buhmann übernommen und verkrafte es als naiv dargestellt zu werden. Wenn nicht träumen Sie einfach weiter. Ich fürchte letzteres wird der Fall sein.

Ich warte jetzt einfach mal ab; beim nächsten DAV-Forum wissen wir was passiert ist.

Liebe Grüße

Michael Hennrich



Liebe Grüße Michael Hennrich

» Auf diesen Kommentar antworten | 9 Antworten

AW: RX Versandhandelsverbot

von Ulrich Ströh am 29.04.2018 um 16:51 Uhr

Unter der Voraussetzung,daß diese Mail von Herrn Hennrich echt ist,wirft sie ein Schlaglicht auf die aktuell wahrgenommene Inaktivität unserer Standesorganisation.

Mich haben die deutlichen Aussagen von Herrn Hennrich überrascht.

AW: RX Versandhandelsverbot

von Peter Ditzel am 29.04.2018 um 16:58 Uhr

Lieber Herr Ströh, die Mail von Herrn Hennrich ist echt.
Wir sollten den Boten schlechter Nachrichten nicht erschlagen...

AW: RX Versandhandelsverbot

von Anita Peter am 29.04.2018 um 17:16 Uhr

Pickt sich also zukünftig jeder Minister das aus dem Koaltionsvertrag raus, was ihm genehm ist? Wenn alte Seilschaften dagegen stehen, ist der Koaltitionsvertrag Schall und Rauch? Wenn Politik so funktioniert, dann dürfen Sie sich über die Entwicklung der Wahlergebnisse und den Verdruss auf die politische Kaste nicht mehr wundern.

AW: RX Versandhandelsverbot

von Dr. Christoph Klotz am 29.04.2018 um 17:21 Uhr

Lieber Herr Hennrich, wissen Sie, was uns Ärzte wohltuend von den Apothekern unterscheidet: Wir haben ein lebendige Streitkultur, die begierig nach Argumenten sucht, die sich berufspolitisch verwerten lassen, die nicht in Schubladen denkt, offen nach allen Seiten ist, die Chancen für den Berufsnachwuchs fest im Blick hat und weiß wo der gemeinsame "Feind" steht. Wir haben noch mehr Presseorgane als die Apothekerschaft, aber publiziert wird die berufspolitische Speerspitze an entscheidender Stelle.

Was uns ebenfalls von den Apothekern berufspolitisch unterscheidet: Als Dienstleister im Gesundheitswesen erbringen wir täglich unsere patientenzentrierte Dienstleistung. Die vollen Wartezimmer und die überlasteten Ambulanzen der Kliniken sprechen für sich.
Wir leisten jeden Tag etwas für die Gesellschaft und sind uns dessen bewusst.
Entsprechend kriechen wir bei niemandem sonstwohin, um etwas politisch zu erreichen, noch lassen wir uns die Butter vom Brot nehmen. Und zwar in Toto.

Die Apotheker müssen erst einmal lernen ihren eigene Berufsstand aufzuräumen und zu konsolidieren. Das fängt schon bei den demokratischen Strukturen an, die zur Cliquen- und Claqeurswirtschft verkommen ist.

Während die Apotheker jammern, formulieren wir klar einen politischen Willen, den wir umgesetzt haben wollen und den verhandeln wir dann auch hart auf allen Ebenen, auf denen wir Einfluss nehmen können.

Zur konkreten Sachlage: Auch wir als Ärzte sind an einer kleinmaschigen Netzstruktur interessiert, die den Patienten auffängt und ihn auf dem Weg zur Gesundung oder zur Integration seiner chronischen Erkrankung in seinen Lebensalltag konstruktiv begleitet. In diesem Netz ist nur Platz für die wohnortnahe Apotheke in gesicherten wirtschaftlichen Strukturen. Ein Versandhandel, der dies untergräbt oder die Option hat, dies zu tun, ist nicht in unserem Interesse. Ansonsten interessiert uns der Versandhandel nur sekundär.

