Einbruch in Sachsen

Diebe versuchten BtM-Tresor aufzubrechen

Stuttgart - 20.12.2017, 15:00 Uhr

Im Landkreis Zwickau in Sachsen wurde im Zeitraum zwischen Sonntag und Montagmorgen in eine Apotheke eingebrochen. Die Diebe kamen offenbar durch das Fenster. (Foto: sdecoret / stock.adobe.com)

Im Landkreis Zwickau in Sachsen wurde im Zeitraum zwischen Sonntag und Montagmorgen in eine Apotheke eingebrochen. Die Diebe kamen offenbar durch das Fenster. (Foto: sdecoret / stock.adobe.com)


In der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag wurde im sächsischen Limbach-Oberfrohna in die Neue Apotheke eingebrochen. Vor allem Schmerzmittel wurden entwendet und ein großer Sachschaden von etwa 10.000 Euro ist entstanden. Der Mitteldeutsche Rundfunk hat die Apothekenleiterin interviewt und zeigt in einem Video den entstandenen Schaden.    

Die Leiterin der Neuen Apotheke im Limbach-Oberfrohna entdeckte den Einbruch am Montagmorgen dieser Woche als sie ihre Apotheke betrat. Dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDRzufolge war es für Evelyn Eckebrecht ein Schock, als sie nach dem Wochenende in ihre Apotheke kam: „Man empfindet das als ganz schrecklich“, so berichtet Eckebrecht vor der Kamera vom Einbruch. Ihre Beine hätten gezittert. Aber nach 27 Jahren Selbstständigkeit seien gewisse Abläufe schon so verinnerlicht, dass sie einfach „wie eine Maschine“ weitergemacht habe. Als erstes verständigte sie die Polizei, die sich erstmal an die Spurensicherung machte. 

Durch das Fenster in die Apotheke

Die Spuren der Einbrecher deuten darauf hin, dass sie durch das Fenster in die Apotheke einstiegen. Der Chemnitzer Freien Presse gegenüber schilderte Eckebrecht, dass die Täter auf Mülltonnen gestiegen sein müssen und dann das Fenster aufgehebelt haben. Mitgenommen haben die Diebe das Wechselgeld aus den Kassen – mehrere hundert Euro – aber auch Arzneimittel: starke Schmerzmittel, heißt es im MDR-Bericht. 

Im Gespräch mit DAZ.online berichtet die Mitarbeiterin der Neuen Apotheke und Pharmazie-Ingenieurin Astrid Süß, dass die Einbrecher vor allem Tramadol entwendet haben. Sie vermutet, dass außerdem gezielt teure Produkte geklaut werden sollten: Präparate mit Ginkgo-Extrakt oder auch zur Behandlung von Nagelpilz hätten die Diebe bereitgestellt, aber letztlich nicht mitgenommen. Man vermutet, dass sie gestört wurden.

Auch die Rezeptur verschonten die Eindringlinge nicht. Dort fand Eckebrecht am Montagmorgen den Wirkstoff-Schrank geöffnet vor, dessen Inhalt sie jetzt vernichten muss. Den Gesamtschaden schätzt Eckebrecht auf bis zu 10.000 Euro.



Diana Moll, Apothekerin und Redakteurin, Deutsche Apotheker Zeitung (dm)
redaktion@daz.online


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