Investoren: Google, Microsoft, Yahoo

US-Startup liefert Arzneimittel und Blutkonserven via Drohne

Berlin - 05.04.2018, 11:20 Uhr

Arzneimittelpaket aus der Luft: Das von Google gesponserte US-Unternehmen Zipline liefert in Afrika Blutkonserven und bald auch Arzneimittel via Drohne. (Screenshot: Youtube)

Arzneimittelpaket aus der Luft: Das von Google gesponserte US-Unternehmen Zipline liefert in Afrika Blutkonserven und bald auch Arzneimittel via Drohne. (Screenshot: Youtube)


Russische Postdrohne stürzt über Spielplatz ab

Und auch im Heimatland von Zipline scheinen Arzneimittel-Lieferungen per Drohne nicht mehr allzu weit entfernt zu sein. Die US-Flugbehörde FAA arbeitete derzeit an neuen Regulierungen für den sicheren Drohnen-Verkehr. In Zusammenarbeit mit dem Privatsektor will die Behörde den Drohnen-Flugverkehr für Belieferungen austesten, damit er irgendwann flächendeckend in die Versorgung überführt werden kann. Einige US-Staaten, wie etwa North Carolina, haben bereits Interesse bekundet und wollen sich an der Entwicklung dieses neuen Sektors beteiligen – ebenfalls, um Blutkonserven und Notfall-Medikamente schnell ausliefern zu können.

Hinter dem US-Unternehmen Zipline stecken übrigens alte Bekannte: Die Firma stammt aus dem Silicon Valley im US-Bundesstaat Kalifornien. Zu den Geldgebern gehören einige Kapital-Investoren, aber auch der Internet-Gigant Google sowie Yahoo-Gründer Jerry Yang und Microsoft-Mitgründer Paul Allen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass den Zipline-Drohnen nicht das widerfährt, was jüngst einer russischen Drohne passiert ist. Die russische Post hatte jahrelang an einer ersten Post-Drohne gearbeitet. Die Drohne wurde vor einigen Tagen öffentlich und feierlich in Betrieb genommen. Doch schon bei ihrem Jungfernflug verunfallte das Gerät und raste in eine Häuserwand an einem Spielplatz. Der Absturz ist auf einem Video zu sehen.

               



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

Technologie löst nicht alle Probleme

von Andreas Wiegand am 06.04.2018 um 8:01 Uhr

Drohnen sind für teuere und kurz haltbare Propdukte wie Blutkonserven sicherlich eine zukunftsträchtige Lösung für arme Länder mit schlechter Infrastruktur. Die Arzneimittelversorgung leidet meist unter einer schlechten personellen Ausstattung. Es gibt zu wenige PTA und Apotheker. Lagerkontrolle, rechtzeitige Nachbestellung und Verfalldatenkontrolle finktionieren nicht. Patienten treffen so auf Gesundheitsreinrichtungen mit Lücken im Sortiment oder Überbestände die verfallen. Das lässt sich durch neue Technologie nicht lösen. Es muss Investionen in Fachwissen geben.

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