Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

12.11.2017, 08:00 Uhr

Bei diesem Gerücht fehlt Essig und Öl: Laut Honorargutachten kriegen die Apotheker zu viel von der GKV. 

Bei diesem Gerücht fehlt Essig und Öl: Laut Honorargutachten kriegen die Apotheker zu viel von der GKV. 


Hammer! Wir Apothekers kriegen 1,7 Milliarden zu viel von der GKV – soll das Honorar-Gutachten berechnet haben. Diesen Quatsch kann man nicht ernst nehmen, meint die Linke Vogler. Was man ernst nehmen muss: Der Medikationsplan funktioniert nicht, sagt der Präsident. Und die Jamaika-Sondierer wissen noch nicht, ob es mit oder ohne Rx-Versandverbot geht. Aber wenigstens das ist klar: Keine Ofenkrusti aus der Apotheke fürs Rezepteinlösen. Mein liebes Tagebuch, Croissants sind uns sowieso lieber. 

6. November 2017 

2010 – waren das Zeiten, mein liebes Tagebuch! Da residierte die ABDA noch in einem feinen Palais und hatte einen Pressesprecher, Thomas Bellartz, der nebenbei noch an einer privaten Nachrichtenagentur beteiligt sein durfte. Dass da die eine oder andere Verbandsnachricht schon mal zuerst beim eigenen Unternehmen landete und erst verzögert den offiziellen Weg an die Medien nahm, was soll’s. Störgefühle hatte die ABDA dabei wohl nie. Immerhin, der Pressesprecher war präsent, man kannte ihn, er hatte ein gutes Netzwerk, das bis in die politischen Kreise reichte. Ist erstmal von Vorteil. Doch dann kam ein Vorwurf auf: Es soll einen Apotheken-Spion im Bundesgesundheitsministerium (BMG) gegeben haben.  Ein „Maulwurf“ – ein externer IT-Mitarbeiter – soll geheime, apothekenrelevante Dokumente aus dem Bundesgesundheitsministerium gegen Bezahlung an den Ex-ABDA-Pressesprecher weitergegeben haben. Es habe sich dabei um einen Arbeitsentwurf für eine neue Apothekenbetriebsordnung gehandelt, die damals im Entstehen war und die selbst der damalige Gesundheitsminister Rösler nicht gekannt habe. Der Entwurf war bei der privaten Bellartz-Agentur „apotheke adhoc“ aufgetaucht. Röslers Nachfolger Bahr war „stinksauer“ über diese mutmaßlichen Spionagevorgänge und stellte Strafanzeige und Strafantrag. Der Vorfall sorgte letztlich auch bei der ABDA für ein sanftes Beben, das letztlich dazu beitrug, dass der damalige ABDA-Präsident Wolf abtauchen konnte und sein Vize Friedemann Schmidt das Steuer übernahm. Maximale Transparenz forderte Schmidt bei der Aufklärung des Falls. Es wurde ein Sonderbericht über die Verbindungen der ABDA mit El Pato (die Inhaber der Kommunikationsagentur apotheke adhoc) veranlasst, der 2013 erschien und so einige Unregelmäßigkeiten zutage förderte und dazu führte, dass sich die ABDA Compliance-Regeln verordnete. Mein liebes Tagebuch, das bedeutet bei Unternehmen und Organisationen keine Therapietreue, sondern die Absicht, fortan Gesetze und Regeln einhalten zu wollen. Was den Spionagefall an sich betraf – da war erst mal Ruhe angesagt. Jahrelang passierte nicht viel. 2012 stellte die Staatsanwaltschaft Berlin im BMG Beweismaterial sicher, im Hintergrund sollen Ermittlungen gelaufen sein und erst 2014 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage. Am 4. Januar 2018 soll im Landgericht Berlin-Moabit die Hauptverhandlung über den Spionagefall beginnen, zehn Verhandlungstage sind dafür angesetzt.  


