Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

15.04.2018, 08:00 Uhr

Sollten da etwa so manche eine Erkenntnis gehabt haben? (Andi Dalferth)

Sollten da etwa so manche eine Erkenntnis gehabt haben? (Andi Dalferth)


13. April 2018

Wie putzig ist das denn? Die Niederländer sind sauer über das geplante Rx-Versandverbot der Bundesregierung. Die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments protestiert und meint, dass das Rx-Versandverbot aus ihrer Sicht gegen EU-Recht verstößt und die Regierung dürfe nicht warten, bis Deutschland einen Gesetzesantrag zum Verbot vorlege. Ja, ihr lieben Niederländer, wäre ja auch schon schlimm, wenn so waschechte niederländische Versender wie DocMo und Europa Apotheke, ganz ganz dicht an der Grenze zu Deutschland, auf einmal nichts mehr Verschreibungspflichtiges verschicken dürften. Ganz abgesehen davon, dass davon wohl im Wesentlichen nur ein Unternehmen ein bisschen betroffen wäre, das eigentlich Schweizer Eltern hat. Mein liebes Tagebuch, in den Niederlanden selbst spielt der Arzneiversandhandel so gut wie keine Rolle. Die Niederländer gehen in ihre Apotheken vor Ort. 


Die Zukunft im Ländle! In den Regionen Tuttlingen und Stuttgart können sich ab 16. April auch GKV-Patienten durch Ärzte telemedizinisch behandeln lassen – der Modellversuch DocDirect geht an den Start. Elektronische Rezepte gibt es allerdings für GKV-Versicherte noch nicht. Das ist in Ba-Wü  nur für Privatversicherte möglich, die bereits ab Januar 2018 die Telemedizin erproben können. Ob die Versicherten das telemedizinische Angebot annehmen, wird sich zeigen. GKV-Versicherte können wochentags zwischen 9 und 19 Uhr das Callcenter der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg anrufen, geschulte Angestellte erfassen die Daten und Symptome. Nach etwa 30 bis 40 Minuten ruft dann ein Arzt zurück, der versucht, das medizinische Problem zu lösen. Gelingt das nicht und ist das Problem dringend, wird der Patient noch am gleichen Tag zu einer Hausarzt- oder Facharztpraxis vor Ort weitergeleitet. Kein wochenlanges Warten. Das könnte den Charme der Telemedizin ausmachen…



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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6 Kommentare

Liebes Tagebuch......

von Heiko Barz am 16.04.2018 um 11:39 Uhr

Das E-Rezept ist faktisch ein folgenschweres Produkt der Digitalisierungswollust. Dass die KKassen dieses Produkt mit Freuden erwarten und immer wieder dessen Wichtigkeit betonen, sollte für uns entscheidend sein und nachdenklich stimmen.
Die direkte Einflußnahme der KKassen auf die Bestimmung, wer diese E-Rezepte aus der Arztpraxis zu erhalten habe, wird ja dadurch immer deutlicher, dass auf die zu kommenden und nach Meinung der KKassen unausweichlichen Selektivverträge mit parasitären Auslands- AM- Versendern immer hingewiesen wird. Diesem ständigen und unsinnigen "Bretterbohren" müßten sich doch unsere teuer und hochbezahlten Führungsriegen endlich mal mit kraftvollen Argumenten entgegenstellen.
Aber still ruht der apothekenpolitisch unsortierte Pharma-See!
Die langfristig apothekenvernichtenden Versäumnisse dieser "Führungsriege" müssen hier zum Beweis nicht detailliert aufgeführt werden.