Sie als Politiker sollten nicht rumeiern. Nur weil jetzt Jens Spahn GM ist, ist das noch lange kein Grund dass RxVV fallen zu lassen. Entschieden wird im Parlament und im Bundesrat. Es zählen die Argumente und der politische Wille. Und es wäre gegenüber der EU eine gute Lektion, wenn man in Brüssel begreift, den Mitgliedern ihren gesetzlichen Gestaltungsraum nicht durch die Hintertür zu beschneiden.

AW: RX Versandhandelsverbot

von Michael Hennrich am 29.04.2018 um 17:31 Uhr

Liebe Anita Peter,

leider war es schon vor der Wahl so, dass nur ein kleines Häufchen aufrechter aus Überzeugung für das RX-Versandhandelsverbot war. Auch in der CDU gab´s abweichende Meinungen, schon vor der Wahl. Leider gehen uns die Truppen verloren. Entweder die Apothekerschaft lernt es zu kämpfen oder.......

Liebe Grüße

Michael Hennrich

AW: Mitverantwortlicher Bote der schlechten Nachricht

von G. Wagner am 29.04.2018 um 17:32 Uhr

Lieber Herr Hennrich,

Sie haben Recht: den Überbringer schlechter Nachrichten sollte man in der Regel nicht für den Inhalt der Nachricht verantwortlich machen und schelten. Im Fall des Rx-Versandverrats kann dieser Grundsatz jedoch nicht zutreffen. Sie, sehr geehrter Herr Hennrich, repräsentieren die CDU-Gesundheits-und Apothekenpolitik Ihres Gesundheitsministers mit. Und da machen Sie es sich etwas zu einfach, wenn Sie „den Druck im Kessel erhöhen möchten“, indem sie kritiklos die Position Spahns und anderer Freunde des Versandhandels referieren statt sie zu kritisieren. Und dass Sie sich vor dem Hintergrund der Zahnlosigkeit einer schweigenden ABDA die Zwangsfusionierung von DAZ und PZ wünschen (und dabei auch die Wettbewerbslage bei den zahlreichen Ärztetiteln verkennen), mag aus Ihrer Sicht naheliegend sein, läge jedoch sicherlich nicht im Interesse der deutschen Apothekerschaft. Ihre interessanten Ausführungen, dass Sie schon unmittelbar nach Ernennung Spahns zum Gesundheitsminister der ABDA vom Aus eines Rx-Versandhandelsverbot berichtet haben, ohne dass dies zu irgendeiner wahrnehmbaren Reaktion der Berliner Berufsorganisation geführt hat, ist dafür beredtes (sic) Beispiel.


Beispiel.

AW: RX Versandhandelsverbot

von Anita Peter am 29.04.2018 um 17:50 Uhr

Lieber Herr Hennrich,

vielen Dank für die ehrlichen Worte. Es war natürlich hochgradig naiv, sich auf die Aussagen VOR der Wahl zu verlassen. Da gings ja nur um Stimmen. Aber das wusste ja schon unser guter Fürst von Bismarck " Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."
Und ich gebe Ihnen auch völlig Recht, dass es nur mit Druck im Kessel funktioniert. Dazu ist aber immer nur der Teil der Apotheker bereit, denen ( wie ich ) das Wasser gerade bis zum Hals steht. Der Rest hofft alles zu überstehen, und bekommt mit Ketten- und Selektivvertragsgequatsche zittrige Knie.

Liebe Sonntagsgrüße von jemanden auf dessen Aussagen und Versprechen sich die Kunden ab morgen wieder zu 100% verlassen können!

PS: Und den nächsten Sonntag verbringe ich wieder bei sonnigem Wetter zum Mindestlohn in meiner "Bude"

AW: RX Versandhandelsverbot - wirklich die Nr. 1?

von Reinhard Herzog am 29.04.2018 um 18:46 Uhr

Lieber Herr Hennrich,

das nenne ich mal eine Überraschung und ganz großes Kino, sich hier so klar zu äußern. Quasi in der "Höhle der Löwen", offenkundig aber nicht mit solchen besetzt ...