DocMorris ist ein rühriger Versender, politisch gut vernetzt, überall dabei. Eine Lobbyarbeit, von der sich so mancher Verband etwas abschauen kann. Lobbyarbeit – das ist bei DocMorris auch Sponsoring. Zum Beispiel Sponsoring einer CSU-Nachwuchs-Veranstaltung Anfang November in Erlangen. Äußeres Zeichen des Sponsorings: Für die Teilnehmer gibt’s blaue Schlüsselbänder fürs Namensschild mit DocMorris-Aufdruck und -logo. Mein liebes Tagebuch, lässt sich die Junge Union von DocMorris kaufen? Nein, Gott bewahre, wo denkst du hin! „Wir treffen unsere politischen Entscheidungen unabhängig von finanzieller Unterstützung“, heißt es bei den jungen CSUlern, die dann im gleichen Atemzug sagen, dass sie kein Problem damit haben, dass es neben der Apotheke vor Ort einen Rx-Versandhandel gebe. Ja, mein liebes Tagebuch: Steter Tropfen… Oder ein paar Schlüsselbändchen mit Sponsorgeldern dran können schon prägenden Charakter haben. 

7. November 2017 

Die ausländischen Arzneiversender dürfen Rabatte und Boni geben, wie es ihnen beliebt – und die deutschen Apotheken dürfen gar nichts. Nicht mal einen Gutschein für zwei Wasserwecken oder ein Ofenkrusti, die eine Darmstädter Apothekerin ihren Kunden fürs Rezepteinlösen schenken wollte und dafür verklagt wurde. Das Verfahren schaffte es bis zum Oberlandesgericht, aber auch dieses Gericht hatte kein Einsehen. Selbst so harte Fakten wie Inländerdiskriminierung zählten da wohl nicht. Mein liebes Tagebuch, ist die Welt nicht grausam? Lässt sich die deutsche Justiz da gar nicht erweichen? Warum erlaubt sie der deutschen Apotheke nicht die kostenlose Brötchenspende an ihre Kunden, quasi als lebensrettende Sofort-Maßnahme – für Kunden und Apotheke. Nun, das ist die eine Sichtweise. Man könnte sich aber auch fragen: Oh Gott, mein liebes Tagebuch, wie tief sind wir Heilberufler schon gesunken? Müssen wir schon Gutscheine für Ofenkrustis verschenken, damit uns unsere Kunde lieben? Sind wir als Heilberufler nicht glaubwürdiger, wenn wir gute Beratungsleistungen erbringen und nicht mit Wasserwecken um uns werfen?  Und dann, mein liebes Tagebuch, könnte es da noch eine dritte Überlegung geben: Wollten die kämpferische Brötchen-Apothekerin und ihr Anwalt vielleicht einfach mal versuchen, die Inländerdiskriminierung zu knacken? Wenn die schriftlichen Urteilsgründe vorliegen, werden wir wissen, ob für das Gericht dieses Thema eine Rolle spielte. 

8. November 2017 

Darauf wartet derzeit die gesamte Corona der Berufs- und Gesundheitspolitik: aufs Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums zum Apothekenhonorar. Ursprünglich sollte es in diesen Tagen vorgestellt werden, jetzt ist nur noch von „voraussichtlich dieses Jahr“ die Rede. Dabei soll die mit der Erstellung des Gutachtens beauftragte Agentur „2hm“ das Papier Gerüchten zufolge bereits beim Bundeswirtschaftsministerium abgegeben haben. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Oder hängt alles mit Jamaika zusammen? Wollen die Jamaikaner ihre Apothekenpolitik nicht durch ein Gutachten beeinflussen lassen, das seinerzeit ein SPD-Minister in Auftrag gegeben hatte? Die SPD-Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar wiederum fordert Jamaika-Parteien dazu auf, das Gutachten auf alle Fälle zu nutzen.


