Belgien

Apotheker verteilen kostenlose Iodtabletten

Berlin - 06.03.2018, 17:10 Uhr

Die belgische Gesundheitsministerin Maggie De Block und der Innenminister Jan Jambon haben einen neuen Notfallplan für nukleare Vorfälle vorgestellt. (Foto: Imago)

Die belgische Gesundheitsministerin Maggie De Block und der Innenminister Jan Jambon haben einen neuen Notfallplan für nukleare Vorfälle vorgestellt. (Foto: Imago)


Apotheker sollen auch Info-Broschüren verteilen

Die Regierung verwies der Tageszeitung „Nieuwsblad.be“ zufolge auch auf die Beratung beim Apotheker: Alles zur Einnahme und Dosierung könne auch bei den Pharmazeuten erfragt werden. Außerdem seien die Apotheker angehalten, Informationsbroschüren zum Thema unter die Leute zu bringen. Als eine weitere wichtige Maßnahme stellte die Regierung einen über das Internet gesteuerten Warn-Service vor, bei dem sich alle Bürger eintragen sollen. Wer sich registriert, erhält im Falle eines Vorfalls eine Nachricht aufs Handy, um schnell reagieren zu können.

Dem Zeitungsbericht zufolge erklärten die beiden Minister ausdrücklich, dass es keinen aktuellen Grund für die Vorstellung des Notfallplans gebe. Sie nannten die Atom-Katastrophe von Fukushima als Beispiel und erklärten, dass man sich auf solche Fälle vorbereiten könne. Außerdem sei der aktuelle Notfallplan seit 2003 nicht mehr aktualisiert worden.

Weil insbesondere das belgische Atomkraftwerk Tihange aufgrund von angeblichen Rissen immer wieder in der Kritik steht, haben auch die deutschen Behörden in der Grenzregion das Thema auf dem Plan. In Kooperation haben die Apothekerkammer Nordrhein und die Stadt Aachen daher im August 2017 ebenfalls damit begonnen, kostenlose Iodtabletten an die Bevölkerung abzugeben.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


Diesen Artikel teilen:


0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.