Erstes Quartal 2017

DocMorris steigert Rx-Umsatz deutlich

Hannover - 18.04.2018, 09:10 Uhr

10,7 Prozent plus bei Rx, mehr als 75 Prozent plus bei OTC: DocMorris wächst und wächst. (Foto: DocMorris)

10,7 Prozent plus bei Rx, mehr als 75 Prozent plus bei OTC: DocMorris wächst und wächst. (Foto: DocMorris)


Zur Rose wächst auch in der Schweiz

Durch das Wachstum von DocMorris steigerten sich erneut auch die Umsatzzahlen von Zur Rose. Im ersten Quartal 2018 stieg der Gruppenumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 29,9 Prozent (23.8 Prozent in Lokalwährung) auf knapp 298 Millionen Schweizer Franken. Auch in ihrem Heimatmarkt Schweiz konnte Zur Rose zulegen. Dort steigerte der Konzern seinen Umsatz im ersten Quartal 2018 „trotz regulatorisch bedingter Preissenkungen“ deutlich um 9,3 Prozent auf knapp 128 Millionen Schweizer Franken.

In der Bilanz 2017 des Schweizer Pharmahandelskonzerns Zur Rose Group spiegelten sich die Belastungen der expansiven Unternehmenspolitik aber wider: Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 983 Millionen Schweizer Franken anstieg, wies der Konzern mit minus 36,3 Millionen Franken einen deutlich höheren Verlust als noch 2016 aus. Das hatte auch mit den hohen Expansionskosten der Zur Rose-Tochter DocMorris zu tun.

Studie: Versandhändler starten stark

Anfang der Woche war bereits eine Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) bekanntgeworden, nach der der Arzneimittel-Versandhandel im ersten Quartal insgesamt um mehr als 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs. Die Zahlen beruhen aber nicht auf tatsächlichen Umsatzzahlen, sondern auf Kundenbefragungen.

Dadurch, dass die Umsatzahlen insbesondere der EU-Versender im Rx-Bereich wachsen, steigen gleichzeitig natürlich auch die Ausgaben der Kassen in diesem Bereich. Im vergangenen Jahr rechneten die ausländischen Versandapotheken laut einer Statistik des Bundesgesundheitsministeriums mehr als 410 Millionen Euro bei den Kassen ab – ein absoluter Rekordwert.


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In ihrer Pressemitteilung gibt die Zur Rose Group AG u.a. prozentuale Steigerungen an, die sich auf Umsätze in Schweizer Franken beziehen. Auf der Basis von Umsätzen in Euro sind die Steigerungsraten deutlich niedriger. Wir haben die Meldung um 12.55 Uhr entsprechend geändert. Die DAZ.online-Redaktion



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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3 Kommentare

Tücken der Statistik?

von DAZ.online am 18.04.2018 um 13:08 Uhr

Lieber Herr Schneider, lieber "Reinhold",
die Umsatzsteigerung von 20 Prozent stammt aus der Pressemeldung der Zur Rose Group - allerdings bezieht sie sich auf die Umsätze in Schweizer Franken. Betrachtet man die DocMorris-Umsätze ("Segment Deutschland") in Euro (also ohne z.B. schwankende Wechselkurse), beträgt das Plus "nur" knapp 11 Prozent. Wir haben die Meldung inzwischen auch entsprechend geändert.
Prinzipiell werden aber Quartalszahlen eigentlich immer mit dem gleichen Vorjahres-Quartal verglichen. Für eine Prognose kann nicht einfach der Umsatz eines Quartals mal 4 genommen werden - so dürften die Quartale 3 und 4 in Apotheken (wegen z.B. der Erkältungssaison) "stärker" sein als das 1. Quartal.
Herzliche Grüße aus der DAZ.online-REdaktion

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Tücken der Statistik

von Ekkehard Schneider am 18.04.2018 um 10:37 Uhr

Wo die Umsatzsteigerung von 20 % im RX-Bereich hergeleitet wird bleibt ein Geheimnis. 66 Mio im Quartal 2018 (=hochgerechnet 264 Mio pro Jahr) ergibt eine Rückgang von 3 Mio pro Jahr. Und wenn man annimmt, dass DocMorris 2017 im 1 Quartal nur 55 Mio Umsatz hatte (= 20 % weniger als 2018), dann bedeuten die 66 Mio im 1. Quartal einen noch deutlicheren Rückgang, hochgerechnet auf das ganze Jahr. Kann bitte jemand nachvollziehbare Zahlen liefern oder liege ich falsch?

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AW: Tücken der Statistik

von Reinhold am 18.04.2018 um 11:44 Uhr

Das Ganze könnte schon stimmen
In Q1/17 waren die Zahlen noch von DM "alleine".
In Q1/18 sind die Umsätze der Zukäufe enthalten.

Bei der Jahreszahl 17 sind die Umsäte der Zukäufe erst ab dem Zeitpunkt des Zukaufs enthalten.

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