Weltwassertag

Wasser in der Apotheke –mehr als nur H2O

Stuttgart - 22.03.2018, 16:00 Uhr

In der Apotheke gibt es verschiedenen Arten von Wasser. (Foto: Anton Maltsev / stock.adobe.com)

In der Apotheke gibt es verschiedenen Arten von Wasser. (Foto: Anton Maltsev / stock.adobe.com)


Wann welches Wasser? 

Laut NRF kann Gereinigtes Wasser für die meisten unsterilen Arzneimittel verwendet werden. In der BAK-Arbeitshilfe werden hier die kutane, die orale bzw. perorale, die nasale, die rektale und die vaginale Anwendung angeführt sowie die Anwendung am Ohr. Für Parenteralia muss Wasser für Injektionszwecke zum Einsatz kommen. Darüberhinaus fordert das NRF auch für Augentropfen und andere mikrobiologisch kritische Darreichungsformen wie Instillationslösungen diese Wasserqualität. Begründet wird das damit, dass Herstellung und Umgang des Gereinigten Wassers mikrobielle Risiken bergen, die bei der Herstellung ausgeschlossen werden müssen.

Es gibt auch eine Leitlinie der EMA zur Wasserqualität für die Herstellung von Fertigarzneimitteln. Diese gilt aber nicht für die rezepturmäßige Herstellung in der Apotheke sowie Rekonstitution oder Verdünnung einer Zubereitung durch Apotheker oder Anwender vor dem Gebrauch. 

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Das H2O-Molekül – ein Dipol

Das Sauerstoffatom „teilt“ sich mit jedem der Wasserstoffatome ein Elektron - es liegt eine kovalente Bindung vor. Da Sauerstoff- und Wasserstoffatome unterschiedliche Radien und Kernladungen haben, werden die Bindungselektronen zum Bindungspartner mit der höheren Elektronegativität verschoben. Je höher der Unterschied der Elektronegativität, desto stärker ist das entstandene Molekül polarisiert. Beim Wassermolekül führt die Polarisierung der kovalenten Bindung zu einem elektrischen Dipol, bei dem das Wasserstoffatom partiell positiv, das Sauerstoffatom partiell negativ wird. Das erklärt das besondere Verhalten von Wasser.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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