Mein liebes Tagebuch, und schon gibt es wilde Spekulationen. Einem Gesundheitsexperten zufolge, der angeblich schon mal ins Gutachten schauen durfte, soll die Gutachter-Agentur zu dem Schluss gekommen sein, die deutschen Apotheken seien massiv überfinanziert. Mein liebes Tagebuch, du liest richtig: überfinanziert! Rund 1,7 Milliarden Euro bekämen die Apotheken zu viel. Na, das wäre Hammer, oder? Das hieße auf 19.900 Apotheken umgerechnet, dass jede Apotheke rund 85.000 Euro zu viel von der GKV überwiesen bekommt. Und, oh Wunder, das wäre so in etwa die Summe, die eine  durchschnittliche Apotheke mit der GKV erwirtschaftet, praktisch das Teilbetriebsergebnis der GKV-Versorgung. Super gerechnet von der Agentur, oder? Dass man das so passend hinbekommt. Mein liebes Tagebuch, wenn man da mal einfach weiter spinnitisiert und spekuliert, würde das im Klartext also bedeuten, dass die Apotheke die Arbeit für die GKV kostenlos erbringen sollte? Haben die noch alle Tassen im Schrank? 


Der Digitalverband Bitkom, ein Zusammenschluss einzelner Branchenverbände der digitalen Wirtschaft, ist skeptisch, was die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens betrifft. Die E-Health-Strategie der Bundesregierung kommt nicht voran und mit der Gematik (die von den Verbänden der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen getragen wird) wird’s gleich gar nichts werden – lässt sich die Kritik zusammenfassen. Bitkom schlägt vor, man sollte die Gematik, in der Ärzte- und Apothekerorgansiationen und der GKV-Spitzenverband an einem Tisch sitzen, in eine Behörde umwandeln und die Verbände sollten über Fachgremien eingebunden sein. Den Rx-Versand thematisiert die Bitkom in ihrem Thesenkatalog zur Digitalisierung im Gesundheitswesen übrigens nicht  – das bedeutet wohl, dass die Bitkom davon ausgeht, dass Versand nichts mit dem Digitalen zu tun hat. Womit sie recht hat. 


Und gleich nochmal Digitalisierung: Die Wirtschaftsweisen möchten mehr Digitalisierung im Gesundheitswesen. In seinem jährlichen Gutachten fordert der Wirtschafts-Sachverständigenrat, dass Deutschland hier seinen Rückstand bei der Digitalisierung abbaut. Konkret nennt er die elektronische Gesundheitsakte, die endlich zum Laufen kommen muss. Schneller sollte es auch gehen in den Bereichen Telemedizin, Robotik und Sensorik. Was den Wirtschaftsweisen auch ein Dorn im Auge ist: der restriktive Umgang mit Online-Apotheken. Mein liebes Tagebuch, was heißt hier restriktiv? Die Versandapos haben doch schon mehr Freiheiten als die stationären Apotheken: Im Prinzip stehen die OTC-Arzneimittel bei den Versendern in der Freiwahl, sie sind auf dem Bildschirm für den Kunden frei zugänglich. 


Jetzt haben wir’s quasi „amtlich“, zumindest aus präsidialem Mund: Der Medikationsplan  funktioniert nicht, sagte der ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Und man kann ihm nur zustimmen. In den Apotheken tauchen Medikationspläne kaum auf. Die Hausärzte könnten das alleine auch kaum leisten, meint Schmidt in einem Beitrag auf dem Portal MOZ, ein Onlineservice des Märkischen Medienhauses. Wenn der elektronische Plan kommt, sollten die Apotheker eingebunden werden. Schmidt fordert, dass der Gesundheitsminister einer neuen Bundesregierung dieses Thema  als allererstes angehen müsse. Mein liebes Tagebuch, wir haben es von Anfang an gewusst: Ein Papier-Medikationsplan, wie es ihn heute gibt, ohne initiale Apothekerbeteiligung, ist und bleibt Murks. Ob er allerdings unsere allererste Sorge sein wird? Irgendwie steht da noch drohend ein Gutachten im Raum, das auf uns zukommt… 

9. November 2017 

Und sie sondieren und sondieren bis zum Umfallen. Da gibt es sogar schon Geheimpapiere zur To-Do-List. Der Arzneimittelversandhandel soll als Bearbeitungspunkt darin enthalten sein und zwar mit dem Stichpunkt „Versandhandel rezeptpflichtiger Medikamente verbieten”. Mein liebes Tagebuch, Gröhe hat Wort gehalten und das Thema in die Sondierungsgespräche gebracht. Was draus wird, ist natürlich offen.

