Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

14.01.2018, 08:00 Uhr

Ärgernis Direktbezug – eine Antwort der Pharma-Hersteller auf geschäftstüchtige Apothekers, die Arzneimittel exportieren? (Foto: Andi Dalferth)

Ärgernis Direktbezug – eine Antwort der Pharma-Hersteller auf geschäftstüchtige Apothekers, die Arzneimittel exportieren? (Foto: Andi Dalferth)


Big Pharma spielt Johnny Controletti: Hersteller lieben den Direktversand und schicken gern Päckchen an die Apotheken, die dann unter Verpackungsmüll und Mehrarbeit leiden. Wie schräg ist das denn! Ein ganz ein Schlauer: AOK-Hermann will die Landbevölkerung für Rx-Höchstpreise zahlen lassen. Nicht mit uns! Und wir haben das Gutachten nachgerechnet: Mindestens 1 Milliarde müssten die Apotheker mehr bekommen! So sieht’s aus. Und Stuttgart handelt: Medikationsplan jetzt, Bahnhof später. Noch später. 

8. Januar 2018

Die ABDA hat erkannt: Uns fehlt der berufspolitisch engagierte Nachwuchs. Und lädt deshalb zu einer Nachwuchsveranstaltung am 19. Februar 2018New Link nach Berlin. Die Kammern und Verbände mögen bitte Interessierte Kolleginnen und Kollegen melden. Aber, mein liebes Tagebuch, wie wählen Kammern und Verbände die potenziellen Apothekerinnen und Apotheker aus, die nach Berlin fahren dürfen? Konnte man sich bewerben? Haben die Kammern die in Frage kommenden Kandidatinnen und Kandidaten selbst ausgewählt und angeschrieben? DAZ.online hatte sich umgehört: In vielen Regionen hatten Apotheker von diesem Berliner Nachwuchstermin nichts mitbekommen und keine Chance sich zu bewerben. Ganz schlecht. Aber es ging auch anders. Transparent ging’s in Mecklenburg-Vorpommern zu. Hier wurden alle Kammermitglieder angeschrieben, zwei meldeten sich und die fahren nun nach Berlin. Auch eine gute Idee von anderen Kammern, beispielsweise von den Kammern Niedersachsen und Westfalen-Lippe, war, eigene Nachwuchsveranstaltungen zu machen und dadurch schon Interessenten zu rekrutieren. Und manche Verbände schicken Apotheker, die bereits im Verband aktiv sind. Ob das so ganz im Sinne der Nachwuchsveranstaltung ist? Man wird sehen. Mein liebes Tagebuch, hoffen wir, dass sich bald neue Gesichter zeigen und profilieren: Jüngere mit neuen Ideen, frei von alten ABDA-Zöpfen, die einfach mal neu denken. Und vor allem: Frauen! Mehr Frauen. Die wünsche ich mir. 

Mehr Pharma-Müll durch Pharma-Mall – so sieht’s aus, mein liebes Tagebuch. Wenn Apotheker von den Herstellern gezwungen werden, Arzneimittel nicht über die übliche Großhandelskette, sondern im Direktbezug über das Pharma-Mall-Portal zu bestellen, entsteht eine Menge an Abfall: Kartonagen, Kunststoffbänder, Folien. Dazu kommen Arbeitskosten in der Apotheke aufgrund des Mehraufwands: Extra-Bestellung, -Wareneingang, -Bezahlung, -Retouren. Ganz abgesehen von der Tatsache der Kontingentierung: Hersteller vertreiben so manches (hochpreisige) Arzneimittel lieber über Pharma-Mall und im Direktvertrieb als über den Großhandel. Mein liebes Tagebuch, das ist ein Pharma-Tollhaus, was hier abläuft. Statt dass sich die Pharma-Hersteller lieber darauf besinnen, Arzneimittel in ausreichender Menge herzustellen und den Großhandel ausreichend zu beliefern, leisten sie sich ein gemeinsames E-commmerce-Portal für die Bestell- und Vertriebsvorgänge. Mag sein, dass sich das für die Hersteller trotzdem rechnet, trotz Verpackungsmüll, trotz Pharma-Mall-Kosten. Aber apothekenfreundlich sieht anders aus. Mein liebes Tagebuch, wie schön wäre es, wenn es nur die wunderbare Linie Hersteller – Großhandel – Apotheke gäbe! Wir sehnen uns danach! 