Tatsächlich stellt sich mir schon die Frage, ob das Rx-Versandverbot nicht Gefahr läuft, zum "Hamburger Hill" (vgl. den entsprechenden Film ...) der Apotheker zu werden. Vielleicht am Ende sogar mit enormem Aufwand durchgekämpft, aber am Ende um welchen Preis? Und für wie lange? Auch dieses Verbot kann man irgendwann mit anderen Mehrheitsverhältnissen wieder aufheben, oder es wird vorher juristisch gekippt.

Deswegen kann ich nur zustimmen, auch andere und nachhaltige Wege zu suchen, die Vor-Ort-Apotheke zu stärken. Meine Vorschläge:

a) Splittung des Honorars in einen Logistik- und Präsenz-Teil. Bei den Ärzten setzen diverse Leistungen auch den unmittelbaren, persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt voraus, so etwas ist also durchaus justiziabel. Da der Versand schon heute überwiegend nicht rentabel arbeitet und im Schnitt pro Sendung höhere (!!) operative Kosten hat als wir pro Kunde (das relativiert sich erst mit hohen "Päckchenwerten"), ist das ein wirksamer Hebel.

b) Ich denke, dass man die Krankenkassen verpflichten kann, im Rahmen ihrer Finanzergebnisse (KV 45) einen Posten "Rabatte und Ersparnisse aus Versand" neben den heutigen Umsätzen daraus auszuweisen (so wie heute andere Rabatte auch aufgeführt sind) - und dann abzuführen. Kritiker werden monieren, dass der einheitliche Abgabepreis damit unterminiert wäre ...

c) Der Weg zu weiteren, honorierten Dienstleistungen der Apotheke sollte geebnet werden. Da hakt es noch, auch von den gesetzlichen Rahmenbedingungen her.

d) Wäre nicht ernsthaft über einen völligen Wegfall der Zuzahlungen (wie seinerzeit die Praxisgebühr, betragsmäßig ähnliche Größenordnung wie Apothekenzuzahlung) zu diskutieren? Der gesundheitsökonomische Effekt ist gering (alle Zuzahlungen zusammen in allen Leistungsbereichen machen gerade mal rund 2% des GKV-Volumens aus, davon Apotheke ca. 1%), der Steuerungseffekt ist fraglich. Im Moment ist das Geld da (Rücklagen-Diskussion), eine bessere Werbung beim Wähler gibt es wohl nicht ...
Das Geld holt man lieber bei den zahlreichen Hochkosten-Therapien mit teils sehr fragwürdiger Kosten-Nutzen-Bilanz ein. Da werden, erst recht in Zukunft, die dicken Bretter gebohrt!

e) Die unbestrittenen Leistungen im Non-Rx-Bereich (OTC) sollten besser abgebildet werden, und zwar in rechtssicherer Form. Hier ist auch die größte Versand-Baustelle ...

f) Die Politik sollte sich nicht scheuen, die Apotheken ihrerseits in positiver Weise zu fordern, zu Zielvereinbarungen und neuen, im Sinne des Patienten sinnvollen (!) Aufgaben heranzuziehen und die Wünsche hinsichtlich der gesundheitspolitischen Weichenstellungen klar zu formulieren. Die Apotheken könnten wirklich mehr, als sie heute dürfen ...

Jederzeit einer konstruktiven Diskussion zugetan,
grüßt Sie herzlich

Reinhard Herzog

AW: RX Versandhandelsverbot

von Uwe Hansmann am 30.04.2018 um 9:17 Uhr

Sehr geehrter Herr Hennrich!

Auch wenn ich mich wiederhole und Sie es möglicherweise nicht mehr hören können:

Was uns Apotheker nach wie vor massiv stört und worauf wir von der Politik - und auch von Ihnen! - leider keine ordentliche Auskunft bekommen, ist die Tatsache, daß man uns Apothekern in Deutschland sehr gerne die Gemeinwohlpflichten, wie Nacht- & Notdienste, Rezepturanfertigung, etc. - Sie kennen alle Argumente - erledigen lässt und man gleichzeitig Versendern aus dem Ausland mit dem Hinweis auf schwierig zu händelnde EU-Rechtssprechung Dinge machen lässt, die uns deutschen Apothekern aus gutem Grund - wegen gesetzlich verankerter Gleichpreisigkeit, Versorgungssicherheit, Verbraucherschutz - verboten sind!