10. November 2017 

Aber genauso steht in den Sondierungspapieren, dass eine flächendeckende Arzneimittelversorgung neben den Präsenzapotheken auch den in- und ausländischen Versandhandel brauche. Ist zwar Quatsch, steht da aber, eingebracht von, na ja, kann man sich schon denken. Ob und wie dieser Konflikt zwischen den beiden gegensätzlichen Ansichten gelöst wird – ist alles noch offen.


Da war doch noch was! Genau! GKV-Spitzenverband und Deutscher Apothekerverband streiten immer noch vor der Schiedsstelle um die Zytopreise in der Hilfstaxe: Die Preise für parenterale Zubereitungen aus Zyto-Fertigarzneimitteln müssen neu vereinbart werden. Während der Apothekerverband auch für die Zytozubereitungen neben dem Arbeitspreis ein pauschales Honorar von 8,35 Euro zuzüglich einer Drei-Prozent-Marge möchte, geht da die Kassenseite nicht mit. Die Verhandlungen dauern an. Mein liebes Tagebuch, scheint eine sehr zähe Baustelle zu werden. 


Mein liebes Tagebuch, die Gerüchteküche zum Papier des Honorargutachtens kocht. Was ist dran, dass Apotheken überfinanziert sind? Die Gesundheitsexpertin der Linken, Kathrin Vogler, könnte das gesamte Gutachten nicht wirklich ernst nehmen, wenn es tatsächlich zu so einem Schluss kommen sollte. Sie meint auch, dass das Gutachten dann eine Ohrfeige für die Bundesregierung wäre, weil sie den Apotheken mit der Honorarerhöhung bei Rezepturen und bei der Doku erst vor Kurzem zu mehr Einnahmen verholfen hätte. Auch der Experte der Verbraucherzentrale Bundesverband wundert sich über die Zahlen, die zurzeit in Umlauf sind und befürchtet dann, dass es bald wohl weniger Apotheken gäbe. Also, mein liebes Tagebuch, wir lassen uns mal über ungelegte Eier nicht kirremachen. Noch ist das Gutachten nicht final abgesegnet, noch wird es geprüft und angeblich soll auch das Statistische Bundesamt zur Prüfung hinzugezogen worden sein. Vielleicht entdeckt dieses Amt den Fehler. 


Und zum Schluss – damit das mal klar ist: Die Pharmagroßhändler dürfen Rabatte und Skonti gewähren, auch wenn es insgesamt mehr als 3,15 Prozent sind, auch wenn sie dabei ihr 70-Cent-Fixum verpulvern. Das geht aus den Urteilsgründen des Bundesgerichtshofs zum Skonto-Streit vor. Die Richter haben sich da bei ihrem Urteil und bei der Begründung gaaanz eng am Wortlaut der Verordnung entlang gehangelt. Tja, und dort steht, dass der Großhandel höchstens einen Zuschlag von 3,15 Prozent ... zuzüglich eines Festzuschlags von 70 Cent erheben darf. Von einem Mindestzuschlag ist das nichts zu lesen, sagen die Richter. Also, Rabatte und Skonti was geht. Armer Großhandel. Und für die Apotheke mag das nur auf den ersten Blick gefallen. Was das langfristig für Folgen hat? Oh, mein liebes Tagebuch! 


Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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8 Kommentare

Brisanz verkannt?

von Reinhard Rodiger am 12.11.2017 um 19:26 Uhr

Wer sich nicht zu seinem Kerngeschäft bekennt, der wird nicht ernst genommen.Kritik an denen, die den aufoktroyierten Gesetzlichkeiten folgen ist wohlfeil.Das wahre Bild nach aussen ist eher Prozessergebnis der Verdrängung der wichtigen Stellgrössen wie Deutungshoheit als Schuld des beim Überleben Alleingelassenen.Angesichts des fundamentalen Unverständnisses der Grundlagen gewinnen Aussagen wie Überfinanzierung besondere Brisanz.Es reicht nicht, das lächerlich zu machen oder auf fehlende Information zu verweisen. Hier ist vor allem das (Gegen)-Konzept aus eigener Sicht gefragt. Das ist nun mal Führungsaufgabe.
Hier entsteht der Eindruck, dass die Brisanz dieser Nebenbemerkung "Überfinanzierung" nicht gesehen wird.Jedenfalls nicht öffentlich erkennbar.
Der Ausweg auf die Medikationsanalyse spricht Bände.Die Gegenwart bleibt irgendwie ausgeblendet. Da fehlt etwas entscheidendes.


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Keine schlechte Idee

von Bernd Jas am 12.11.2017 um 14:58 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,

die Zeit steht schon wieder still,
es wird einfach nicht hell.

Fänd´ ich gut, wenn heut´der 12.10. wäre, da könnten sich einige Leute noch mal über das Gedanken machen was sie in dem nächsten Monat alles so verquirlen würden, oder dann mit mehr Einsicht halt, können getan hätten, aber dann doch nicht täten hatten.... Aber egal, die Banane ist eben jetzt als ungelegtes Rührei, zusammen mit dem Honorar-Gutachten und dem RX-Versand auf sehr dünnem klimagequältem Eis. Unserer zig mal fremdgequirlter Bananen-Apo-Shake halt.
Wenn das war ist (-1,7 Mrd.) und als Grundlage künftiger Vergütungen durchgeht, können wir ein- und Mac Dorris wird gaaanz schnell auspacken. Umsonst für die GKV zu schaffen und noch ne´ Schippe drauf legen, ist doch Ziel der ganzen Strategie. Fragen Sie mal die Vorreiter vom VZA, die wissen warum der Inder knietief in seinen Chemierückständen steht. Weil die GKV es für umme will und glaubt, bei uns sei noch genau so viel Luft drin. Dann wundert sich der Deutsche auf einmal warum die Welt zu uns kommen will. Die wollen auch mal nur übers Fernsehen (aber bitte nicht mehr am lebendigem Leibe) mit bekommen wie generös wir Elend verteilen können, nur um 1.06 € am Baby-Nasenspray zu sparen.

Und wo Sie grad´ sagen Digitalisierung Herr Ditzel. Ich weiß jetzt warum grade die jungen Schnösel der politischen Elite, die erstmals Blicke in unsere geliebten Ämter und Amtsstuben werfen durften so heiß hinter der Digitalisierung her sind.

Die können nicht mit der Schreibmaschine umgehen die da steht.

Denn da, wo wir schon elektrisch und autonom fahren, wobei der Autopilot die Suche für unseren kostenlosen Botendienst-Parkplatz erledigt, schreiben die noch ihre Knöllchen mit der Schreibmaschine. Die Steinregister mit den Keilschrift-Stafzetteln …. nein falsch... Keilschrift-Straftafeln liegen bestimmt auch noch im Keller.
Wie das glauben Sie nicht?
Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere BTM-Abgabebelege. Dort steht wörtlich seit etwa zweiunderteinundvierzigtausendachthundertdreizehn Jahren, links oben über einem quadratischen Kästchen: „Hier Schreibmaschine einstellen“ und quer darunter vor Kopf: „Schreibmaschine: normale Schreibweise!“
Da kriegen die Panik und wischen nervös auf ihrem Smartphone nach Lösungen bei Mama Wikipedia.

Wir können nicht Digital?, sind angestaubt? und müssen uns unserer alten Zöpfe entledigen?

Ha`. Und noch mal! Ha, ha, ha.

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November

von Dr. Radman am 12.11.2017 um 11:18 Uhr

Lieber Herr Ditzel. ..
Wir haben bereits November. .
Schönen Tag..

