Standesvertretung

Neues Apothekerhaus soll „Einigkeit“ der ABDA-Mitglieder ausstrahlen

Berlin - 31.01.2018, 13:50 Uhr

Die ABDA will im März 2019 in das neuen Apothekerhaus hinter dem Berliner Hauptbahnhof einziehen. (Foto: abda.de)

Die ABDA will im März 2019 in das neuen Apothekerhaus hinter dem Berliner Hauptbahnhof einziehen. (Foto: abda.de)


Die ABDA hat sich auf ihrer Internetseite erstmals zu einem konkreten Einzugstermin für das neue Apothekerhaus geäußert. Demzufolge will die Standesvertretung im März 2019 in das Gebäude einziehen, das derzeit in unmittelbarer Nähe zum Berliner Hauptbahnhof errichtet wird. Zum Gestaltungskonzept der Innenräume erklärt die ABDA unter anderem, dass sich die „Einigkeit der Mitglieder“ im Aufbau des Gebäudes widerspiegeln solle.

Der Neubau des Apothekerhauses in der Berliner Heidestraße geht voran. Fährt man derzeit hinter dem Berliner Hauptbahnhof Richtung Norden die Heidestraße entlang, sieht man die riesige Baustelle, auf der täglich bis spät in die Abendstunden Betrieb ist. Im März hatte auf der Baustelle der Spatenstich stattgefunden. Die ABDA-Spitze, darunter Präsident Friedemann Schmidt und Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz, hatten den Grundstein dann im September 2017 im kleinen Kreis und ohne Beteiligung von externen Medien gelegt.

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Nun hat die ABDA neue Informationen über den Baufortschritt und den Aufbau des neuen Apothekerhauses auf ihrer Internetseite mitgeteilt. Demzufolge ist der Bezug für März 2019 geplant. Bislang hieß es lediglich, dass die erste Jahreshälfte 2019 angepeilt werde, nun ist also klar, wann die Mitarbeiter der Standesvertretung ihre Arbeit dort aufnehmen werden. Nach dem Verkauf des baufälligen Mendelssohn-Palais in Berlin-Mitte arbeitet die ABDA derzeit in einer Büroetage Unter den Linden, unweit des Brandenburger Tors.

Was den Gebäudeaufbau betrifft, heißt es auf der ABDA-Seite: „Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes werden sich vor allem ein großer Tagungssaal und Begegnungsflächen befinden. In den Geschossen zwei bis sechs werden Büros für die Mitarbeiter und den Vorstand eingerichtet.“ Interessant ist auch, wie sich die ABDA mit Blick auf die Gestaltung der Innenräume selbst beschreibt: „Die ABDA versteht sich als föderale Organisation, die sich ebenso durch die Vielfalt wie durch die Einigkeit ihrer Mitglieder auszeichnet. Sie sieht sich als ebenso traditionsbewussten wie modernen Verband, der sich nach außen öffnet. Dieses Selbstverständnis soll in der neuen Geschäftsstelle auch architektonischen Ausdruck finden. Sie solle ein Ort sein, der seine Besucher willkommen heißt und in dem Gemeinschaft spürbar wird.“

Wie sieht es auf der Baustelle aus?

Das neue Apothekerhaus soll insgesamt 6395 Quadratmeter Bürofläche haben. Der Neubau soll nach Informationen von DAZ.online 31,5 Millionen Euro kosten. Hinzu kommen Kaufnebenkosten für Notar, Grunderwerbsteuer und Makler von zusammen circa vier Millionen Euro, sodass Gesamtkosten in Höhe von 35 Millionen Euro entstehen.

Das ergibt einen Baupreis von knapp 5000 Euro je Quadratmeter. Laut Exposé gehört die Lage hinter dem Berliner Hauptbahnhof und dem Hamburger Bahnhof zu den aufstrebenden Büro- und auch Wohnlagen in Berlin. Die ABDA benötigt Büroflächen für circa 130 Mitarbeiter und die dazugehörigen Verkehrsflächen sowie Sitzungssäle und Sanitärräume.

Auf einer Internetseite lässt sich Woche für Woche der Baufortschritt in der Heidestraße per Webcam verfolgen. Aktuell sieht es auf der Baustelle so aus:

               

Quelle: ABDA



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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5 Kommentare

Apothekerhaus, für wen eigentlich?

von Heiko Barz am 02.02.2018 um 12:16 Uhr


Wenn schon von der Französische Revolution gesprochen wird, dann sollten auch einige Köpfe "rollen"!!
Dieser hier offenbarte Absolutismus mit seien nonverbalen Exzessen wird von Tag zu Tag unerträglicher für uns Wartenden und Zwangszahlern.

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Aussenwirkung

von Reinhard Rodiger am 31.01.2018 um 20:20 Uhr

Wer kommt eigentlich zu dem , der nur schweigt? Geht es um ein Meditations-center? Wo sind die Ruheräume?

Unsere Hoffnung auf Aussenwirkung besteht also in einer offenen Tür und 130 Leute, von denen nichts zu hören ist.

Und das wird auch noch öffentlich gezeigt.Überzeugende Abstinenz vom Notwendigen.Das ist einfach nur peinlich, den Beweis zu liefern, das wesentliche nicht zu verstehen.

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GDR reloaded

von Andreas Maurer am 31.01.2018 um 15:48 Uhr

Irgendwie erinnert mich die jahrelange Erfolglosigkeit der ABDA mit den vielen talentfreien Wasserköpfen und dem maßlos übertriebenen millionenschweren Ausgabenwahn, an die ehemaligen DDR-Oberen. Die ließen sich auch von den Arbeitern und Bauern, ohne maßgebliche Errungenschaften für diese je erreicht zu haben, solche Protzbauten finanzieren. Wird das jetzt Friedrichs neuer Lampenladen?

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AW: GDR reloaded

von Andreas Maurer am 31.01.2018 um 16:55 Uhr

Korrigiere auf Friedemanns neuer Lampenladen!

Einigkeit

von Karl Friedrich Müller am 31.01.2018 um 15:29 Uhr

Der ABDA Mitglieder. Also die ominösen 17 + 17
Vom Rest der Apotheker ist mal wieder nicht die Rede.
Sind auch nur einige Tausend.
Das passt aber ins Bild.
Denen stinkt die ABDA und ihre schweigsame Selbstherrlichkeit.
Der Absolutismus sollte mit der französischen Revolution verschwunden sein. Reste sind noch bei der ABDA zu bewundern

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