Nämlich massive Werbung mit Rabatten auf RX-Medikamente und Abschöpfung der für uns deutsche Apotheken für die Erfüllung unserer Aufgaben durchaus und gerade eben auch wichtigen Dauerpräpate von z.B. Diabetikern und anderen Chronikern. Diese Gruppen werden massivst und gezielt von den ausländischen Versendern im RX-Bereich beworben.

Das passt doch überhaupt nicht und ist ein politischer Widerspruch in sich!

Hier ist eine massive Bevorzugung dieses in Deutschland nicht zulässigen Geschäftsgebarens festzustellen, die uns langfristig in Menge in der Existenz bedrohen wird.

Und es wird von uns erst recht nicht verstanden, wenn in der überwiegenden Zahl der EU-Mitgliedstaaten so etwas eben gerade nicht erlaubt ist und man hier in Deutschland seitens der Potlitik nicht in der Lage oder nicht Willens ist, diese Dinge, so wie es der EU-Vertrag vorsieht, subsidiär und eben national zu regeln.

Das sind die Punkte!

Wir haben nach wie vor die Erwartung, daß Sie diese Nummer mit den Kolleginnen und Kollegen durchziehen!

Mit besten Grüßen aus der am Brückentag durchgehend geöffneten Alten Apotheke in Lilienthal, Niedersachsen.

Umsatz und Gewinn oder Der "freie" Beruf und sein Sinn

von Bernd Jas am 29.04.2018 um 11:35 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,
guten Morgen liebe Schmidt´sche Knöttertruppe,

wo Sie grad´ sagen Herr Ditzel: "Umsatz der Apotheken, die aufgeben mussten, kommt dann den verbleibenden Apotheken zugute."
Zugute ist auch nur gut gemeint, denn ein bestimmtes Maß an Mehraufwand kann schnell die Kapazitäten der "nutznießenden" Apotheke sprengen, ohne dass diese einen rentablen Vorteil daraus generieren kann.
Dazu fällt mir das Körbchenprinzip aus der Geschichte von B. Traven ein:

Als ein amerikanischer Pralinenhersteller des Weges kommt, an dem er einen Indianer sitzend wunder schöne Körbchen flechten sieht. Die Körbchen näher betrachtend, denkt er sich; booha, das ist die ideale Verpackung für meine Pralinen und fängt an mit dem Indianer über Mengen und Preise zu verhandeln. Je mehr, desto günstiger wird es.
Bis zu einem bestimmten Punkt als der Indianer sagt; Das muss ich erst mit meiner Familie besprechen.
Als sie sich wieder treffen und der Fabrikant das ernüchternde Ergebnis zu hören bekommt, nämlich dass die Körbchen bei tausend Stück im Verhältnis wesentlich teurer werden, als bei einer Menge von hundertfünfzig, erbost er sich über die Unverschämtheit des Eingeborenen und fragt den Indianer, dass das ja wohl nicht richtig sei, er habe da wohl falsch gerechnet. Der Indianer welcher ein höflicher Mensch ist, verspricht ihm noch einmal zu rechnen.
Als sie sich am nächsten Tag wieder treffen, bestätigt der Indianer sein gestriges Angebot mit den Worten; Sehen Sie Señor, wenn Sie so viele Körbchen haben möchten, muss meine ganze Familie, denen ich das flechten auch noch beibringen muss, beim flechten helfen und sie haben keine Zeit mehr um das Feld zu bestellen, so das wir für uns teures Essen und teures Futter für das Vieh kaufen müssen.
Meine Rechnung stimmt also Señor und ich bleibe bei meinem Angebot.

Im übertragenen Sinne: Unsere Rohgewinn ist mittlerweile so klein, dass wir die Investitionen für den schönen, uns „zugute“ kommenden Mehrumsatz in einem vernünftigen Zeitrahmen nicht mehr erwirtschaften können.