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Spahn

von Karl Friedrich Müller am 15.04.2018 um 19:29 Uhr

Fordert Beitragssenkungen von den KK. Sie würden auf dem Geld sitzen.
Wie wäre es, mal unser Honorar zu erhöhen?
Pflege? Das ewige Thema?
Spahn ist ein Blender, leider, auf Effekthascherei aus.
Schade

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... und der Rest (jetzt ohne emojies)

von Gunnar Müller, Detmold am 15.04.2018 um 14:11 Uhr

@der Senf vom AOK-Politikchef
Und was ist eigentlich „digital“ am allzu analogen Päckchenpacken, analogen Versenden, analogen Ausliefern und analogen Zustellen von immer noch analogen Medikamenten?
Zudem noch mit einer zweidimensionalen, vorsintflutlichen „Beratung“ in Form gedruckter Infohinweise?
Ich empfehle: einfach mal nachdenken…
Oder anders ausgedrückt: Herr, lass‘ Hirn regnen…
@TeleSchwester Agnes
Vielleicht sollte auch die Ärzteschaft erst mal über die inhaltliche Ausrichtung dieses Dienstes nachdenken statt dem Aktionismus zu huldigen:
Welche Anfragen (akut/chronisch/Azerbation/neuer Befund/Rezept /Krankschreibung/Überweisung...) sollen bearbeitet werden, von welchen Patienten (z. B. Erstkontakt oder bekannter Chroniker), von wem (Agnes oder Arzt) und wie (sofort Arzt oder erst „nach Prüfung“? Prüfung wovon?) ?
@ABDA:
Ist doch alles demokratisch…
Oder doch nur ein Verein nach Gutsherren– und -damen Art? Und nicht zu vergessen: mit Maulkorbzwang…

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Alles ausser ABDA ...

von Gunnar Müller, Detmold am 15.04.2018 um 13:56 Uhr

@Dienstleistungen
Ich hätte da ja welche:
Außerordentliche Dienstleistungen im Rahmen der Versorgung der Patienten Z. B.
Nachfragen bei Ärzten, 2 Euro je 5 Minuten
Einholung von Genehmigungen bei Krankenkassen, 10 Euro je Antrag
Aber verschone mich die ABDA mit ihren Impfungen! Wozu bin ich eigentlich Apotheker geworden - und nicht Arzt…
@Schmitz/Bellartz
Schon erstaunlich, dass der HGF seinem ehemaligen Kommunikationschef bescheinigt, keine Kontakte zum BMG gehabt zu haben ...

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"Zuständigkeiten"

von Dr.Diefenbach am 15.04.2018 um 13:06 Uhr

Ach so,das zur Qualität mancher Satzungen:Es war zu hören,dass ein NICHT mehr im Amt agierender ehemaliger(!!!'j Vorsitzender eines Landesverbandes wesentlich mit einer aktuellen(!!!)Sitzungsführung des Haushaltsausschusses beauftragt war.Und eine weitere ehemalige Vorsitzende da auch noch mitmischte.Jetzt hat "man"schnell die Satzung geändert.Was sind denn das für Sachen??

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El Pato

von Dr.Diefenbach am 15.04.2018 um 12:45 Uhr

Ich stelle hier mal offen die Frage ob diese salopp ausgegebenen Beträge,finanziert aus unseren Beiträgen,noch etwas mit treuhänderischem Umgang zu tun haben.Allmählich reicht diese elende closed Shop Aktivität.in unserem Stand wird offenbar alles entschuldigt,wenn irgendeiner in irgendeiner Funktion irgendwas macht.Und sei es noch so kritisch zu hinterfragen Mein Eindruck ist mehr denn je,dass die Hauptamtlichkeit in Berlin sehr"souverän"vor sich hin agiert,man ist ja vertraglich abgesichert. Und wenn ich vorab zur Kenntnis nehme,dass auch der nächste ABDA Haushalt wieder steigt,dann bin ich wütend dass wir ,ich schließe mich da nicht aus,uns jedes Jahr aufs Neue mit wolkenartigen Vorstellungen einseifen lassen.Wann wird unser Konstrukt einer Grunderneuerung unterzogen ?Die 34 er Sachlage mit den Hauptamtlichen "davor" ist nicht mehr den Anforderungen gerecht.Wir machen doch eh alles neu.2030.Wieso bleibt die Satzung eigentlich unangetastet?

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