Das ist doch echt mal ein super-guter Vorstoß der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft: Sie plant einen Runden Tisch zum Thema Lieferengpässe.https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/01/08/dphg-plant-rundem-tisch-zu-lieferengpaessen Die DPhG will Politiker, Kassen, Behörden und weitere beteiligte Gruppen zu einem Runden Tisch nach Frankfurt laden. Einen Termin gibt es noch nicht, aber das Anliegen steht fest: Eine Antwort auf die Frage, wie man effiziente Strukturen schafft, um Liefer- und Versorgungsengpässe wichtiger Arzneimittel wirksam zu verhindern. Toll! Und als Moderator könnte ich mir Haru Diefenbach vorstellen! Mal ehrlich, mein liebes Tagebuch, so eine Initiative hätte ich mir auch mal von der ABDA gewünscht. Damit hätte sie punkten können. Hätte, hätte… 

9. Januar 2018

Höchstpreise sollen Apotheken aufs Land treiben! Meint AOK-Hermann aus Baden-Württenberg. Mein liebes Tagebuch, da musst sogar du dich vor Lachen schütteln, gell? Ne, ne, lieber Hermann, dir gehen wir nicht auf den Leim. Höchstpreise würden ja in gewisser Weise auch eine Preisfreigabe nach unten bedeuten. Und nun, mein liebes Tagebuch, rate mal, wer das ausnützen würde: der AOK-Hermann. Wenn Apotheken günstigere Rx-Preise ansetzen dürfen, nützt das erstmal nicht den Patienten – denn sie bekommen die Arzneimittel von der Kasse bezahlt – , sondern den Kassen. Und bei niedrigeren Rx-Preisen juckt es doch die Krankenkassen, Selektivverträge mit den Niedrigpreis-Apotheken abzuschließen. Was bei Hermanns Vorschlag darüber hinaus seltsam anmutet: In seiner Logik sollte dann die Landbevölkerung für die teuren Rx-Höchstpreise geradestehen! Was ist das denn für eine Denke! Wenn ich zur lieben Landbevölkerung gehören würde, fiele mir dazu nur ein: Nichts wie raus aus der Hermann-AOK. Außerdem, wenn AOK-Hermann die ländliche Versorgung ernsthaft stärken möchte, muss er nur eines tun: Die Ärzte davon überzeugen, dass das Leben als Landarzt ein wunderschönes ist und es sich super-gut in Kleinkleckerlesdorf leben lässt. Ein, zwei gute Landarztpraxen und schwupps folgen auch die Apotheken. So isses. Und noch eins: Das Rx-Festpreis-System sollte eigentlich  den Kassen heilig sein. Es trägt dazu bei, dass unsere Arzneiversorgung zu den besten der Welt gehört. Noch. 

Danke, Fritz Becker, für die klare Position: Der Großhandel muss bei der Belieferung der  Apotheken der Goldstandard sein. Auch der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands sieht die Pharma-Mall-Aktivitäten kritisch: Der Großhandel kann nicht liefern, weil die Hersteller ihre Arzneimittel kontingentieren, aber über das Web-Portal Pharma-Mall und den anschließenden Direktbezug ist der Hersteller selbstverständlich lieferfähig. Mein liebes Tagebuch, das ist keine gute Entwicklung. Apotheken werden gezwungen, den Direktbezug zu forcieren – mit allen ökologischen und ökonomischen Nachteilen. Die Direktbelieferung sollte, wie früher, nur die Ausnahme bleiben und nicht die Regel werden. Ob Pharma-Mall eine Reaktion der Industrie auf geschäftstüchtige Apotheker ist, die glauben, einen kleinen Neben-Reibach machen zu müssen, indem sie einzelne Arzneimittel zu höheren Preisen ins Ausland verkaufen? Und dadurch die Produktions- und Verkaufszahlen der Hersteller durcheinander bringen? Das kann auch Becker nicht wissen, aber er lässt durchblicken, dass es eine Mitursache sein könnte, wenn er sagt, dass man als Heilberufler nicht jede legale Geschäftsmöglichkeit ergreifen müsse. Mein liebes Tagebuch, und immer wieder ist es die Gier. 