Nur mal so zum überschlagen, in welcher Situation wir uns mittlerweile befinden.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Der nächste Apotag

von Dr.Diefenbach am 29.04.2018 um 10:49 Uhr

Ich rate:Die ganzen hier berechtigten(!) Ausführungen sollten sich beim Apotag mal bereits in der Diskussion des Geschäftsberichtes niederschlagen.Hier wird ja meist die ganze Erfolgsstory des vergangenen Jahres aufgeführt,Debatten sind selten.Oder in Anträgen.Schaut man sich die in Teilen an den wirklichen Bedürfnissen vorbeilaufenden Punkte zB von 2017 an,da kann man sich nur wundern.Da meist in glattgebügelten Vordiskussionen eine volatile Stimmung ausgeschaltet wurde,vielfach aus Angst,in einer Diskussion zu unterliegen,sollten dann einfach etliche die HIER kommentieren,Spontananträge(!) einbringen,die eben nicht der Waschanlage vorher zum Opfer gefallen sind.Es ist auch besser,wenn bundeslandübergreifend agiert wird,da Blickwinkel und Besonderheiten manchmal andere Aspekte zulassen.-Im Übrigen sehe ich das,auch bereits gesagt,wie Herr Ströh:Der Nachwuchs wird sich neue Berufswege suchen.Die unverschämten Herabwürdigungen der Apothekenpraxis durch Magazindamen,Schreiberlinge wie auch in der FAZ immer wieder vorzufinden(dann als Moderator bei uns eingeladen....) oder leider auch Politiker kann ein junges Nachwuchstalent nämlich vielleicht mental nicht verkraften .Und da eine PR von UNS in der breiten(!) Öffentlichkeit kaum auftaucht,sondern in Berichten relativiert wird,fühlen sich halt viele alleine gelassen.Sieht man doch auch am bayerischen Wahldurchschnitt zu einer neuen DV :38,5 Prozent in der Breite.Was heißt das in Bezug auf die Nachwuchsaquise der ABDA ????Da läuft so vieles davon.Und man halte mir jetzt nicht vor,ich hätte die Zahlen falsch zugeordnet.Aber SOLCHE Ziffern sprechen Bände.Oder?

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Wenn man bereits an der Sachanalyse scheitert ...

von Reinhard Herzog am 29.04.2018 um 10:40 Uhr

Das kommt davon, wenn ein Berufsstand bereits an der Analyse der Sachlage scheitert - und keine Vorstellungen von der Zukunft hat, es sei denn, es möge alles so bleiben, wie es ist. Bzw. falls es Veränderungen geben sollte, mit 100%-Einkommensgarantie (lieber 110%) bis in die Ewigkeit.

Also sind wir weiter ein Berufsstand, der gestillt, geschnullert und gewindelt werden möchte. Vielleicht sogar vor sich selbst geschützt. Dafür machen wir jeden, wirklich jeden Unsinn mit. Zur Not dokumentieren wir noch die Schuhsohlen-Qualität unserer Labor-PTA, in siebenfacher Ausführung, wovon wir fünf anschließend datenschutzgerecht entsorgen ... und findige Köpfe werden uns dafür das EDV-Programm gegen Monatsgebühr liefern!

Noch besser: Wir kreieren uns unsere vermeintliche Daseinsberechtigung mit allerlei Scheintätigkeiten selbst, bar jeder ernsthaften (nicht märchenhaft dahergezauberten) volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Betrachtungen.

Über dem Gesundheitswesen lacht die Sonne, über uns lacht die Politik. Wer nimmt uns wirklich ernst?

Dabei ist die Sachlage ziemlich klar:

- Das Apothekenwesen befindet sich in einer Strukturkrise und Umbruchsituation, so wie viele andere Branchen. Vgl. Einzelhandel, Industriebranchen etc. Das wird nur durch einen wachsenden Markt und staatliche Subvention kaschiert. Unter freieren Marktbedingungen sähe es bereits völlig anders aus. Wir konservieren insoweit ein Ungleichgewicht zu einem gewissen gesellschaftlichen Preis (über dessen Wert man trefflich streiten kann, Stichwort Daseinsvorsorge und Infrastruktur).

