BfArM-Empfehlung

Paracetamol bleibt Mittel der Wahl in der Schwangerschaft

Berlin - 24.01.2018, 09:00 Uhr

Das OTC-Analgetikum Paracetamol in der Schwangerschaft steht unter wissenschaftlicher Beobachtung. Die bisherige Datenlage zur Beeinflussung der Kindesentwicklung bieten jeodoch keinen Anlass für eine Kontraindikation. (Bild: nd3000 stock.adobe.com)

Das OTC-Analgetikum Paracetamol in der Schwangerschaft steht unter wissenschaftlicher Beobachtung. Die bisherige Datenlage zur Beeinflussung der Kindesentwicklung bieten jeodoch keinen Anlass für eine Kontraindikation. (Bild: nd3000 stock.adobe.com)


Paracetamol in der Schwangerschaft unter Beobachtung

In letzter Zeit sind mehrere wissenschaftliche Publikationen erschienen, die sich mit der Beeinflussung der neuronalen Entwicklung durch die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft befassen. Wie beispielsweise ein in der zweiten Januarwoche im Journal im „Hormones and Behaviour“ erschienener Review. Dabei stellten die Autoren des Reviews einen möglichen Zusammenhang zwischen dem  Auftreten von Autismus, Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Intelligenzminderung  und der pränatalen Paracetamol-Exposition her.

Auch die Behörden beobachten das Risikopotenzial des Analgetikums seit geraumer Zeit. „Die Thematik frühkindlicher Entwicklungsstörungen nach Anwendung von Paracetamol in der Schwangerschaft war bereits mehrfach Gegenstand von Risikobewertungen auf europäischer Ebene im Ausschuss für Risikobewertung (PRAC), zuletzt im Jahr 2017. Der PRAC kam nach sorgfältiger Bewertung zu dem Ergebnis, dass die oben genannten Anwendungsempfehlungen zur Anwendung von Paracetamol in der Schwangerschaft weiterhin gültig sind“, berichtet das BfArM.



Dr. Bettina Jung, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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