Bei schwerem eosinophilen Asthma bronchiale

Neuer Asthma-Antikörper Benralizumab erhält Zulassung

Stuttgart - 17.01.2018, 14:00 Uhr

Benralizumab reduziert die durch Eosinophile bedingte Entzündung in den Atemwegen. (Foto: psdesign1 / stock.adobe.com)                                      

Benralizumab reduziert die durch Eosinophile bedingte Entzündung in den Atemwegen. (Foto: psdesign1 / stock.adobe.com)                                      


Wie wirkt Benralizumab?

Benralizumab bindet als humanisierter, afucosylierter, monoklonaler Antikörper hochaffin an die α-Untereinheit des Interleukin-5- Rezeptors (IL-5Rα) auf der Oberfläche von Eosinophilen und Basophilen. Die hohe Affinität von Benralizumab zu natürlichen Killerzellen verstärkt über eine antikörperabhängige Zytotoxität die Apoptose von Eosinophilen und Basophilen. Am Ende der Wirkkaskade steht eine Reduktion der eosinophil-bedingten Entzündung. Die Depletion der Eosinophilen erfolgt rasch, innerhalb von 24 Stunden, und hält über die Dauer des gesamten Dosierungsintervalls an.

Zu den häufigsten unter einer Benralizumab-Therapie beobachteten Nebenwirkungen zählen Pharyngitis, Kopfschmerzen, Überempfindlichkeitsreaktionen wir Urtikaria und Hautausschlag und Reaktionen an der Injektionsstelle.

Interaktionen von Benralizumab

Astra Zeneca hat keine speziellen Studien zum Wechselwirkungspotenzial von Benralizumab auf pharmakokinetischer Ebene durchgeführt. Allerdings sind nach aktuellem Stand der Wissenschaft weder CYP-Enzyme noch Effluxpumpen an der Benralizumab-Clearance beteiligt, so dass das pharmakokinetische Wechselwirkungspotenzial von Fasenra® derzeit als gering eingestuft wird.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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