- Es ist demzufolge nicht falsch, in den Apotheken die möglichen "Steinkohlekumpel des Gesundheitswesens" zu sehen. Sie sind das schwächste Glied in der Kette - zahlenmäßig, bedeutungsmäßig, hinsichtlich Ersetzbarkeit, Automatisierbarkeit, Übernahme zahlreicher Funktionen künftig durch EDV / künstliche Intelligenz, andere / neue Logistiksysteme usw.

- Ressourcen fehlen an anderen Stellen weitaus dringlicher (z.B. Pflege, Landärzte, diverse Spezialversorgungsbereiche), demzufolge werden sie bevorzugt dorthin umgeschichtet werden und nicht zu uns.

- Das Apothekensystem leidet unter zu vielen (oftmals selbstauferlegten) Fesseln und Limitationen, verstärkt durch eine von außen hineingetragene Bürokratie (z.B. aktuell Datenschutz), die es für Einzelkämpfer und die "Quartiers-Apotheke um die Ecke" immer schwerer macht, zu bestehen. Die kleine Einzelapotheke ist auf diesem Wege ein Auslaufmodell. Größere Strukturen dringen immer weiter vor, mit allen Implikationen. Entbürokratisierung und Entrümpelung wäre das wirksamste (und volkswirtschaftlich günstigste) Renditeprogramm und die Lösung so mancher Personalprobleme. Hier ist eine grundlegende Strukturdiskussion nötig. Sie beginnt inzwischen äußerst zögerlich.

Und was tun wir?

Wir nölen über ein vertagtes Rx-Versandverbot wie Kleinkinder, die ihren Lolly nicht auf der Stelle bekommen. Rx-Versandverbot - nicht anderes hören wir seit Jahr und Tag. Auf der sachlichen Prioritätenliste vielleicht die Nr. 4 oder 5 ...

Wir beschimpfen (auch uns wohlgesonnene) Politiker, die andeuten, dass das erstens nicht so einfach ist und zweitens man sich über kluge Alternativen Gedanken machen sollte - Honorarkonzept (keine unsubstantiierte Wunschliste!) inklusive. Am besten durchgerechnet unter Heraushebung der Vorteile für die Gesellschaft (!). Schließlich müssen wir (!) überzeugen, die Politik muss gar nichts ...

Also, mir würde als Gesundheitspolitiker wohl bald mal der Kragen platzen, und ich würde mir ernsthaft die Frage stellen, ob man nicht einfach mal den "goldenen Käfig" aufsperrt. Frische Luft und neue Freiheit könnten vielleicht so manch Wunder bewirken.

Lasst es besser nicht darauf ankommen, so schwach (man muss eigentlich sagen: künstlich geschwächt!) und unvorbereitet, wie der Berufsstand ist ...

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Scheitern schon bei Sachanalyse oder erst bei den Schlussfolgerungen?

von Wolgfgang Müller am 29.04.2018 um 12:00 Uhr

Es fällt mir zugegebenermaßen zunehmend schwer, in Ihren Positionen noch DIREKT Hilfreiches im Sinne von sagen wir mal "grundsätzlich positiven Stellungnahmen" für den vernünftigen, grundsätzlichen Erhalt einer klar fünfstelligen Anzahl traditioneller, freiberuflicher Vor-Ort-Apotheke zu erkennen. ...... was ich sehr bedauere, denn ich sehe das bekanntlich und aus nachvollziehbaren Gründen völlig anders.

Aber Ihre Analysen können trotzdem hervorragend für genau diesen Zweck verwendet werden. Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie vor einiger Zeit zum Thema "Mögliche Konkurrenz gegen den Versand aus eigener Kraft" sogar den Satz gesagt - sinngemäß - :

"Eine Geschäft mit 20.000 Niederlassungen wie die Vor-Ort-Apotheken könnte von keinem Wettbewerber wie dem Versand geschlagen werden. Wenn es richtig organisiert wäre".

Falls Sie das nicht waren, stelle ich das hier trotzdem mal zur Diskussion. Denn genau so ist es.

Auch die von Ihnen oben genannten Punkte sind in diesem Sinne alle richtig. Es ist Nichts hinzuzufügen, höchstens zu konkretisieren.