10. Januar 2018

Bleiben wir beim Direktvertrieb, dem Thema in dieser Woche. DAZ.online-Wirtschaftsexperte Thomas Müller-Bohn hat durchgerechnet, welche Mehrkosten der Apotheke durch das Handling von Direktbestellungen entstehen. Halt dich fest, mein liebes Tagebuch: Das sind 3 Euro pro Direktbelieferung, also fast die Hälfte des Rohgewinns aus dem Festzuschlag von 6,86 Euro (nach Abzug des Kassenzwangsabschlags). Das ist doch ein Unding, das geht doch nicht! Big-Pharma zwingt uns, fürs halbe Honorar zu arbeiten, damit Big-Pharma noch mehr Gewinn macht? O.K., in Ausnahmefällen gewährt der Hersteller bessere Konditionen beim Direktbezug, aber die Regel ist das nicht. Andererseits, wenn uns die Hersteller schon zum Direktbezug drängen, dann sollen sie ihn uns auch bezahlen. Und zwar ordentlich. Nicht nur die drei Euro für die Bestell- und Verbuchungsvorgänge, sondern auch noch ein paar Euro für den Botendienst, wenn wir nachliefern müssen, für Kunden- und Arztrückfragen und für die Entsorgung der Kartonagen, des Mülls. Nebenbei bemerkt, mein liebes Tagebuch, es gibt bekanntlich noch die Möglichkeit, unvermeidbare Beschaffungskosten für Arzneimittel  mit Zustimmung der Kassen gesondert abzurechnen, es geht dabei um Gebühren, die uns in Rechnung gestellt werden. Es gibt Apotheken, die heute schon Beschaffungskosten von 3 oder 4 Euro (abhängig von der jeweiligen Kasse) mit der PZN 099996371 abrechnen (was einige Kassen akzeptieren und wenn Retax kommt, dann nach Einspruch). Sollte sich der Direktbezug aus verschiedenen Gründen etablieren, so der Vorschlag von Müller-Bohn, sollte man in der Arzneimittelpreisverordnung einen neuen pauschalen Zuschlag für nur direkt lieferbare Arzneimittel einführen. Mein liebes Tagebuch, schöne Aufgabe für den Deutschen Apothekerverband. 

Ist schön, dass uns der nordrhein-westfälisch Gesundheitsminister  Laumann durch seinen Abteilungsleiter Watzlawik auf dem Neujahrsempfang der Apothekerkammer Nordrhein hat ausrichten lassen, er setze sich „vehement“ für ein Rx-Versandverbot ein. Wir sagen Dank, mein liebes Tagebuch, und schauen mal, was „vehement“ bedeuten könnte. Noch ein Grüßle vom Düsseldorfer Neujahrsempfang: Kammerpräsident Engelen meint, dass am Honorargutachten „erhebliche Zweifel“ angebracht seien. Mein liebes Tagebuch, geht’s noch ein bisserl schwächer? ein bisserl vorsichtiger? Da haut uns eine Agentur im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Abschaffung von Tausenden von Apotheken um die Ohren und Herr Kammerpräsident spricht da sanft und soft von „erheblichen Zweifeln“? 

11. Januar 2018

Bleiben wir bei diesem Honorargutachten. Wir haben unseren Wirtschaftsexperten Müller-Bohn ans Gutachten gesetzt und ihn gebeten, da nochmal nachzurechnen. Und, mein liebes Tagebuch, er hat die Gegenrechnung aufgemacht und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Je nach Ver- und Berechnungsmethode kommt man zu vollkommen unterschiedlichen Ergebnissen! Es hängt also im Wesentlichen von der Methode ab, nach der die weitaus meisten Kosten und der Unternehmerlohn auf die Leistungen der Apotheken verteilt werden. Legt man nämlich eine andere Berechnungsmethode zugrunde als die Agentur, ergibt sich keine Honorarkürzung für die Apotheken, sondern sogar eine deftige Honorarerhöhung. Das Apothekenhonorar müsste danach sogar bei 9,43 Euro liegen. Das ergibt sich, wenn nur eine Annahme geändert wird. Die Diskussion muss also darauf hinauslaufen, über die Verrechnungsmethode zu diskutieren. Mannomann, das ist schon ein starkes Stück – äh, hat das eigentlich die ABDA schon bemerkt?

