BfR-Höchstmengenempfehlungen (Teil 1)

Nahrungsergänzungsmittel: Welche, wann und für wen? 

Stuttgart - 21.02.2018, 16:30 Uhr

Gezielt
supplementieren oder bewusst ernähren? (Foto: Ingo Bartussek / stock.adobe.com)   

Gezielt supplementieren oder bewusst ernähren? (Foto: Ingo Bartussek / stock.adobe.com)   


Keine gesetzlichen Grenzwerte?

Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschäftigt sich immer wieder mit Nutzen und Risiken von Nährstoffsupplementen. Gesetzliche Höchstmengenregelungen werden zwar schon lange erwartet – seit der EU-Richtlinie (2002/46/EG) zur Angleichung der Rechtsvorschriften – dennoch gibt es sie bislang weder auf EU-Ebene noch in Deutschland. Länder wie Dänemark und Frankreich haben mittlerweile nationale Regelungen getroffen. 

Mehr zum Thema

Nahrungsergänzungsmittel

Wie viel Magnesium ist erlaubt?

Hierzulande greifen laut BfR circa 25 bis 30 Prozent der Erwachsenen regelmäßig zu Nahrungsergänzungsmitteln. Aus ernährungsphysiologischer Sicht seien Nahrungsergänzungsmittel jedoch im Allgemeinen nicht notwendig, heißt es. Deshalb sieht das BfR seine Aufgabe darin, die gesunde Bevölkerung vor übermäßiger Nährstoffaufnahme zu schützen.

Anfang des neuen Jahres hat es dazu seine Höchstmengenvorschläge von 2004 aktualisiert. Sie sollen in Deutschland die Grundlage für die Schaffung von gesetzlichen Regelungen bilden. 

Die neuen Höchstmengen-Empfehlungen des BfR

Produkte, die den neuen Empfehlungen des BfR entsprechen, sind für Personen ab 15 Jahren sicher. Was die Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) insgesamt schwierig gestaltet, ist, dass sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung Risiken bergen.

Deshalb wurde schon in den 1990er Jahren das Konzept des sicheren Zufuhrbereichs etabliert – nach unten durch die empfohlene Tageszufuhr (RDA = Recommended Daily Allowance) und nach oben durch die tolerierbare höchste Tagesaufnahmemenge (UL = Tolerable Upper Intake Level) begrenzt. Die UL berücksichtigt dabei alle Quellen, sodass die für NEM sichere Aufnahmemenge sich aus der Differenz von UL und Nährstoffzufuhr aus der üblichen Ernährung (inklusive angereicherte Lebensmittel), ableitet. 



Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

BfR-Höchstmengenempfehlungen (Teil 2)

Nahrungsergänzungsmittel: Welche, wann und für wen? (2)

Woran Frauen mit Kinderwunsch denken sollten

Schwangerschaft in Sicht

Welche Patienten noch profitieren

Folsäure nicht nur für junge Frauen

Mikronährstoffe bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft

Rundum gut versorgt

Nahrungsergänzungsmittel

Wie viel Magnesium ist erlaubt?

Beratungswissen zu den Cobalaminen

Vitamin-B₁₂ -Mangel oft unterschätzt

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.