Keineswegs ist es verständlich, dass eine Standes- bzw. sogar Unternehmer-Vertretung die Umstände für das Geschäft kontinuierlich erschwert, statt sie zu "entrümpeln und zu entbürokratisieren". Um in unserem Fall eben das Geschäft "Vor-Ort-Apotheke" dadurch so weit wie möglich konkurrenzfähig zu erhalten. Die Politik durchschaut das natürlich, spätestens seit dem unsäglichen 2012. Und auch ich hätte als Politiker von solchem komplett nicht ergebnisorientiertem Kompliziertheits- und übertriebenem Hochwichtigkeits-Getrutsche die Schnauze längst voll. Da sind die "echten" Politiker im Grunde bisher noch viel gnädiger mit "Uns" gewesen als z. B. ich es wäre.

Trotzdem ist es richtig, nach solch einem katastrophalen Fehlurteil des EuGH erstmal das Rx-Versandverbot zu fordern und diese Forderung so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Denn ja, es ist eine mögliche, durchführbare, besonders einfache und konsequenteste Lösung. Die Entrümpelung und Entbürokratisierung muss trotzdem schnell stattfinden. Und sei es als Signal an die Politiker, die gerade mit uns verhandeln, dass wir eben nicht doch gänzlich verblödet, an Wirtschaftlichkeit eher grundsätzlich desinteressiert und dann doch am Besten ganz aufzugeben sind.

AW: Ziemlich naiv

von G. Wagner am 29.04.2018 um 18:19 Uhr

Lieber Herr Herzog,
Auch wenn man ein Freund unorthodoxer Gedanken in der Apotheken-und Gesundheitspolitik ist und bisher manche Ihrer Gedanken durchaus anregend waren: so langsam sind Ihre apothekenpolitischen Deregulierungsphantasien am Rande des Erträglichen. Waren Sie eigentlich schon einmal in den Niederungen der Apothekenpraxis tätig oder agieren Sie ausschließlich als allwissender Beratungs-Guru? Man kann mit guten Argumenten vieles an unserer Branche und Ihrer Berufsvertretung aussetzen - aber Ihr naives Liberalisierungsmantra kritisiert das bestehende System genau von der falschen Seite. Gewollt oder ungewollt öffnen Sie damit Akteuren das Feld, die an allem interessiert sind - nur nicht an einem heilberuflich orientierten und flächendeckenden Apothekennetz. Also in Zukunft bitte wieder weniger Schaum vor dem Mund und weniger Besserwisserei („Alle sind blöd außer mir“) und stattdessen seriöse Folgenabschätzung bei dem, was Sie vorschlagen.

Hennrich

von Conny am 29.04.2018 um 9:24 Uhr

Was vermisse ich einen Frank ebert, er war hier der Einzige der klipp und klar gesagt hat was Sache ist. Er hätte Herr Hennrich wohl so genannt was er auch ist : einen Lügenbaron !

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Hennrich

von Dr Schweikert-Wehner am 29.04.2018 um 9:31 Uhr

Der Hennrich war nur der nützliche Idiot, der es verkünden musste. Seine Alternativen waren entweder nur dämlich, weil ihm nichts anderes einfiel, oder es steckt die Absicht der Regierung dahinter bei den Apotheken zum Kahlschlag auszuholen. Die Regierungserklärung von Söder spricht leider für zweites.

AW: Hennrich

von Michael Hennrich am 29.04.2018 um 17:27 Uhr

Wie blind laufen manche durch die Gegend. Kein Wunder, dass man da nichts hin bekommt. Alles weitere in obigem Kommentar von mir

Liebe Grüße

Michael Hennrich

Schweigen

von Christian Giese am 29.04.2018 um 8:53 Uhr

Viele werden lernen müssen, ob es sinnvoll war, sich öffentlich ins absolut Passive zu verschieben.
(FS: Warten auf die Politik.)