Neue Päckchenpacker in Sicht: Der Versender GreenOffizin (bei der Bezeichnung Versand-„Apotheke“ spreizt sich meine Feder) will am 17. Januar an den Start. Schwierig genug, heute noch in diesem Geschäft mitmischen zu wollen. Aber die „supertransparente“ Art und Weise, wie dieser Anbieter auftritt, lässt einen nur den Kopf schütteln – denn letztlich offenbart sich nicht (zumindest nicht sofort), wer hinter dem verschachtelten Konstrukt steckt, wo das Unternehmen, besser das Unterfangen sitzt. Vertrieben werden sollen in erster Linie wohl freiverkäufliche Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte. Als Kontaktadresse wird eine Postfach-Adresse in Bonn genannt. Im Impressum steht eine Green Offizin EU Versandapotheke in Maastricht, deren Adresse allerdings ins Nirwana führt. Als „verantwortlicher Apotheker“ fungiert eine Christina Nikola, dem Vernehmen nach rumänische Pharmazeutin. Und sollte ein Patient auf die verrückte Idee kommen, sein Rezept an die grüne Offizin zu senden,  dann geht das bitte an Dr. Mohammed Rihani in der Münchner Rihani-Apotheke als Kooperationspartner. Und schaut man sich noch an, wem die Domain der Green-Offizin-Internetseite gehört, stößt man auf Attila Kurti aus Bukarest, der als Generaldirektor der in Rumänien ansässigen Firma SanimaMed fungiert, die Präparate wie Sonosan (diätetisches Lebensmittel) gegen Tinnitus oder das Vitaminpräparat  Migradolor (soll gegen Migräne helfen!) vertreibt, zwei Namen, die auch groß bei GreenOffizin beworben werden - ach ja, übrigens auch die Bonner Postfach-Adresse von SanimaMed und GreenOffizin sind identisch. Nett, nicht wahr? 

12. Januar 2018

Und nochmal Direktbezug: Die direkten Lieferungen helfen, dass die Arzneimittelversorgung gesichert bleibt. Das sagt – rate mal, mein liebes Tagebuch, ja, genau – vfa, der Herstellerverband der Pharmaindustrie. Och, mir kommen vor Rührung die Tränen ob dieser Barmherzigkeit. Ne, ne, ne, wenn die Hersteller ihre Produktionszahlen besser im Griff hätten, bräuchten sie keine Kontingentierung und könnten sich ihre Direktlieferungen und das Pharma-Mall-Gedöns sparen. Einfach produzieren und den Großhandel beliefern – was ist da so schwer dran? Vielleicht nur eins: Die Exportgeschäfte vieler Apotheker und Großhändler, die für den deutschen Markt vorgesehen Kontingente ins Ausland verkaufen, wo mehr Kohle zu machen ist – das scheint die Planung der Hersteller durcheinander zu bringen und deswegen Pharma-Mall. Ach so. Es ist zum …Haareraufen.

Keinen vernünftigen Bahnhof mehr, aber einen eigenen Medikationsplan – das ist Stuttgart, mein liebes Tagebuch. In der Schwabenmetropole scheint man das Gerangel um den offiziellen Medikationsplan Leid zu sein und legt seinen tapferen Bürgern einen eigenen Plan ans Herz, den sie bitte selbst oder zusammen mit ihrem Arzt und Apotheker führen sollen. Nun ja, um genau zu sein: Veranlasst hat den Plan das Aktionsbündnis "Sichere Arzneimittelanwendung Rhein-Neckar-Kreis Heidelberg“, ausgearbeitet wurde er vom Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis und dem Universitätsklinikum Heidelberg (Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie und Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung). Den Plan kann man anonym elektronisch im Internet ausfüllen und ausdrucken – und das funktioniert sogar recht ordentlich. Hab’s selber ausprobiert. Pfiffig gemacht. Tja, das ist eben das Ergebnis, wenn’s mit dem offiziellen Gröhe-Plan nicht vorangeht – dann macht eben jeder seinen eigenen. Ist zwar nicht Sinn der Sache, aber bevor es gar keinen Plan gibt… Mein liebes Tagebuch, das ist Stuttgart digital. Und über den Bahnhof reden wir später, viel später. 

