Interpharm 2018

Rezepturen: Viele Apotheker unzufrieden mit Ärzte-Zusammenarbeit

Berlin - 16.03.2018, 14:30 Uhr

Einer Studie zufolge sind viele Apotheker in Sachen Rezepturen unzufrieden mit der Ärzte-Zusammenarbeit. (Foto: Sket / DAZ.online)

Einer Studie zufolge sind viele Apotheker in Sachen Rezepturen unzufrieden mit der Ärzte-Zusammenarbeit. (Foto: Sket / DAZ.online)


Beispiele aus der Praxis

Staubach-Renz unterstrich den Wert der Rezeptur anhand von Beispielen aus der dermatologischen Praxis. Gerade bei Erkrankungen der Schleimhäute stünden wenig Fertigarzneimittel zur Verfügung. Ebenso bestünden bei Anaphylaxien große therapeutische Lücken.

Doch auch wenn Fertigarzneimittel auf dem Markt sind, können Rezepturen sinnvoll sein, nämlich, dann wenn größere Mengen notwendig sind. Dies sei oft bei der Therapie von Scabies der Fall. Bei einem anderen Beispiel passt die Grundlage der Fertigarzneimittel für die Therapie nicht. Impetigo contagiosa ist die häufigste bakterielle Infektion der Haut bei Kindern. Therapiert wird lokal mit Salben und Cremes. Staubach-Renz merkte an, dass der eingesetzte Wirkstoff Octenidin meist aber nur in Lösungen oder Gelen vorliegt.

Was die Therapie von Windpocken angeht, beklagte Staubach-Renz, dass der Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat immer mehr an Bedeutung verliere. Dabei sei der Wirkstoff schon bei kleinen Kindern anwendbar.

Zum Schluss regte sie zu einer guten Zusammenarbeit zwischen Apothekern und Dermatologen an. Gerade auch bei der Frage, welche Grundlage sich in welchem Fall eignet, seien Tipps von Pharmazeuten wünschenswert.



Dr. Mathias Schneider, Apotheker, Volontär DAZ
redaktion@daz.online


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