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: November

von Peter Ditzel am 12.11.2017 um 12:33 Uhr

Lieber Herr Radman, danke! Wie schnell doch die Zeit vergeht! :-)

Von Essig und Öl und über Gerüchte mit Wirkung ...

von Christian Timme am 12.11.2017 um 10:51 Uhr

Liebes Tagebuch, viele Jahre des immer weiter fortschreitenden Verfalles haben deine Seiten gefüllt und lasten jetzt auf uns. Bitte „schüttelte“ den Staub der Vergangenheit ab und und zeige der dich führenden Feder was noch in DIR steckt ... es geht mehr, auch am Sonntag ...

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Zu Herrn Ströh

von Dr.Diefenbach am 12.11.2017 um 10:47 Uhr

Den ersten drei Sätzen ist wirklich nichts hinzuzufügen.Wie arm und umnachtet manche KollegInnen doch zu sein scheinen.Und den Kollegen in Bottrop möchte ich gar nicht als solchen bezeichnen.Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten und belegen lassen,redet man besser von verbrecherischen Zeitgeistern.Man schaue mal,wie er zu einem früheren Zeitpunkt mit einer Spendentafel vor seinem Prachtunternehmen zum Fototermin gebeten hat.Ein armes Würstchen ....

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Der Heilberufler schmilzt

von Ulrich Ströh am 12.11.2017 um 9:27 Uhr

Wasserwecken und Ofenkrusti als gewünschte kostenlose Rx-Zugabe,

20 Paracetamol Tabletten im Angebot billiger als zwei Brötchen beim Discounter,

ein anstehender Prozess in Bottrop in der kommenden Woche.

Wir sollten unsere Darstellung des Apothekers als Heilberufler ablegen.
Der Heilberufler Apotheker schmilzt vor den Augen der Öffentlichkeit wie ein Schneemann in der wärmenden Märzsonne !

Oder sieht es ein Kollege auf dem zweiten Auge anders und besser ?

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PR-Desaster für Apotheker

von Thesing-Bleck am 12.11.2017 um 9:04 Uhr

Ein für Apotheker*innen niederschmetterndes PR-Desaster passierte am Donnerstag, den 9. November, genau an dem Tag, der in Deinem Tagebuch den geringsten Raum ein nimmt. Das ist vielleicht auch gut so, denn man darf dann wohl vermuten, dass diese Kommunikationspanne auf Nordrhein-Westfalen beschränkt geblieben ist und Dich, mein liebes Tagebuch, in Baden-Württemberg zum Glück nicht erreicht haben dürfte.

Ein Bottroper Apotheker soll Medikamente für Krebspatienten zu niedrig dosiert oder ohne Wirkstoff ausgegeben haben. Das WDR 5 Stadtgespräch diskutierte in dieser Woche am Donnerstag, 9.11. öffentlich in Bottrop Fragen wie: Was muss getan werden, damit so etwas nicht wieder passiert? Mit solchen Negativ-Schlagzeilen schafften Apotheker*innen es, dass der WDR in einer Veranstaltungshalle im Ruhrgebiets eine öffentliche Großveranstaltung organisierte und im Radio life übertrugt und darüber hinaus als Podcast zum Nachhören und als Download zur Verfügung stellt.
Die Gäste laut Homepage des WDR 5, Abruf heute Morgen:
Heike Gebhard, Vorsitzende Gesundheitsausschuss Landtag NRW
Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop
Prof. Dr. Stephan Schmitz, Berufsverband der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland
Dr. Klaus Peterseim, Verband der Zytostatika herstellenden Apotheker
Wo bleibt bei dieser Veranstaltung ein Vertreter der ABDA oder einer der vier (!) Apothekerorganisationen in NRW?
Für unser Überlebens-Thema „Verbot des Rx-Versandhandels“ konnte bis jetzt eine derartige Öffentlichkeitswirksamkeit nicht erzeugt werden ! Was läuft hier falsch?

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