Und dann, mein liebes Tagebuch, noch ein bisschen was Unterhaltsames zum Wochenende: ein Schmankerl vom zweiten Verhandlungstag im Datenklau-Prozess gegen Ex-ABDA-Sprecher Bellartz, der doch nur ein ganz normaler „Angestellter in der Kommunikationsabteilung der ABDA“ gewesen ist. Schluchz! Rein zufällig mit eigenem Nachrichtenportälchen. Schluchz.



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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11 Kommentare

Frauen an der Spitze

von Frank ebert am 14.01.2018 um 20:15 Uhr

Wir haben eine Frau als Bundeskanzlerin, dies macht viele Frauen in Führungspositionen weg. Nicht zu vergessen Frau Göring -Eckhardt, die absolute Quotenfrau. Nein , es sollen die Besten an die Spitze, egal ob Frau oder Mann ! -

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Mehr Frauen in Führung und Sichtbarkeit

von Thesing-Bleck am 14.01.2018 um 18:56 Uhr

Mein liebes Tagebuch,
der Mangel an Frauen in Führungspositionen betrifft nicht nur die ABDA allein sondern wird auch an anderen Stellen sichtbar. Hier zwei krasse Beispiele: In der ersten Ausgabe der DAZ in diesem Jahr wurden Neujahrswünsche für 2018 abgedruckt. Hier kam nicht eine einzige Frau zu Wort! Und auch im ersten Aufmacher-Artikel der Apotheker-Zeitung wurde auf den Seiten 2 und 8 ausschließlich von Männern abgeschätzt, was im Jahr 2018 auf uns zukommen kann.
Für das Jahr 2018 wünsche ich mir, dass in allen Gremien der beruflichen Selbstverwaltung mehr junge Frauen politisches Verantwortung übernehmen und dass auch in Medien des Deutschen Apotheker Verlag mehr Frauen Gelegenheit gegeben wird an prominenter Stelle Position zu beziehen.

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Wer nur bis 2hm rechnen kann ...

von Christian Timme am 14.01.2018 um 15:46 Uhr

Kompliment an Herrn Dr. T. Müller-Bohn für seine „Schatzsuche“ und natürlich „das Ergebnis“. Zeigt sich die ABDA erkenntlich, wenn man ihren Job macht?

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Wer nur bis 2hm rechnen kann

von Christian Giese am 14.01.2018 um 16:27 Uhr

Schliesse mich Komplimenten an Dr.Müller-Bohn
und Dr. Herzog an. Danke!

60 Krankenschwestern für wirtschaftliche Notfälle?

von Christian Giese am 14.01.2018 um 15:03 Uhr

60 Youngster als "Krankenschwestern für wirtschaftliche Notfälle" auf nach Berlin?!
Vermutlich sinnvoller wäre ein begleitendes, der obersten ABDA Ebene nahes 34 + 34 Parlament mit "initiativen Rechten" (Sylke Tempel) in Berlin.
Das gäbe eher Basisnähe, Vitalität, freien Raum, Kontrolle und Sicherheit machende Zukunft!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Ich habe es einfach nur noch satt,