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Öffentliches Schweigen

von Ulrich Ströh am 29.04.2018 um 8:52 Uhr

Moin,moin,
mal norddeutsch knapp formuliert:

Das aktuelle öffentliche Schweigen unser Standesvertretung zu den drängenden Problemen ist unangemessen.
Die Resultate dieses Nichtagierens werden Präsenzapotheken zukünftig wirtschaftlich nachhaltig
spüren.
Und unser pharmazeutischer Nachwuchs geht dann folglich mehr
in Krankenhäuser,Industrie , etc .
und sucht sich Berufsaussichten mit Perspektiven.

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Öffentliches Schweigen

von Heiko Barz am 29.04.2018 um 11:13 Uhr

Kleine Bemerkung, verehrte Kollege Ströh, völlig ohne Bezug zum Thema,
Ostfriesisch bedingt:
Moin, .... heißt soviel wie - Guten Tag!
Moin, Moin,.... heißt eigentlich - Leck mich am A....
Das war das Erste, das mir in Ostriesland beigebracht wurde.
Da wir aber gerade dabei sind, gäbe es für einige der Protagonisten, die uns ständig in der Ausübung unseres Berufes unverhältnismäßig bedrängen, diese besondere ostfriesische Begrüßung, Moin Moin!
Die Katastrophenszenarien werden stets mehr auch diffuser und unerklärbarer. Ich werde immer müder, hinter der ständigen Bedrohung meiner Existenz einen Sinn zu erkennen. Neuster bürokratischer Schwachsinn. Der DSB (Datenschutzbeauftragter) welche schwerwiegenden Untaten erwartet man diesbezüglich aus der Deutschen Apotheke ?

AW: Öffentliches Schweigen

von Bernd Jas am 29.04.2018 um 13:06 Uhr

Da sagen Sie was Herr Barz,
richtiger bürokratischer Bullshit.
Und das muss man sich mal vorstellen, da wird eine EU-VERORDNUNG
bei uns Gesetz mit nicht unerwähnbaren Folgen.
Bleibt für uns nur eins, damit Reklame machen. Etwa so wie bei Beerdigungsinstituten geworben wird: "Bei uns liegen sie richtig"!
Für uns etwa so: "Wo Fazzebuck sein Geld mit macht,
ham´ wir den Riegel vor gemacht."

Aber das rettet auch nicht das Küken aus der Rühreipfanne.

Fehlt da nicht etwas…?

von Gunnar Müller, Detmold am 29.04.2018 um 8:38 Uhr

Na klar,
unsere sogenannten obersten Interessenvertreter waren bei Jens Spahn.
Ja,
die aus diesem Verein, aus dem man nicht austreten kann (Anm.: Da wir als Apotheker da ja nicht Mitglied sind).
War wohl nicht weiter wichtig. Gab ja ohnehin kaum etwas darüber zu lesen. War ja wohl auch Stillschweigen vereinbart....
Nein, lieber Herr Ditzel,
dieses Treffen ist sicherlich keiner weiteren Erwähnung wert.
Alles ist gut. Schlafen wir berufspolitisch ruhig und entspannt weiter. Bis zum nächsten DAT. Und zum übernächsten....


» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Fehlt da nicht etwas

von Hermann Eiken am 29.04.2018 um 9:29 Uhr

Ja, da hat man Stillschweigen vereinbart,- oder wurde es vom Minister diktiert?- Für wie lange?- Vielleicht bis zum Ende dieser Legislaturperiode? - Dann wird also alles eine endlose Hängepartie bleiben und die ungesteuerte Wirklichkeit bricht ihre Bahn zum Schaden für die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung in Deutschland. Die Holländer werden es schon schaffen, das System mit Hilfe ihrer Beziehungen bis in die Spitze der Bundesministerien in ihrem Sinne zu lenken. - Und unsere Leute, die uns in der ABDA vertreten, sollen schweigen??... Wenn politischer Druck in unserem Sinn ausgeübt werden soll,dann kann Schweigen auf Dauer keine Lösung sein.— Schweigen kann uns nur schaden!!

Kommentar abgeben

 

Ich akzeptiere die allgemeinen Verhaltensregeln (Netiquette).

Ich möchte über Antworten auf diesen Kommentar per E-Mail benachrichtigt werden.

Sie müssen alle Felder ausfüllen und die allgemeinen Verhaltensregeln akzeptieren, um fortfahren zu können.