von Karl Friedrich Müller am 14.01.2018 um 13:22 Uhr

Diesen ganzen verdrehten Quark über mich ergehen zu lassen.
Ein Zeichen der Zeit, dass ALLES im Sinn verdreht, Tatsachen außer Acht gelassen werden, um eine bestimmte Meinung gesellschaftsfähig zu machen.
Hermann könnte doch einfach mal die Schnauze halten, wenn er keine Ahnung hat. Denkt man. So einfach ist es nicht. Er ist ja nicht blöd. Im Gegenteil. Er ist einer der virtuosen Verdreher, der das Gift der Krankenkassen unter die Leute streut. Klar sind in großen Städten viele Apotheken auf einer Straße. Da sind auch viele Leute und Praxen. Das hat mit Überversorgung nichts zu tun.
Wenn man auf dem Land den Ärzten das Leben schwer macht, geht dort eben nichts. Es ist auch die Einstellung zu Arbeit, die bei den Jungen oft anders ist, oder die Lebensumstände. Keiner will mehr rund um die Uhr arbeiten. Oder kann es nicht. MVZs oder Gemeinschaftspraxen gehen schwerer zu gründen auf dem Land, schon aus Rentabilität. Da könnte man doch mal überlegen, ob Landärzte nicht besser bezahlt würden, besser Landpraxen. Nicht deren Bevölkerung abzocken.
Auch die ganze Unehrlichkeit im Onlineversand. Das betrifft alle Branchen. Ökologisch eine Katastrophe, Viel Müll, viel Verkehr, Abgas, Staus, Kosten für die Straße.
Die Läden sollen keine Plastiktüten mehr abgeben, derweil wird die Müllproduktion durch die Päckenchen vervielfacht. Da kann es einem übel werden bei so viel hirnlosigkeit.
Dazu werden Arbeitsplätze vernichtet in allen Branchen. Oder nur Niedriglohnbeschäftigungen gefördert. Als nächstes Altersarmut.
Wie man es dreht und wendet. Schwachsinn!
Die Politik will familienfreundlich sein. Deswegen vernichtet man den Beruf der Hebammen und schließt Krankenhäuser.?
Die Rechnerei im Gesundheitswesen muss aufhören! Das ist kein Ort für Gewinnstreben! Kein Ort für Konzerne! Kein Selbstdedienungsladen!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Lieferengpässe,Diskussion

von Dr.Diefenbach am 14.01.2018 um 13:17 Uhr

Ich sag es mal HIER :Ich würde es machen,die Moderation zu Lieferengpässen.Und ich sage auch noch,dass es sicher Sinn macht wenn die ABDA neben NachwuchskollegInnen auch andere ins Boot holt,denn der Mix aus Neu und Alt schafft ggf eine größere Effizienz.Toleranz und breit angelegtes Denken vorausgesetzt.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Lieferengpässe,Diskussion

von Peter Ditzel am 14.01.2018 um 13:24 Uhr

Lieber Herr Diefenbach, mit Ihrer Person kommen Sachverstand und Praxiserfahrung in die Diskussion.
Wenn diese Idee auch der DPhG gefällt, wäre das toll. Vielleicht meldet sie sich bei Ihnen...

Pächenpacker

von Bernd Jas am 14.01.2018 um 10:28 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,

wo Sie grad sagen: "Hersteller lieben den Direktversand und schicken gern Päckchen an die Apotheken," sach ich mal: Die würden noch lieber direkt an die Patienten verschicken, wie bald bei den Zytos direkt an die Ambulanten Onkologien und die neuesten Teststreifen in Kooperation mit den Diabetesschnelldiagnose-Ärzten als Zuckerl obendrauf direkt an die frisch geschaffenen Diabetiker.

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New Link mit alten Zöpfen?

von Ulrich Ströh am 14.01.2018 um 9:13 Uhr

Die Idee ,am 19 . Februar junge Kollegen und insbesondere Kolleginnen zur Kammer- und Verbandsarbeit zu
animieren ,ist zu begrüßen.
Aber es darf nicht bei dieser Geste bleiben.

Nur als junger Kollege in der Kammerversammlung dann in der letzten Reihe zu sitzen ,ist kein Ansporn.

Warum kennt man in diesem Zusammenhang keine Begrenzung der Amtszeit von Führungspositionen in der Selbstverwaltung auf acht Jahre?

Warum keine Untersagung der Kumulation von Spitzenämtern von sog.Ehrenamtlichen in Rechenzentren,Steuerberatungsgesellschaften,etc.?

Man muss jungen Kollegen dann auch Posten-Verantwortung anbieten können.

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Liebe ABDA, böser Thomas ... Schluchz ...

von Christian Timme am 14.01.2018 um 8:36 Uhr

Darf ich noch eine Monatspackung Tempo beisteuern? Soviel „Betroffenheit“ macht nachdenklich ...

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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